"Schachnovelle" (2020); Quelle: Studiocanal, DFF, © Studiocanal, Walker + Worm Film, Julia Terjung
Oliver Masucci in "Schachnovelle" (2020)

Neu im Kino: Schachnovelle

Nach dem großen Erfolg der humorvollen Musical-Adaption "Ich war noch niemals in New York" ist der neue Film von Regisseur Philipp Stölzl ein echtes Kontrastprogramm: "Schachnovelle", eine Verfilmung von Stefan Zweigs berühmtem Prosastück, handelt von einem mysteriösen Reisenden (Oliver Masucci), der während einer Kreuzfahrt von New York nach Buenos Aires gegen einen sich ebenfalls an Bord befindenden Schachgroßmeister (Albrecht Schuch) antritt – und die Partie zum Erstaunen aller mit Leichtigkeit gewinnt. Doch das Spiel ruft traumatische Erinnerungen des vermeintlichen Laien wach, denn seine Schachkünste haben eine düstere Vorgeschichte, die in das von den Nazis besetzte Österreich zurückführt... Zweigs "Schachnovelle" zählt noch immer zu den klassischen Schullektüren – doch Stölzls Verfilmung ist alles andere als trocken oder gar didaktisch. Mit viel Gespür für Charaktere und Zeitkolorit empfindet er die beklemmende Stimmung der Vorlage nach und entwickelt daraus ein psychologisches Drama, das seine anregende Kraft auch daraus bezieht, dass die Inszenierung vieles im Vagen lässt und so die Zuschauer*innen herausfordert, eigene Schlüsse zu ziehen. Sieben Nominierungen für den Deutschen Filmpreis sprechen für sich. Nicht zuletzt lebt der Film aber auch von den beiden Hauptdarstellern: Masucci und Schuch absolvieren eine schauspielerische Tour de Force, wie man sie nur selten erlebt. 

Aktuelles

In der 4. Sitzung des Jahres 2021 hat das Vergabegremium "Distribution Support" von German Films entschieden, 24 Kinostarts deutscher Filme im Ausland zu unterstützen. Insgesamt wurde eine Fördersumme von 300.000 Euro vergeben.

Mit 13 weiteren Filmen verkündet die European Film Academy den zweiten Teil der diesjährigen Spielfilmauswahl, die damit nun vollständig ist. Aus Deutschland wurden im zweiten Teil der Auswahl unter anderem die folgenden Filme für eine Nominierung empfohlen: "Ha'Berech", "Annette", "Compartment Nr. 6" und "Große Freiheit".

Die Filmemacherin Tatjana Turanskyj starb am Samstag im Alter von 55 Jahren.

Die Jury – Liane Jessen, Claudia Landsberger und Rainer Bock – hat sich entschieden: Der Filmkunstpreis für den besten Film des Wettbewerbs des 17. Festivals des deutschen Films Ludwigshafen geht an "Ivie wie Ivie", Regie & Buch: Sarah Blaßkiewitz.

Am gestrigen Abend wurden im Kölner Tanzbrunnen die herausragenden Leistungen des Fernsehjahres 2020/21 in Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport mit dem 22. Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Neben 28 Auszeichnungen für die Programmbereiche Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport erhielt die Reporterin und Moderatorin Aminata Belli den Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises. Der Ehrenpreis der Stifter ging in diesem Jahr an den Entertainer Hape Kerkeling.