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Curd Jürgens

Weitere Namen
Curd Gustav Andreas Gottlieb Franz Jürgens (Geburtsname) Kurt Jürgens (Weiterer Name) Curd Jurgens (Weiterer Name)
Darsteller, Regie, Regie-Assistenz, Drehbuch, Musik
München Wien, Österreich

Biografie

Gustav Andreas Gottlieb Franz Jürgens, geboren am 13. Dezember 1915 in München als Sohn einer Kaufmanns-Familie, ab dem elften Lebensjahr aufgewachsen in Berlin. Im Alter von achtzehn nimmt er erstmals Schauspielunterricht, zeitgleich arbeitet er als Reporter beim 8-Uhr-Abendblatt. Sein erstes Engagement erhält er 1936/37 am Metropol-Theater, wo man ihn als singenden Bonvivant besetzt; es folgen Engagements am Theater am Kurfürstendamm und an der Komödie (beide 1937/38), am Deutschen Volkstheater in Wien (1938-41) und schließlich wieder an der Komödie Berlin (1940-42).

Die österreichische Schauspielerin und Sängerin Lizzi Waldmüller vermittelt ihn 1941 ans renommierte Wiener Burgtheater, dessen Ensemble er zunächst bis 1953, nach einer Unterbrechung dann erneut von 1965 bis 1968 und schließlich wieder ab 1973 angehört. Zu einer seiner eindrucksvollsten Rollen am Burgtheater gehört 1951 der Kowalski in einer Inszenierung von Tennessee Williams" "Endstation Sehnsucht" unter der Regie von Berthold Viertel.

Sein Kinodebüt gibt Curd Jürgens 1935 mit einer Nebenrolle als jugendlicher Kaiser Franz Joseph in Herbert Maischs Historienfilm "Königswalzer". Nachdem er zunächst vor allem kleinere Nebenrollen spielt, ist er ab Beginn der 1940er Jahre immer häufiger in tragenden Nebenrollen in Filmen wie Willi Forsts "Frauen sind keine Engel" (1942) oder österreichischen Produktionen (1945 hatte er die österreichische Staatsbürgerschaft angenommen) wie Theo Lingens "Hin und Her" (1947) und schließlich auch in Hauptrollen in Filmen wie Paul Verhoevens "Praterherzen" (1951) oder Kurt Neumanns "Rummelplatz der Liebe" (1954) zu sehen.

 

Der große Durchbruch und die endgültige Anerkennung als Charakterdarsteller gelingt Jürgens 1955 mit gleich drei Aufsehen erregenden Filmen, in denen er sein bisheriges Rollen-Image als Lebemann, Frauenheld und Charmeur durch tragische Elemente bricht: In Helmut Käutners hoch gelobtem "Des Teufels General" nach dem Bühnenstück von Carl Zuckmayer, spielt er die Titelrolle des Luftwaffengenerals Harras; in Robert Siodmaks Hauptmann-Adaption "Die Ratten" verkörpert er den ambivalenten, latent aggressiven Charakter Bruno Mechelke; in dem französischen, in Afrika angesiedelte Kolonialdrama "Les héros sont fatigués" ("Die Helden sind müde"), stellt er an der Seite von Yves Montand einen deutschen Angestellten dar, der seiner Zeit als Jagdflieger-Ass nachträumt – für diese Rolle wird Jürgens bei dem Filmfestspielen Venedig mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet.

Aber nicht alle Kritiker sind von Jürgens' Talent überzeugt: Über seine Hauptrolle in Roger Vadims "Et Dieu... créa la femme" ("Und ewig lockt das Weib", 1956) an der Seite von Brigitte Bardot schreibt François Truffaut: "Curd Jürgens bestätigt, dass er einer der vier schlechtesten Schauspieler der Welt ist."

