Weitere Namen
Eugen Johannes Riemann (Geburtsname)
Darsteller, Regie, Regie-Assistenz, Drehbuch, Musik
Berlin Konstanz

Biografie

Johannes Riemann wird am 31. Mai 1888 in Berlin geboren. Durch den frühen Tod des Vaters in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, strebt er nach seiner Aufnahme in den Berliner Hof- und Domchor als Jugendlicher zunächst eine Karriere als Oratorien-Sänger an. Doch der Stimmbruch führt ihn auf den Rat eines Lehrers einer anderen Kunst zu: der Schauspielerei.

Riemann nimmt Unterricht bei Anna von Strantz-Führing und Alexander Strakosch und erhält 1908, mit 20 Jahren, sein erstes Engagement am Hebbel-Theater in Berlin. Im Folgenden spielt er auf Provinzbühnen in Teplitz, Meran und Marienbad, 1911 ist er an der Volksbühne Berlin, eine Spielzeit später geht er ans Hoftheater nach Weimar. 1916 schließlich holt ihn Max Reinhardt nach Berlin zurück und gibt ihm eine Stelle am Deutschen Theater.

Zur gleichen Zeit lernt Riemann die Schauspielerin Henny Porten kennen, die ihm nach einer Theateraufführung zu seiner ersten Filmrolle verhilft: an ihrer Seite in "Gelöste Ketten", der noch 1916 Premiere feiert. Bekannt wird Riemann dann 1919 durch "Veritas Vincit", einem aufwändigen Historienfilm in drei Episoden von Joe May, in dem er neben dessen Ehefrau Mia May agiert.

 


Von da an ist Riemann ein viel beschäftigter Schauspieler, der zwischen 1919 und 1926 vier bis zehn Filme pro Jahr dreht. Gerade Anfang der 1920er arbeitet er regelmäßig mit Regisseur Friedrich Zelnik zusammen. So steht er für ihn in "Anna Karenina" (1920) vor der Kamera. Aber auch in einzelnen Filmen von Lupu Pick, Carl Boese und Robert Wiene ist er zu sehen.

In der ersten Hälfte der 1930er beginnt Riemann sowohl als Drehbuchautor tätig zu werden als auch auf den Regiestuhl zu wechseln – ohne allerdings seine Schauspielkarriere deswegen aufzugeben. Sein Metier sind vor allem leichte Unterhaltungsfilme, etwa "Ich sehne mich nach dir" (1934), "Die große und die kleine Welt" (1935/36) und "Gauner im Frack" (1937).

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 stellt für seine Karriere ebenso wenig ein Problem dar, wie zuvor der Wechsel zum Tonfilm. Tatsächlich bekundet Riemann sogar seine Sympathie für das Dritte Reich und wird im Gegenzug 1939 von Adolf Hitler zum Staatsschauspieler ernannt. Trotzdem nehmen die Rollenangebote um 1943 deutlich ab und Johannes Riemann wechselt wieder zum Theater.

Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vermag er nicht mehr an frühere Erfolge anzuknüpfen, sondern ist als mittlerweile beinahe 70-Jähriger nur noch sehr vereinzelt auf der großen Leinwand zu sehen – etwa in Géza von Cziffras "Der schräge Otto" (1956) und dem Heimatfilm "Zwei Bayern im Harem" (1957).

Johannes Riemann stirbt am 20. September 1959 in Konstanz.

FILMOGRAFIE

1957/1958
  • Mitwirkung
1957
  • Darsteller
1957
  • Darsteller
1956
  • Darsteller
1956
  • Darsteller
1949/1950
  • Mitwirkung
1943/1944
  • Darsteller
1942/1943
  • Darsteller
1942/1943
  • Darsteller
1942
  • Darsteller
1941/1942
  • Darsteller
1941/1942
  • Darsteller
1941/1942
  • Darsteller
  • Gesang
1941
  • Darsteller
1941
  • Darsteller
  • Drehbuch
1941
  • Darsteller
1940/1941
  • Darsteller
1939/1940
  • Darsteller
1939
  • Darsteller
1939
  • Darsteller
1939
  • Darsteller
1938/1939
  • Darsteller
1938
  • Darsteller
1937/1938
  • Darsteller
1937
  • Regie
  • Drehbuch
1936
  • Regie
  • Drehbuch
1936
  • Darsteller
  • Dialog-Regie
1936
  • Regie
1935/1936
  • Regie
  • Drehbuch
1935
  • Regie
1934
  • Regie
  • Drehbuch
1933
  • Darsteller
1932/1933
  • Darsteller
1932/1933
  • Darsteller
1931/1932
  • Darsteller
1931
  • Darsteller
1931
  • Darsteller
1931
  • Darsteller
1931
  • Darsteller
1930/1931
  • Darsteller
1928
  • Darsteller
1926
  • Darsteller
1926
  • Darsteller
1925
  • Darsteller
1925
  • Darsteller
1925
  • Darsteller
1925
  • Darsteller
1924
  • Darsteller
1924
  • Darsteller
1924
  • Darsteller
1924
  • Darsteller
1923
  • Darsteller
1923
  • Darsteller
1922/1923
  • Darsteller
1922
  • Darsteller
  • Drehbuch
1921/1922
  • Darsteller
1921/1922
  • Darsteller
1921
  • Darsteller
1921
  • Darsteller
1921
  • Darsteller
1921
  • Darsteller
1921
  • Darsteller
1920/1921
  • Darsteller
1920
  • Darsteller
1920
  • Darsteller
1920
  • Darsteller
1920
  • Darsteller
1920
  • Darsteller
1920
  • Darsteller
1920
  • Darsteller
1919/1920
  • Darsteller
1919
  • Darsteller
1919
  • Darsteller
1919
  • Darsteller
1919
  • Darsteller
1919
  • Darsteller
1918/1919
  • Darsteller
1918
  • Darsteller
1918
  • Darsteller
1918
  • Darsteller
1918
  • Darsteller
1918
  • Darsteller
1917
  • Darsteller
1916/1917
  • Darsteller
1916
  • Darsteller