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Hubert von Meyerinck

Weitere Namen
Hubert Georg Werner Harald von Meyerinck (Geburtsname)
Darsteller, Musik
Potsdam Hamburg

Biografie

Hubert von Meyerinck, geboren am 23. August 1896 in Potsdam als Sohn eines Hauptmanns, wächst nach der Scheidung der Eltern bei seiner Mutter auf. Bereits in jungen Jahren nimmt von Meyerinck Schauspielunterricht, sehr zum Missfallen seiner Eltern, die für ihn eine Karriere als Geistlicher vorgesehen hatten. Nach dem Gymnasial-Abschluss wird er zum Militärdienst im Ersten Weltkrieg eingezogen, scheidet auf Grund eines Lungenleidens jedoch schon wenig später wieder aus der Armee aus.

Sein Bühnendebüt gibt Hubert von Meyerinck im Jahr 1917 am Berliner Schauspielhaus, wo er in "Kolberg" den Leutnant von Hagen verkörpert. Nach einem Engagement an den Hamburger Kammerspielen (1918-1920) spielt von Meyerinck an diversen Berliner Bühnen sowie in Kabaretts und Revuen (u.a. "Es liegt was in der Luft" mit Marlene Dietrich). Er feiert in Avantgarde-Stücken von Carl Sternheim ebenso Erfolge wie im berühmten Kabarett "Tingeltangel" und an den großen Theatern Berlins, wo er in ernsthaften Rollen wie dem Mephisto in "Faust" oder dem Mackie Messer in der "Dreigroschenoper" Kritik und Publikum begeistert. Mit Beginn der 1920er Jahre wird Hubert von Meyerinck fürs Kino entdeckt. Nach einer ersten größeren Rolle in Georg Jacobys Mehrteiler "Der Mann ohne Namen" spielt er Nebenrollen in Stummfilmen wie Artur Robisons "Manon Lescaut" (1926) oder Wilhelm Dieterles "Ich lebe für Dich" (1929).

Auf Grund seiner markanten Erscheinung wird von Meyerinck für das Kinopublikum trotz zum Teil kleiner Auftritte zu einem bekannten und beliebten Darsteller. Zugleich legen ihn Regisseure und Produzenten sehr schnell auf bestimmte Rollentypen fest: Mit Glatze, Monokel und schmalem Oberlippenbart verkörpert er wahlweise Großbürger, Adelige und Autoritätspersonen oder galante Exzentriker, Schurken und Hochstapler. Im Tonfilm tragen seine charakteristische Stimme und sein schnarrender Tonfall zu seiner Unverwechselbarkeit, aber auch zur Festigung seiner Rollenklischees bei.

 

Zu den populärsten Filmen seiner beginnenden Tonfilmkarriere gehören Max Ophüls" "Die verliebte Firma" (1932), in dem er einen Filmautor spielt, Franz Wenzlers "Wenn die Liebe Mode macht" (1932, als allürenhafter Modehausbesitzer) und Kurt Gerrons "Der weiße Dämon" (1932, in der Rolle eines dubiosen Marquis).

Auch während des "Dritten Reichs" gehört Hubert von Meyerinck zu den beliebtesten Nebendarstellern des deutschen Films. Zwischen 1933 und 1945 spielt er in rund 90 Kinofilmen. Die Bandbreite reicht dabei von ambitionierten Unterhaltungsfilmen wie der Theo-Lingen-Komödie "Ein falscher Fuffziger" (1935) oder Willi Forsts Maupassant-Verfilmung "Bel Ami" (1939) bis zu späteren Klassikern wie Helmut Käutners "Kitty und die Weltkonferenz" (1939); in kleinen Rollen sieht man ihn vereinzelt auch in ideologisch aufgeladenen Produktionen wie Hans Steinhoffs verfälschender Ibsen-Adaption "Ein Volksfeind" (1937) oder Herbert Selpins Propagandafilm "Trenck, der Pandur" (1940).

Obwohl von Meyerinck aus seiner Homosexualität kein großes Geheimnis macht, entgeht er Repressalien durch die Nazis – anders als etwa sein guter Freund und Kollege Kurt von Ruffin, der auf Grund seiner Neigung neun Monate im KZ Lichtenburg inhaftiert ist.