Andere Filmemacher sehen dies offenbar anders, denn bis zum Ende seiner Karriere ist Jürgens in zahlreichen internationalen Produktionen zu sehen und arbeitet mit einer Reihe renommierter Regisseure und Stars zusammen. So etwa als deutscher U-Boot-Kommandant von Stolberg mit Robert Mitchum als Gegenspieler in "The Enemy Below" ("Duell im Atlantik", 1957), als chinesischer Armee-Offizier an der Seite von Ingrid Bergman in Mark Robsons "The Inn of the Sixth Happiness" ("Die Herberge zur sechsten Glückseligkeit", 1958), als unerwünschter Schiffspassagier in Lewis Gilberts "Ferry to Hongkong" ("Fähre nach Hongkong", 1959), an der Seite des legendären Orson Welles, oder als deutscher Baron von Richter in Guy Hamiltons Kriegsfilm "Battle of Britain" ("Luftschlacht um England", 1969) mit Michael Caine und Trevor Howard. Seine bedeutendste internationale Rolle spielt Jürgens neben Danny Kaye als Oberst Prokoszny in "Me and the Colonel" ("Jakobowsky und der Oberst", 1958) nach dem Bühnenstück von Franz Werfel: Sein polnischer Oberst auf der Flucht vor deutschen Truppen ist "ein bißchen Jürgens-Selbstparodie – nur sehr wenig unsympathisch und sein rauer Charme auf die Dauer unwiderstehlich". (Filmkritik, Nr. 12, 1958).

Neben solch ambitionierten Parts übernimmt Jürgens immer wieder auch Rollen in leichter Unterhaltungsware. So sieht man ihn beispielsweise Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre in einer Serie von (kommerziell erfolgreichen) "St. Pauli-Filmen" von Rolf Olsen. Einen seiner wohl berühmtesten Auftritte hat er 1977 in dem James-Bond-Film "The Spy Who Loved Me" ("Der Spion, der mich liebte", 1977) als genialischer Superschurke Karl Stromberg.

Neben seiner umfangreichen Arbeit als Schauspieler (seine Filmografie zählt allein rund 140 Kinoauftritte) hat Jürgens bei vier Filmen Regie geführt: 1949 inszeniert er den Kriminalfilm "Prämien auf den Tod", 1951 die "Gangsterpremiere" und 1960 die Gaunerkomödie "Bankraub in der Rue Latour"; in allen spielt er Haupt- oder tragende Nebenrollen. Sein 1956 entstandenes Drama "Ohne Dich wird es Nacht", in dem er einen morphiumsüchtigen Rechtsanwalt spielt, greift auf überraschend direkte Weise ein tabuisiertes Thema bundesdeutscher Nachkriegs-Wirklichkeit auf.

1976 veröffentlicht Curd Jürgens, der fünf Mal verheiratet war, unter dem Titel "… und kein bißchen weise" seine Memoiren, in denen er ganz seinem Image als Draufgänger, Genussmensch, Frauenheld und Lebemann gerecht wird.

Seinen letzten Bühnenauftritt hat er 1980 bei der Japan-Tournee der Wiener Staatsoper als Bassa Selim in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail". Seine letzte Kinorolle spielt er 1981 als Anwalt eines ehemaligen Nazi-Killers in der internationalen Koproduktion "Teheran 43" ("Killer sind immer unterwegs") an der Seite von Alain Delon. Noch vor der Fertigstellung der deutschen Fassung des Films stirbt Curd Jürgens am 18. Juni 1982 an multiplem Organversagen in Wien, wo er einen seiner zahlreichen Wohnsitze unterhielt. Sein Ehrengrab befindet sich auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Filmografie

