Der himmlische Walzer

Österreich 1948 Spielfilm

Inhalt

Im Himmel herrscht Revolution. Die Engel wollen ihre langweiligen Gewänder nicht mehr tragen, sie wollen schicke Kleider, wie die Menschen.
So wird der Engel Angelika auf die Erde entsandt, um sich in Wien beim Modekönig Clemens Maria Weidenauer umzusehen.

 

Als dieser Angelika sieht, ist er entsetzt über die Einfallslosigkeit ihres Engelskostüms und reißt ihr aus Versehen einen Flügel ab. Nun kann sie nicht mehr in den Himmel zurück, es sei denn, sie begeht eine gute Tat.
Da begegnet sie dem jungen Komponisten Hans Lieven, der von ihrer Stimme so angetan ist, dass er ihr ein Engagement am Theater verschafft. Sie hat großen Erfolg, so dass Lieven für ihren nächsten Auftritt einen Walzer komponieren soll. Doch ihm will der große Wurf nicht gelingen. Vor Erschöpfung schläft er ein. Als er wieder aufwacht, liegen die Noten zum "Himmlischen Walzer" neben ihm. Engel Angelika hat nun ihre gute Tat begangen und kann in den Himmel zurück. Doch als die Engel ihr neue Flügel bringen, entscheidet sie sich für die Erde und die Liebe.

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Falk Schwarz
Stoßseufzer eines Routiniers
„Ich möchte mal einen Film ohne Happyend drehen“, sagt der Filmregisseur im Film zu seinem Produzenten. Da Geza von Cziffra das Drehbuch geschrieben hat und im Regiestuhl saß, darf angenommen werden, dass er sich da ein Bonmot von der Seele schrieb. Selbstverständlich hat der Film ein Happyend - das Engelchen entscheidet sich für den hölzernen Paul Hubschmid - und bleibt auf der Erde. Nun sind die „Engel“, die vom Himmel fallen und auf der Erde das Staunen lernen, ein bekannter Topos. Man mag in diesem Zusammenhang nur ungern an „Den Himmel über Berlin“ erinnern, der mit diesem Film soviel gemeinsam hat wie Kaiserschmarrn mit Knäckebrot. Geza von Cziffra wollte leichtfüßige Unterhaltung, eine schwerelos dahinschwebende kleine Fabel, die vom Aufstieg und Erfolg (beides war 1948 eher Schwarzmarkthändlern vorbehalten) erzählt, von den schwerblütigen Menschen, denen die Engel mit ihrer Sanftheit und ihren Flügeln, mit denen sie abheben, wenn es zu eng wird, vormachen wie es sein könnte. Zur selben Zeit liess Kurt Ulrich seinen ersten Nachkriegsfilm „Morgen ist alles besser“ drehen. Genau - darum ging es. Das Heute ist schrecklich, das Morgen muss besser werden, denn ohne Hoffnung kann kein Mensch glücklich sein. Und glücklich soll doch jeder zahlende Kinogänger werden! Zu dieser Weisheit setzt Cziffra einen hochfahrenden, frechen Theaterdirektor ein (Hans Olden), der alle Register seiner Wut ziehen darf (es gab genug Wut in der Gesellschaft, z.B. über Nazis, die so taten, als wäre da nie etwas gewesen...), der aber natürlich ein Herz aus Gold besitzt, wenn er der hübschen, zerbrechlichen Elfie Mayerhofer das verweigerte Engagement dann doch zubilligt. Also der übliche Kanon, nichts, was heute ernst zu nehmen wäre, nichts, was zur Filmgeschichte gehört. Eher ein leises Lüftchen... „Es wird nach einem Happyend im Film jewöhnlich abjeblendt‘“ Tucholsky wusste warum.

Credits

Kamera

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Darsteller

Produktionsfirma

Produzent

Alle Credits

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Produzent

Produktionsleitung

Dreharbeiten

    • 21.01.1948 - März 1948: Wien, Atelier Wien-Sievering
Länge:
2551 m, 93 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
s/w, Ton
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): September 1948 [Alliierte Militärzensur];
Zensur (DE): November 1948 [Alliierte Militärzensur]

Aufführung:

Uraufführung (AT): 03.09.1948, Wien, Apollo;
Erstaufführung (DE): 04.09.1948, Neustadt a.d. Haardt, Palast-Theater

Titel

  • Originaltitel (AT) Der himmlische Walzer

Fassungen

Original

Länge:
2551 m, 93 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
s/w, Ton
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): September 1948 [Alliierte Militärzensur];
Zensur (DE): November 1948 [Alliierte Militärzensur]

Aufführung:

Uraufführung (AT): 03.09.1948, Wien, Apollo;
Erstaufführung (DE): 04.09.1948, Neustadt a.d. Haardt, Palast-Theater