"The Dreamed Adventure", Source: Piffl Medien, DFF, © KomplizenFilm, Bernhard Keller
Yana Radeva, Syuleyman Alilov Letifov (v.l.)

Neu im Kino: Das geträumte Abenteuer

Neun Jahre liegt die Veröffentlichung von Valeska Grisebachs letztem Kinofilm "Western" zurück, doch das Warten auf ihr neues Werk hat sich gelohnt: "Das geträumte Abenteuer" ist ein ungemein dicht erzähltes Drama, überzeugt mit glaubwürdigen Figuren und genauen Beobachtungen. Die Archäologin Veska kehrt darin für ein Ausgrabungsprojekt in ihre Heimat zurück, die von Spannungen geprägte Grenzregion zwischen Bulgarien, Griechenland und der Türkei. Zufällig begegnet sie Said, einem alten Bekannten, der dort in zwielichtige Geschäfte verwickelt scheint. Dann ist Said plötzlich verschwunden, und Veska will herausfinden, was geschehen ist. Ihre Nachforschungen führen sie immer tiefer in die kriminellen Strukturen der Gegend – und konfrontieren sie zugleich mit ihrer eigenen Geschichte. - Unaufdringlich greift Grisebach Genre-Motive des Western wie auch des Gangsterfilms auf, und verbindet die individuellen Aspekte ihres Plots überzeugend mit dem Blick auf gesellschaftliche Hintergründe. Dank wunderbarer Darsteller und konzentrierter Inszenierung wird "Das geträumte Abenteuer" so zu einem packenden Kinoabenteuer. Im Wettbewerb von Cannes wurde der Film hochverdient mit dem Preis der Jury geehrt.

Aktuelles

Die FFA-Jury für Spielfilm hat 2.700.000 Euro Produktionsförderung an fünf Filme vergeben, drei weitere Projekte erhielten zusammen 247.000 Euro Projektentwicklungsförderung. Insgesamt wurden somit acht Spielfilme mit 2.947.000 Euro gefördert.

Der Willy Haas-Preis zeichnet jährlich im Rahmen des cinefest – Internationales Festival des deutschen Film-Erbes bedeutende internationale Publikationen zum deutschsprachigen Film in den Bereichen Buch und DVD-/Blu-ray-Edition aus. 

Vom 24. September bis 1. Oktober bringt Deutschlands ältestes Filmfestival für junges Publikum preisverdächtige Filmkunst für alle von drei Jahren bis 18plus nach Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach und erstmals nach Bad Homburg. Im Mittelpunkt des Festivals stehen die internationalen Kurz- und Langfilmwettbewerbe mit aktuellen Filmen, viele davon Deutschlandpremieren.

Der Wettbewerb um den 16. Günter Rohrbach Filmpreis geht in die heiße Phase: 60 Einreichungen wurden von den Mitgliedern der Vorjury gesichtet und gemeinsam wurden acht Filme für die Shortlist ausgewählt.

 Auszeichnungen unter anderem für "Vaterland" und "Biermann".