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Daniel Brühl

Weitere Namen
Daniel César Martín Brühl González Domingo (Geburtsname)
Darsteller
Barcelona, Spanien

Biografie

Daniel Brühl, geboren am 16. Juni 1978 in Barcelona als Sohn des Regisseurs Hanno Brühl und einer spanischen Lehrerin, wuchs in Köln auf. Mit acht Jahren gewann er einen Vorlesewettbewerb und bekam anschließend beim WDR Rollen in Hörspielen. Auch als Synchronsprecher begann er zu arbeiten. Erste Auftritte als Darsteller im Fernsehen folgten, so beispielsweise in der Serie "Freunde fürs Leben" (1992) und in Roland Suso Richters TV-Film "Svens Geheimnis" (1994). Für kurze Zeit spielte er auch in der Daily Soap "Verbotene Liebe" in der ARD ein Straßenkind.

Nach seinem Abitur konzentrierte sich Daniel Brühl ganz auf die Schauspielerei. Neben einigen weiteren Fernsehrollen folgte 1999 sein erster Kinofilm "Schlaraffenland" unter der Regie von Friedemann Fromm. Von da an war er hauptsächlich in Hauptrollen zu sehen und wurde schnell zu einem der jungen Stars des deutschen Kinos. So spielte er in Marco Petrys "Schule" (2000) einen von drei Abiturienten, die noch einiges erleben wollen, bevor der Ernst des Lebens beginnt, in Benjamin Quabecks "Nichts bereuen" (2001) einen Zivildienstleistenden in Liebesnöten. Für diese Rolle wurde er mit dem "New Faces Award" ausgezeichnet, mit Jessica Schwarz, seiner Partnerin im Film, war Brühl nach den Dreharbeiten bis 2006 liiert.

 

In "Das weiße Rauschen" (2001) von Hans Weingartner verkörperte er äußerst sensibel einen an Schizophrenie erkrankenden jungen Mann. Für diese Darstellung und seine Leistungen in "Nichts bereuen" und Zoltan Spirandellis "Vaya Con Dios" wurde er 2002 mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Einen weiteren deutschen Filmpreis sowie den Europäischen Filmpreis erhielt er im folgenden Jahr für Wolfgang Beckers immens erfolgreiche Wende-Komödie "Good Bye, Lenin" (2003), in der er seiner ans Bett gefesselten Mutter, gespielt von Katrin Saß, mit allen erdenklichen Tricks das Ende der DDR verheimlicht. In Züli Aladags "Elefantenherz" verkörperte er einen Boxer, der ganz nach oben will.

Nach Rollen in dem tragisch-romantischen Schülerdrama "Was nützt die Liebe in Gedanken" von Achim von Borries und Michael Kliers getragenem "Farland" (beide 2004) folgte mit "Die fetten Jahre sind vorbei", wieder unter der Regie von Hans Weingartner, ein weiterer Höhepunkt seiner Karriere. Die Rolle des Amateur-Revolutionärs und unfreiwilligen Entführers Jan in ihrer Mischung aus Geradlinigkeit und Idealismus, Naivität und Energie ist für viele von Brühls Rollen typisch – und brachte ihm einen weiteren Europäischen Filmpreis ein.

In den folgenden Jahren arbeitete Brühl zunehmend in internationalen Produktionen, so in Charles Dances romantischem Drama "Ladies in Lavender" ("Der Duft von Lavendel", 2004) an der Seite von Judi Dench und Maggie Smith, in Christian Carions Film über den "Weihnachtsfrieden" im Grabenkrieg von 1914, "Merry Christmas" (2005), und in der Titelrolle als Anarchist und Bankräuber im spanischen Erfolgsfilm "Salvador (Puig Antich)" ("Salvador – Kampf um die Freiheit", 2006), für den er in Spanien mit Preisen überhäuft wurde und unter anderem einen Goya als Bester Hauptdarsteller erhielt. Er spielte außerdem in Paul Greengrass Kassenhit "The Bourne Ultimatum" ("Die Bourne Verschwörung", 2006) und Julie Delpys "Zwei Tage Paris" (2007).

