Darsteller
Sonthofen

Biografie

Herbert Knaup, geboren am 23. März 1956 in Sonthofen in Bayern, geht nach der Mittleren Reife mit seiner damaligen Freundin Ellen von Unwerth, der später international bekannten Modefotografin, nach München und beginnt eine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule. Ab 1978 folgen Engagements an Theatern in Heidelberg, Zürich, Basel und Wien.

Beim Film debütiert Knaup 1979 in Michael Zens' Hochschul-Abschlussfilm "Coda", gefolgt von "Jaipur Junction" von Werner Schaefer. Seine erste Fernsehrolle spielt er im Tatort "Heißer Schnee" (1984). In Christian Wagners Kinofilm "Wallers letzter Gang" (1988) fällt er als junges Alter Ego des Streckengehers Waller auf. Nachdem Knaup sich zwischenzeitig wieder ganz auf das Theater konzentriert hat, wird der an der Kasse floppende Dominik-Graf-Thriller "Die Sieger" 1994 für ihn zum Durchbruch beim Film. Für sein vielschichtiges Spiel als Leiter des Einsatzkommandos erhält er den Bayerischen Filmpreis.

 

Nach Sherry Hormanns leichter Komödie "Irren ist männlich" (1996) parodiert Knaup in der Komödie "Die Musterknaben" als korrupter Polizist seine "Sieger"-Rolle. Weitere Komödien folgen, doch besonders in ernsten Filmen fallen Knaups Leistungen auf, etwa als zynischer Kriegsfotograf im Dokudrama "Warshots - Kriegsbilder" (1996) oder als alternder, melancholischer Goethe in "Die Braut" (1998). Auch im Ausland ist Knaup erfolgreich, zum Beispiel in der irischen Produktion "Ordinary Decent Criminal" mit Kevin Spacey oder in der amerikanisch-kanadischen TV-Produktion "Nuremberg" über die Nürnberger Prozesse, in der er Albert Speer spielt (beide 2000).

Herbert Knaup vermag es, auch kleinere und kleinste Rollen enorm einprägsam zu gestalten, ob als cholerischer Vater in Tom Tykwers "Lola rennt" (1998, Deutscher Filmpreis als Bester Nebendarsteller), als koksender Intellektueller in Oskar Roehlers "Der alte Affe Angst" (2003) oder als Spiegel-Redakteur in Florian Henckel von Donnersmarcks "Das Leben der Anderen" (2006). In Roehlers grellem Familienmelodram "Agnes und seine Brüder" (2004) spielt Knaup den Grünen-Politiker, der schließlich mit der Motorsäge Amok läuft. Eine weitere herausragende Darstellung liefert er als Regierungssprecher in der TV-Serie "Kanzleramt" (2005).

2005 wird Knaup mit der Goldenen Kamera als Bester deutscher Schauspieler geehrt. Für den Deutschen Filmpreis 2008 für die Beste Nebenrolle wird er in Bernd Böhlichs "Du bist nicht allein" nominiert.

In den Jahren danach wirkt er in hochkarätigen Fernsehspielen wie Markus Rosenmüllers Thriller "Augenzeugin" (2008), Roland Suso Richters "Mogadischu" (2008) oder, in der Titelrolle, im Dokudrama "Eichmanns Ende" (2010) mit. Prägnante Kinoauftritte hat er als Erzengel Michael in "Die Geschichte vom Brandner Kaspar" (2008), in Matthias Glasners umstrittenem Drama "This Is Love" (2009), als mysteriöser "Mr. High" in der Groschenroman-Verfilmung "Jerry Cotton" (2010) oder als lässiger Restaurantbesitzer in der Beziehungskomödie "Bon Appetit" (2010). Im gleichen Jahr steht er an der Seite von Benno Fürmann und Maria Schrader für das Kriegsdrama "In Darkness" vor der Kamera, das im Februar 2012 in die Kinos kam. Bereits 2011 startete die Tragikomödie "Arschkalt", in der Knaup einen ehemaligen Manager gibt, der inzwischen als Tiefkühlkost-Ausfahrer arbeitet.

Danach sieht man Knaup vor allem in Fernsehproduktionen: In der Udo-Jürgens-Filmbiografie "Der Mann mit dem Fagott" (2011) verkörpert er den Onkel des Sängers; in der Komödie "Pilgerfahrt nach Padua" (2011) spielt er einen grantigen Busfahrer und in "Komm, schöner Tod" (2012) einen Journalisten, der sich für die Legalisierung von Sterbehilfe einsetzt. 2012 schlüpft er in der Bestsellerverfilmung "Milchgeld. Ein Kluftingerkrimi" erneut in der Rolle des Allgäuer Kommissars Kluftinger, den er bereits 2009 in "Erntedank" gespielt hatte und den er 2013 noch einmal in "Seegrund" spielt.

Auf der Kinoleinwand hingegen macht Knaup sich eher rar: In Til Schweigers "Schutzengel" (2012) gibt er einen undurchschaubaren Polizeichef, in Dietrich Brüggemanns "Drei Zimmer/Küche/Bad" (2012) den Vater einer ewigen WG-Bewohnerin. Eine größere Kinorolle hat er als Uhrmachermeister Zifferle in der Otfried-Preußer-Verfilmung "Das kleine Gespenst", die im Herbst 2013 in die Kinos kommt.

Acht Jahre lebte Herbert Knaup mit Natalia Wörner zusammen, die er bei "Die Sieger" kennenlernte. Seit 2006 ist er mit der Musikproduzentin Christiane Lehrmann verheiratet.

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