"L'être humain", Source: Real Fiction Filmverleih, DFF, © Michael Klier Film, Peter Zach
Lena Urzendowsky, Kotti Yun (v.l.n.r.)

Neu im Kino: Zwischen uns der Fluss

Die Aktivistin Alice wird nach einer Umweltaktion wegen zivilen Ungehorsams zu Sozialdienst verurteilt und bekommt in einer psychiatrischen Klinik die vietnamesisch-stämmige Patientin Cam zugeteilt, die seit einem rassistischen Übergriff traumatisiert ist. Als Cam ihren Klinikaufenthalt nicht verlängern will, nimmt Alice die verschlossene Frau bei sich auf, die aber schnell merkt, dass sie trotz aller entstehenden Nähe ihren eigenen Weg gehen muss. - Mit seinem jüngsten Spielfilm "Zwischen uns der Fluss" hat das über 80-jährige deutsche Kinourgestein Michael Klier ("Idioten der Familie", "Heidi M.", "Ostkreuz") in seinem Spätwerk ein betont minimalistisches Porträt zweier unterschiedlicher junger Frauen vorgelegt, die sich in einem Feld gesellschaftlicher Konfliktlinien füreinander öffnen. Lena Urzendowsky verkörpert dabei eine bewusst ambivalent gehaltene Alice, zu der Kotti Yun als fokussierte Cam einen spannenden Gegenpol bildet. In klaren, meditativen Bildern entsteht so nicht nur ein intensives Generationenporträt, sondern zugleich auch eine subtile Hommage an die Stadt Dresden. Als Gruppenleistung in enger Abstimmung mit den beiden Hauptdarstellerinnen entstanden, die unter anderem Ideen für Dialoge und szenische Abläufe eingebracht haben, wird "Zwischen uns der Fluss" sicherlich zu Diskussionen anregen, auf die der Film ganz bewusst keine endgültigen Antworten liefern will.

Aktuelles

Bevor sich am 3. Mai entscheidet, wer eine der begehrten Lolas mit nach Hause nehmen darf, nehmen die LOLA TALKS den aktuellen Filmpreisjahrgang mit 33 Clips noch einmal genau unter die Lupe und bieten einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der nominierten Spiel-, Dokumentar- und Kinderfilme.

Das LICHTER Filmfest Frankfurt International hält dieses Jahr einige Überraschungen bereit. So zum Beispiel eine einmalige Filmreihe, die einer der bedeutendsten Figuren der deutschen und internationalen Filmlandschaft gewidmet ist: Karl "Baumi" Baumgartner.

Das 18. Fünf Seen Filmfestival wird vom 3. bis 12. September 2024 stattfinden und erneut über 130 auserlesene Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme präsentieren. Wie es danach allerdings für das Festival weitergeht, ist unklar.

Bereits zum siebten Mal wird beim DOK.fest München der VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis verliehen. Der mit 7.500 Euro dotierte Preis wird von der VFF Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten mbH gestiftet und würdigt die besondere Rolle von Produzent*innen bei Dokumentarfilmen.

2024 ist ein ganz besonderes Jahr für das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum: Das Haus am Schaumainkai in Frankfurt feiert nicht nur den 40. Jahrestag der Eröffnung des Deutschen Filmmuseums (am 7. Juni 1984); es schaut außerdem stolz auf 75 Jahre DFF insgesamt zurück.