In Deutschland ist er 2006 in Sebastian Schippers "Ein Freund von mir" (2006) an der Seite von Jürgen Vogel zu sehen und als einer der Zauberlehrlinge und Freund des Titelhelden in Marco Kreuzpaintners Otfried-Preußler-Verfilmung "Krabat" (2008). 2009 sieht man Brühl in eine ganzen Reihe weiterer prestigeträchtiger Produktionen, darunter das Zweite-Weltkriegs-Drama "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino, Julie Delpys Historienfilm "Die Gräfin" und Alain Gsponers Gesellschaftskomödie "Lila, Lila".

Von einer ungewohnt unsympathischen Seite zeigt er sich in Leander Haußmanns "Dinosaurier - Gegen uns seht ihr alt aus!", in dem er einen skrupellosen Banker verkörpert, der eine Rentnerin um ihr Haus bringt. Ende 2010 gehört er zum hochkarätigen Ensemble von Lars Kraumes düsterem Gesellschaftsdrama "Die kommenden Tage".

Eine Rolle, die ihm förmlich auf den Leib geschrieben zu sein scheint, spielt er in "Der ganz große Traum", der im Februar 2011 in den deutschen Kinos startet: basierend auf einer wahren Geschichte gibt er darin den idealistischen Lehrer Konrad Koch, der im Jahr 1874 dazu beitrug, den Fußballsport in Deutschland bekannt und populär zu machen.

Im gleichen Jahr spielt er in der international besetzten Generationenkomödie "Und wenn wir alle zusammenziehen?" einen Ethnologiestudenten, der den Alltag in einer Senioren-WG erforschen will. In dem spanischen Science-Fiction-Drama "Eva" ("Eva – Gefühle kann man nicht programmieren", 2011) sieht man ihn dann als genialischen Programmierer, der einen menschenähnlichen Roboter entwickeln soll. Kleinere Rollen hat Brühl als Priester in dem spanischen Horrorfilm "Intruders" (2012), als Großstadt-Fee in Julie Delpys exzentrischer Komödie "2 Tage New York" (F/D 2012) und als Sohn eines berühmten Roulettespielers in der spanischen Produktion "Los Pelayos" (2012).

2013/2014 wirkt er in zwei aufwändigen Co-Produktionen mit: So gehört er neben Philip Seymour Hoffman und Rachel McAdams zum Ensemble von Anton Corbijns John-Le-Carré-Verfilmung "A Most Wanted Man" (2014) und gibt in Ron Howards Rennfahrer-Drama "Rush – Alles auf Sieg" (USA/GB/D 2013) den legendären Niki Lauda. Außerdem steht er für den neuen Film von Wolfgang Becker vor der Kamera: In "Ich & Kaminski" (2015) verkörpert Brühl einen zynischen Journalisten, der mit einem greisen Künstler zu einer Reise quer durch Europa aufbricht.

Filmografie

2015/2016
  • Darsteller
2015/2016
  • Darsteller
2013-2015
  • Darsteller
2012/2013
  • Darsteller
2012-2014
  • Darsteller
2011/2012
  • Darsteller
2010/2011
  • Darsteller
2010/2011
  • Darsteller
  • Synchronsprecher
2009/2010
  • Darsteller
2009
  • Darsteller
2008/2009
  • Darsteller
2008/2009
  • Darsteller
2007-2009
  • Darsteller
2007
  • Darsteller
2006/2007
  • Darsteller
2006-2008
  • Darsteller
2004/2005
  • Darsteller
2004-2006
  • Darsteller
2003/2004
  • Darsteller
2003
  • Darsteller
2002-2004
  • Darsteller
2001/2002
  • Darsteller
2001-2003
  • Darsteller
2000/2001
  • Darsteller
2000/2001
  • Darsteller
2000
  • Darsteller
2000
  • Darsteller
2000
  • Darsteller
2000
  • Darsteller
1999/2000
  • Darsteller
1999/2000
  • Darsteller
1999-2001
  • Darsteller
1998/1999
  • Synchronsprecher
1998/1999
  • Darsteller
1997/1998
  • Darsteller