Karin Baal in "Die Halbstarken", Source: © DFF
Karin Baal in "Die Halbstarken" (1956)

Karin Baal zum 80. Geburtstag

Aus einer Laune heraus ging die 15-jährige Karin Blauermel zum Vorsprechen für Georg Tresslers "Die Halbstarken" und wurde ganz ohne Schauspielerfahrung aus 700 Mitbewerberinnen für die weibliche Hauptrolle ausgewählt. Eine Schauspielausbildung gab es obendrauf sowie einen zentralen Einschnitt in ihrem Leben: Unter neuem Namen wurde sie als Karin Baal gemeinsam mit ihrem Kollegen Horst Buchholz über Nacht zum Star. Sie spielte danach nicht nur in weiteren Kassenschlagern der 50er und 60er Jahre – etwa die Nachfolgerin der ermordeten Prostituierten Nitribitt in "Das Mädchen Rosemarie", oder die bedrohte Unschuld im Edgar-Wallace-Krimi "Die toten Augen von London" – sondern war auch auf renommierten Theaterbühnen in Zürich, Berlin, München, Hamburg und Salzburg zuhause. Ab den 70er Jahren sah man Baal dann vorwiegend in TV-Produktionen. Fassbinder besetzte sie zudem in Nebenrollen in "Berlin Alexanderplatz", "Lili Marleen" und (als Mutter der Titelfigur) "Lola". Es folgten Auftritte unter der Regie weiterer bekannter Filmschaffender wie Vadim Glowna oder Margarethe von Trotta. Vor gut zehn Jahren wurde es ruhig um die Schauspielerin, über die es bei der Verleihung des Götz-George-Preises 2018 hieß, sie öffne sich schonungslos und mit berührender Hingabe ihren Figuren, und mache so auch feinste Nuancen ihrer großen Gefühlsskala sichtbar. Am Samstag feiert Karin Baal ihren 80. Geburtstag – wir gratulieren herzlich! 

Aktuelles

Am 19. und 20. August 2020 fand die Sitzung der Jury für Dokumentarfilmförderung der Staatsministerin für Kultur und Medien statt. Aus insgesamt 38 eingereichten Anträgen auf Produktionsförderung wurden acht programmfüllende Filmvorhaben und aus 20 Anträgen auf Stoffentwicklungsförderung sechs Filmstoffe durch die Jury zur kulturellen Filmförderung vorgeschlagen. 

Die Kommission für Produktions- und Drehbuchförderung hat in ihrer jüngsten Sitzung 3.540.000 Euro vergeben. Mit 3.300.000 Euro wird die Herstellung von neun Kinofilmprojekten unterstützt.

Der am Animationsinstitut der Filmakademie Baden-Württemberg entstandene Diplomfilm "The Beauty" (Regie: Pascal Schelbli, VFX Supervisor: Marc Angele, Animation: Noel Winzen, Producerinnen: Tina Vest, Aleksandra Todorovic) gewinnt den Student Academy Award 2020 im internationalen Wettbewerb der Kategorie Animation.

Die Film- und Medienstiftung NRW vergibt im Rahmen des Gerd Ruge Stipendiums 100.000 Euro für vier Stipendien zur Entwicklung von Kino-Dokumentarfilmen.

Am kommenden Freitag, 18. September 2020, sowie am Sonntag, 20. September, jeweils um 18.00 Uhr zeigt das Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum Berlin in der 100. Ausgabe der Reihe "Berlin.Dokument" ein Kurzfilmprogramm unter dem Motto "Experiment und Poesie".