Lina Beckmann, Charly Hübner (v.l.n.r.) in "Spaziergang nach Syrakus" (2026); Quelle: Pandora Film, DFF, © Pandora Film, Sammy Hart
Lina Beckmann, Charly Hübner (v.l.)

Neu im Kino: Spaziergang nach Syrakus

Welcher Preis ist für die Erfüllung einer Sehnsucht vertretbar? Und auf wessen Kosten? Mit diesen Fragen konfrontiert Lars Jessens Spielfilm "Spaziergang nach Syrakus" den Rostocker Paul Gompitz, der Anfang 1980er Jahre von einer Reise nach Sizilien träumt. Aber nicht etwa, um der DDR dauerhaft zu entfliehen, sondern um einmal auf den Spuren des Dichters Johann Gottfried Seume zu wandeln. Als seine legalen Ausreisebemühungen am System scheitern, fasst Paul einen verwegenen Plan zur zeitweiligen Republikflucht. Doch noch schlimmer als die Ungewissheit des Erfolgs belastet ihn der Umstand, dass er seine geliebte Frau Anne nicht in das kühne Vorhaben einweihen kann. Basierend auf Motiven der - von realen Ereignissen inspirierten - Erzählung "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus" inszeniert der Film Charly Hübner und Lina Beckmann als inniges Ehepaar Gompitz, das sich mit stiller Würde und subtilem Humor in privaten wie politischen Untiefen behaupten muss und dabei seine eigene Definition von Freiheit findet.

Aktuelles

Einmal pro Monat präsentieren DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum und epd Film ein herausragendes deutschsprachiges Kinowerk mit anschließendem Werkstattgespräch. Am kommenden Dienstag, 25. August, stellt Jacqueline Jansen ihr Regiedebüt "Sechswochenamt" vor.

Vom 18. bis 26. September 2026 feiert das San Sebastián International Film Festival seine 74. Ausgabe und bringt etablierte Filmschaffende, neue Regiestimmen und internationale Koproduktionen an die baskische Küste. Fatih Akins Drama "Geister" wird den Hauptwettbewerb des Festivals eröffnen. Insgesamt sind 14 deutsche Produktionen und Koproduktionen programmiert.

Die deutlich gestiegene Nachfrage in diesem Jahr hat zu Rekordzahlen bei den Antragstellungen geführt. Das für 2026 verfügbare Antragsvolumen von DFFF und GMPF ist nun ausgeschöpft. Damit wird die historische Höchstsumme an Fördermitteln für die Anreizförderung von der Filmbranche in Anspruch genommen.

Im 26. Jahr von Edimotion geht der Ehrenpreis Schnitt an eine Editorin, deren Arbeit das österreichische und europäische Autorenkino seit mehr als drei Jahrzehnten prägt: Karina Ressler.

Die neuen Teilnahmebedingungen für die Kinoprogrammprämie des Bundes 2026 sind ab sofort auf der FFA-Website verfügbar. Gezielte Anpassungen umfassen die Einführung eines Landkinofaktors sowie veränderte Mindest- und Höchstbeträge für Prämien. Anträge für Liebling Kino können voraussichtlich ab Ende September 2026 gestellt werden.