"Die verlorene Zeit", Source: Movient Film, DFF, Foto: Tom Trambow
Mateusz Damiecki, Alice Dwyer, Anna Justice (vorne v.l.n.r.) bei den Dreharbeiten

Neu auf DVD: Die verlorene Zeit

Die deutsche Jüdin Hannah und der polnische Widerstandskämpfer Tomasz verlieben sich Ende des Zweiten Weltkriegs vor dem Hintergrund des nationalsozialistischen Terrors im KZ, aus dem den beiden aber durch einen waghalsigen Plan die Flucht gelingt. Kurz darauf wird das junge Paar jedoch in den Kriegswirren getrennt. 30 Jahre später meint Hannah - die mittlerweile mit Mann und Tochter in New York lebt - Tomasz im Fernsehen zu erkennen. Kurzerhand begibt sie sich auf die Suche nach ihrer einstmaligen großen Liebe und damit auch auf eine Reise in die schmerzhafte Vergangenheit. Auf einer wahren Begebenheit beruhend und nach dem Drehbuch von Pamela Katz bearbeitet Anna Justice in ihrem vielgelobten Drama "Die verlorene Zeit" Themen wie Vertrauen und Verrat, Antisemitismus und die Schwierigkeiten vieler Holocaust-Überlebender, über die Vergangenheit zu sprechen, auf kraftvolle und mitfühlende Weise. Als ältere Hannah überzeugt Dagmar Manzel, als junge Alice Dwyer, sowie in einer kleineren Nebenrolle, als Tomasz Mutter, Susanne Lothar. Erst vor einem Monat ist Anna Justice, in deren Filmen das Jüdische immer wieder Raum fand und die für ihren Jugendfilm "Max Minsky und ich" auf zahlreichen internationalen Filmfestivals ausgezeichnet wurde, nach schwerer Krankheit im Alter von nur 58 Jahren viel zu früh gestorben. "Die verlorene Zeit" ist nun auf DVD erschienen.

Aktuelles

Wie Kultur im Allgemeinen, Kino im Besonderen, Gesellschaft und Rassismus zusammenhängen, ist gegenwärtig Gegenstand kontroverser Diskussionen. Das Berlinale Forum greift in die Debatte ein, indem es die Film- und Diskussionsreihe "Fiktionsbescheinigung. 16 filmische Perspektiven auf Deutschland" präsentiert.

Am gestrigen Abend wurden beim DOK.fest München 2021 @home die Hauptpreise der Wettbewerbe verliehen.

Um die Film- und Kinowirtschaft in der Corona-Krise weiter zu unterstützen, baut der Bund seine Hilfen aus dem Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR mit weiteren rund 45 Millionen Euro kräftig aus. Die zusätzlichen Mittel kommen unter anderem der deutschen Verleihwirtschaft durch eine "Anerkennungsprämie für den Kinofilmverleih" zugute, für die rund 8 Millionen Euro bereitstehen.

Das Auswahlverfahren zum Deutschen Filmpreis 2021 ist in vollem Gange, die erste Etappe des dreistufigen Auswahlverfahrens abgeschlossen: Nach Sichtung aller eingereichten Filme haben die drei Vorauswahlkommissionen soeben die Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis 2021 bekanntgegeben.

Junge Talente, neue filmische Formate und aktuelle Themen – das alles steht im Mittelpunkt des neuen Podcasts "Gespräche aus der ersten Reihe". Vom Nachwuchspreis FIRST STEPS ins Leben gerufen, sprechen die beiden Leiterinnen Anne Ballschmieter und Jennifer Stahl im Wechsel mit ihren Gästen in deren Lieblingskinos über die ersten Schritte in der Filmbranche – und natürlich die ganz persönliche Beziehung zum Film.