Darsteller
Düsseldorf

Biografie

Bastian Trost wurde am 29. März 1974 in Düsseldorf geboren und besuchte die Westfälische Schauspielschule in Bochum. Bereits mit 16 Jahren übernahm er Rollen in "Medea" und "König Lear" am Düsseldorfer Schauspielhaus. Danach war er unter anderem in "Romeo and Juliet" (1991, Kolb-Halle Köln), "Der gute Dieb" ( 1998, Deutsches Theater Baracke) und "The Beach" (2001, Volksbühne Berlin) zu sehen.

Seit 2002 ist er Mitglied der 1994 gegründeten Künstlergruppe "Gob Squad", die in Nottingham und Berlin beheimatet ist und sich auf die Vereinigung von Theater, Neuen Medien und Technologie konzentriert (Video Performances, Installationen, Filme, Live Events). Im Rahmen dieser Arbeit spielte Trost erneut an der Volksbühne Berlin in "Gob Squad's Kitchen (You've Never Had it So Good)" (2007) und "Me the Monster" (2007).

Trost hatte TV-Auftritte in

Jo Baiers "Der Laden" (1997) und "Die Stunde der Offiziere" als Oberleutnant Haeften, einem Doku-Drama über das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. Außerdem übernahm er Rollen in "Tatort" ("Blaues Blut", 1999, ""Der dunkle Fleck",2002), "Commissario Brunetti- Venezianische Scharade" und "Bella Block" ("Blackout", 2006).

Trosts Kinodebüt war das 1994 erschienene historische Drama "Maries Lied". Danach spielte er kleine bis mittlere Rollen unter anderem in "Aimée & Jaguar" (1998, Regie: Max Färberböck), "Solino" (2002, Fatih Akin), "Baader" (2002, Christopher Roth) und "Frau fährt, Mann schläft" (2004, Rudolf Thome). Seine erste Kinohauptrolle hatte Trost in Benjamin Heisenbergs "Schläfer" als Johannes, der hin- und hergerissen ist zwischen der Treue zu seinem Freund und Kollegen, der unter Terrorverdacht steht, und seiner Karriere als Virologe, die er mit einem Verrat an der Freundschaft forcieren kann. Im oscarprämierten Film "Das Leben der Anderen" (2006) war Trost in einer kleinen Rolle als Stasi-Häftling zu sehen.

Nach weiteren Nebenrollen, etwa in Volker Sattels "After Effect" (2007), spielte Bastian Trost in Almut Gettos preisgekrönter Liebesgeschichte "Ganz nah bei Dir" (2009) an der Seite von Katharina Schüttler erneut eine Kinohauptrolle. Darüber hinaus sah man ihn in der "Tatort"-Folge "Architektur eines Todes" (2009) und in Tatjana Turanskyjs Regiedebüt "Eine flexible Frau" (2010), das im Forum der Berlinale 2010 Premiere feierte.

In Lola Randls Drama "Die Erfindung der Liebe" (2011) gab er in einer Hauptrolle den Freund der weiblichen Hauptfigur, die ihn anstiftet, eine todkranke Millionärin (Sunnyi Melles) des Erbes wegen zu heiraten. Zur erneuten Zusammenarbeit mit Randl kam es 2016 in "Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer?", der 2018 auf dem Filmfest München Premiere feierte.

Ebenfalls 2016 fanden die Dreharbeiten zu Florian Henckel von Donnersmarcks Künstlerbiografie "Werk ohne Autor" statt, die sowohl bei den Academy Awards als auch bei den Golden Globes 2019 als bester fremdsprachiger Film nominiert war und in der Bastian Trost in einer Nebenrolle einen Hausarzt spielte.

Auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis wurde 2018 Eibe Maleen Krebs' Drama "Draußen in meinem Kopf" uraufgeführt, in dem Samuel Koch in der Hauptrolle und Trost als Pastor zu sehen sind. Regisseur Max Linz besetzte ihn 2017 als Doktoranden in "Weitermachen Sansouci", einer Satire über die Verwandlung des Universitätsbetriebs in eine turbokapitalistische Forschungsmaschinerie, die im Forum der Berlinale uraufgeführt wurde und im Oktober 2019 in die Kinos kam.

Daneben ist Bastian Trost weiterhin mit Projekten der Künstlergruppe "Gob Squad" befasst und arbeitet zudem auch als Hörbuchsprecher ("Das Bildnis des Dorian Gray"/WDR, "Wilhelm Meister"/MDR).

Im Februar 2021 gehörte Trost zu den 185 lesbischen, schwulen, bisexuellen, queeren, nicht-binären und trans* Unterzeichner*innen des Manifests #actout und war damit Teil des Massen-Coming-Outs auf der Titelseite des Magazins der Süddeutschen Zeitung. Angestoßen von Karin Hanczewski, Godehard Giese und Eva Meckbach, positionierte sich die Initiative gegen Diskriminierung und forderte mehr Sichtbarkeit und Diversität in der Theater-, Film und Fernsehbranche.

 

FILMOGRAFIE

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