Auch in den 1950er und 60er Jahren bleibt Hubert von Meyerinck einer der gefragtesten und produktivsten Akteure des deutschen Kinos, nun vor allem in humoristischen Rollen, in denen er häufig sein einstiges Image als distinguierter und strenger Würdenträger karikiert. Kaum ein Jahr, in dem er nicht in mehreren Filmen zu sehen ist. Allein 1957 bringt "Hubsi", wie er von seinen Fans liebevoll genannt wird, es auf 13 Filmauftritte, unter anderem in Klassikern wie "Der tolle Blomberg" und Kurt Hoffmanns "Das Wirtshaus im Spessart". 1960 wird er für seine Verkörperung des autoritären Bürochefs Pückler in "Ein Mann geht durch die Wand" mit dem Preis der Filmkritik ausgezeichnet; im Jahr darauf erhält er die Auszeichnung erneut, diesmal für seine Rolle als Regierungsrat von Teckel in "Das Spukschloß im Spessart". In ihrem komödiantischen Timing nicht weniger beeindruckend ist seine Leistung in Billy Wilders Satire "Eins, zwei, drei", in der er den Graf von und zu Droste-Schattenburg spielt. Darüber hinaus gehört von Meyerinck zwischen 1965 und 1969 in der Rolle des Scotland-Yard-Chef Sirs Arthur zum Ensemble von fünf Edgar-Wallace-Filmen.

Doch trotz seiner zahlreichen Filmauftritte (insgesamt wirkt er in weit über 250 Kinofilmen mit) findet von Meyerinck die Zeit, am Theater aktiv zu bleiben: Er steht in München, Göttingen und Wuppertal auf der Bühne und erhält ab 1966 ein festes Engagement am Hamburger Thalia Theater, dessen Ensemble er bis zu seinem Tod angehört. 1968 wird er beim Deutschen Filmpreis mit dem Filmband in Gold für sein "langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film" geehrt. Im Jahr darauf veröffentlicht er unter dem Titel "Meine berühmten Freundinnen - Erinnerungen" seine Memoiren.

Am 13. Mai 1971 stirbt Hubert von Meyerinck in Hamburg in Folge einer Lungenentzündung an Herzversagen.

Filmografie

1971
  • Darsteller
1969
  • Darsteller
1969
  • Darsteller
1968/1969
  • Darsteller
1968
  • Darsteller
1967
  • Darsteller
1967
  • Darsteller
1966/1967
  • Darsteller
1966
  • Darsteller
1966
  • Darsteller
1965/1966
  • Darsteller
1965
  • Darsteller
1965
  • Darsteller
1964/1965
  • Darsteller
1964
  • Darsteller
1964
  • Darsteller
1963
  • Darsteller
1963
  • Darsteller
1963
  • Darsteller
1962
  • Darsteller
1962
  • Darsteller
1961/1962
  • Darsteller
1961/1962
  • Darsteller
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  • Darsteller
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  • Darsteller
1960
  • Darsteller
1960
  • Darsteller
  • Gesang
1960
  • Darsteller
1959
  • Darsteller
1959
  • Darsteller
1959
  • Darsteller
1959
  • Darsteller
1959
  • Darsteller
1958
  • Darsteller
1958
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1957/1958
  • Darsteller
1957
  • Darsteller
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  • Darsteller
1957
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1957
  • Darsteller
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  • Darsteller
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1956/1957
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1956
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1956
  • Darsteller
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  • Darsteller
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1955/1956
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1955/1956
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1955/1956
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1955
  • Darsteller
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1954/1955
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1954
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  • Darsteller
1954
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  • Darsteller
1953
  • Darsteller
1953
  • Darsteller
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  • Darsteller
1952
  • Darsteller
1952
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1944/1952
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1939/1940
  • Darsteller
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  • Darsteller
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1939
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1939
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  • Darsteller
1939
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1938/1939
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1937/1938
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  • Darsteller
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  • Darsteller
1937
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1936/1937
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1936
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1936
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  • Darsteller
1936
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1936
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1936
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1935/1936
  • Darsteller
1935/1936
  • Darsteller
1935
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  • Darsteller
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1934/1935
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1934/1935
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1934
  • Darsteller
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  • Darsteller
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  • Darsteller
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  • Darsteller
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  • Darsteller
1933
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1932/1933
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  • Darsteller
1932
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1931
  • Darsteller
1931
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1930/1931
  • Darsteller
1930
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1929
  • Darsteller
1929
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1928
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  • Darsteller
1926
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1920/1921
  • Darsteller
1920/1921
  • Darsteller
1920/1921
  • Darsteller
1920/1921
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1920/1921
  • Darsteller
1920/1921
  • Darsteller