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Haus des Lebens

BR Deutschland 1952 Spielfilm

Inhalt

Dr. Peter Haidt ist in seinem Entbindungsheim täglich mit verschiedensten Schicksalen konfrontiert: So wird Else Kuschitzky beispielsweise nicht von ihrem Mann im Krankenhaus besucht, weil sie ihm nach dem dritten Kind noch immer keinen Sohn geboren hat. Und Sängerin Inges Freude über ihr Ungeborenes wird überschattet von der Angst um den Verlust ihres guten Aussehens und ihrer Stimme. Und Josepha Spratt traut sich nicht, ihrem erwachsenen Sohn zu gestehen, dass sie noch ein Kind erwartet.

Mithilfe von Oberschwester Hedwig und Ärztin Dr. Elisabeth Keller weiß Dr. Haidt jedoch die meisten Probleme seiner Patientinnen zu lösen. Nur in seinem eigenen Privatleben ist es etwas komplizierter: Hedwig ist zwar in ihn verliebt, traut sich aber nicht, ihm ihre Liebe zu gestehen. Stattdessen macht er Elisabeth einen Heiratsantrag, den sie annimmt. Allerdings erfährt sie schon bald von Hedwig, die Elisabeths Krankenakte kennt, dass sie unfruchtbar ist und verlässt daraufhin die Klinik für einige Zeit. In dem Glauben, Peter wolle sie wegen seines ausgeprägten Kinderwunsches nun nicht mehr heiraten, gesteht sie ihm ihr Geheimnis. Peter wusste aber schon bereits vor seinem Heiratsantrag davon und möchte Elisabeth nach wie vor als Frau.

 

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FaSch
Lauter kleine und große Schreihälse
Viele kleine Babys schreien sich in den Schlaf in dieser Klinik, in der Chefarzt Gustav Fröhlich im frisch gebügelten Arztkittel das Skalpell schwingt. Dass der gute Mann 50 Jahre alt ist, scheint die junge Kollegin, gespielt von der 27jährigen Cornell Borchers, nicht zu stören. Sie lässt sich von ihm betören. Rundherum sind Einzelschicksale gestrickt, die die Tränendrüsen anregen. Ein Vater besucht seine Frau nicht, weil sie "nur" ein Mädchen geboren hat (Zeitbezug!). So kommt eine Patientin zu der Einsicht: "Ich hätte nie gedacht, wie ein Kind einen Menschen verändern kann". Auch Curd Jürgens spielt mit, der reichlich unmotiviert als Kammersänger auf den Korridoren der Klinik blumenbewaffnet lauthals singt. "Künstler sind lieb- und herzlos", heißt es später. Die Ärztewelle schwappte in die deutschen Kinos. Nach "Dr. Holl" (1951) fühlte sich auch Karl Hartl bemüßigt, mit dem Alt-Star Gustav Fröhlich einen Mann auf die Leinwand zu bringen, dem man allerdings weder den Arzt noch den Liebhaber abnimmt. Was Hartl klug vermeidet, ist dickaufgetragener Schwulst. Dennoch - Liebe, Verzicht, Reue - dass der Film nicht so richtig reüssierte, lag sicher auch an dem ungeschickten Titel. Ein Film "für eine Wohlstandsgesellschaft, die ihre Selbstgefälligkeit nur zu gern mit Mitleid an Kinoschicksalen garnierte" (Barthel). Und die Babys schreien sich süß und unschuldig weiter in den Schlaf.

Credits

Regie

Schnitt

Darsteller

Alle Credits

Regie

Regie-Assistenz

Standfotos

Schnitt

Darsteller

Produktionsleitung

Aufnahmeleitung

Dreharbeiten

    • Juni 1952 - Juli 1952: München, Atelier München-Geiselgasteig
Länge:
2842 m, 104 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
s/w, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 05.09.1952, 04729, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 12.09.1952, Köln, Schauburg

Titel

  • Originaltitel (DE) Haus des Lebens

Fassungen

Original

Länge:
2842 m, 104 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
s/w, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 05.09.1952, 04729, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 12.09.1952, Köln, Schauburg