"Ivo", Source: Piffl Medien, DFF, © Adrian Campean
Minna Wündrich

Ab Donnerstag im Kino: Ivo

Krankheit und Sterben sind Themen, die im Kino häufig auf sentimentale und wenig lebensnahe Weise behandelt werden. Aber nach Matthias Glasners "Sterben" startet nun binnen kurzer Zeit ein zweiter Film, der sich ihnen auf realistische und dabei emotional intensive Weise nähert: Eva Trobischs "Ivo" erzählt die Geschichte einer ambulanten Palliativpflegerin namens Ivo (Minna Wündrich), die ganz für ihren Beruf lebt. Mit einer ihrer Patientinnen, der todkranken Solveigh (Pia Hierzegger), verband sie bereits vor deren Erkrankung eine enge Freundschaft. Zugleich hat Ivo aber auch eine intime Beziehung mit deren aufopferungsvollem Mann (Lukas Turtur). Als Solveighs Zustand sich immer weiter verschlechtert, will sie ihr Leben selbstbestimmt beenden – mit Ivos Hilfe… Die intensive Atmosphäre, die dokumentarisch anmutende Ästhetik und der naturalistische, an Trobischs Vorbild John Cassavetes erinnernde Inszenierungsstil von "Ivo" haben Eva Trobisch bereits die Auszeichnung als "Director to Watch" des US-Branchenblatts Variety eingebracht. Auf der Berlinale erhielt sie den Heiner-Carow-Preis. Nun startet "Ivo" in den deutschen Kinos.

Aktuelles

Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle hat zwei international anerkannte Programmer*innen berufen, gemeinsam die Aufgaben des Director of Film Programming zu übernehmen.

Am Dienstag, 25. Juni 2024 findet in München die 23. feierliche Verleihung des Friedenspreis des Deutschen Films - Die Brücke statt.

Das Line-up für das Internationale Filmfestival Karlovy Vary (KVIFF) steht – und es verspricht ein spannendes Programm. Die 58. Ausgabe wird in diesem Jahr vom 28. Juni bis zum 6. Juli in der tschechischen Kurstadt stattfinden. Insgesamt sind 21 deutsche Produktionen und Koproduktionen in unterschiedlichen Sektionen zu sehen.

"Die offizielle Auswahl des 58. KVIFF bietet ein einzigartiges Epizentrum von Genres und Themen, die das zeitgenössische Kino bewegen", beschreibt Karel Och, Artistic Director des (KVIFF) das diesjährige Programm. 15 der 32 Filme in der offiziellen Auswahl sind Debüts, dazu kommen einige weitere Weltpremieren.

Heute wird im DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum die Ausstellung "Neue Stimmen" eröffnet, die dem deutschen Kino seit der Jahrtausendwende gewidmet ist und bis 23. Februar 2025 läuft.

Kinos, die im vergangenen Jahr für ihr Programm ausgezeichnet wurden oder mit deutschen und europäischen Filmen besonders hohe Besuchszahlen erzielen konnten, erhalten auch in diesem Jahr Referenzförderung der FFA.