1981
  • Darsteller
1980/1981
  • Darsteller
1979
  • Darsteller
1979
  • Darsteller
1979
  • Darsteller
1978/1979
  • Darsteller
1978/1979
  • Darsteller
1978-1981
  • Darsteller
1977/1978
  • Darsteller
1977/1978
  • Darsteller
1976/1977
  • Darsteller
1975/1976
  • Darsteller
1975/1976
  • Darsteller
1975
  • Darsteller
1975
  • Darsteller
1974/1975
  • Darsteller
1974/1975
  • Darsteller
1974
  • Darsteller
1974
  • Darsteller
1973/1974
  • Darsteller
1972/1973
  • Darsteller
1972/1973
  • Darsteller
1971/1972
  • Darsteller
1971/1972
  • Darsteller
1971
  • Darsteller
1971
  • Darsteller
1971
  • Darsteller
1970/1971
  • Darsteller
1970
  • Darsteller
1970
  • Darsteller
1969/1970
  • Darsteller
1969/1970
  • Darsteller
1968/1969
  • Darsteller
1968/1969
  • Darsteller
1968-1970
  • Darsteller
1968
  • Darsteller
1968
  • Darsteller
1968
  • Darsteller
1967-1969
  • Darsteller
1967
  • Darsteller
1965/1966
  • Darsteller
1965/1966
  • Darsteller
1964
  • Darsteller
1963/1964
  • Darsteller
1963/1964
  • Darsteller
1963/1964
  • Darsteller
1963/1964
  • Darsteller
1963
  • Darsteller
1963
  • Darsteller
1963
  • Darsteller
1963
  • Darsteller
1962/1963
  • Darsteller
1962/1963
  • Darsteller
1961/1962
  • Darsteller
1961/1962
  • Darsteller
1961
  • Darsteller
  • Regie
1960
  • Darsteller
1960
  • Darsteller
1959
  • Darsteller
1959
  • Darsteller
1958/1959
  • Darsteller
1958
  • Darsteller
1958
  • Darsteller
1957/1958
  • Darsteller
1957/1958
  • Darsteller
1957/1958
  • Darsteller
1957
  • Darsteller
1957
  • Darsteller
1957
  • Darsteller
1956/1957
  • Darsteller
1956
  • Darsteller
1956
  • Darsteller
  • Regie
  • Drehbuch-Mitarbeit
1955/1956
  • Darsteller
1955-1957
  • Darsteller
1955
  • Darsteller
1955
  • Darsteller
1955
  • Darsteller
1955
  • Darsteller
1955
  • Darsteller
1954/1955
  • Darsteller
  • Dialog-Regie
1954/1955
  • Darsteller
1954
  • Darsteller
1954
  • Darsteller
1954
  • Darsteller
1953/1954
  • Darsteller
1953
  • Darsteller
1953
  • Darsteller
1953
  • Darsteller
1953
  • Darsteller
1952/1953
  • Darsteller
1952
  • Darsteller
1952
  • Darsteller
1951
  • Darsteller
  • Regie
  • Drehbuch
1951
  • Darsteller
1951
  • Darsteller
1950/1951
  • Darsteller
1950
  • Darsteller
1950
  • Darsteller
1950
  • Darsteller
1949
  • Darsteller
  • Regie
  • Drehbuch
  • Idee
1949
  • Darsteller
1948/1949
  • Darsteller
1948/1949
  • Darsteller
1948
  • Darsteller
1948
  • Darsteller
1948
  • Darsteller
1948
  • Darsteller
1947/1948
  • Darsteller
1947/1948
  • Mitwirkung
1947/1948
  • Darsteller
1947
  • Darsteller
1944-1945/1949
  • Darsteller
1943/1944
  • Darsteller
1943/1944
  • Darsteller
  • Gesang
1943
  • Darsteller
1942/1943
  • Darsteller
1942
  • Darsteller
1942
  • Darsteller
1940
  • Darsteller
1940
  • Darsteller
1939/1940
  • Darsteller
1939
  • Darsteller
1938/1939
  • Darsteller
1937
  • Darsteller
1937
  • Darsteller
1937
  • Darsteller
1936
  • Darsteller
1935/1936
  • Darsteller
1935
  • Darsteller