Weitere Namen
Gisela Friedlinde Schreck (Geburtsname)
Darstellerin, Drehbuch
Leipzig Köln

Biografie

Gisela Uhlen, geboren als Gisela Friedlinde Schreck am 16. Mai 1919 in Leipzig. Sie ist das vierte Kind des Spirituosen-Fabrikanten und ehemaligen Opernsängers Augustin Schreck und seiner Frau Luise Frieda, geborene Richter-Wappler. Am Leipziger Konservatorium besucht sie die Kinderklasse der Mary-Wigman-Tanzschule für modernen Ausdruckstanz, an der Opernschule lernt sie klassisches Ballett und Akrobatik. Mit 15 Jahren beschließt sie, Theaterschauspielerin zu werden und wählt den Künstlernamen Gisela Uhlen.
Nach der Abschlussprüfung als Tänzerin privater Schauspielunterricht in Berlin, noch während der Ausbildungszeit Heirat mit dem Ballettmeister Herbert Freund.

Mit 17 erstes Engagement am Staatstheater in Bochum. 1938 holt Heinrich George die viel versprechende junge Schauspielerin an das Berliner Schiller-Theater, wo sie bis zum Kriegsende tätig sein wird. Bereits vor ihrem ersten Bühnenengagement hat Gisela Uhlen Probeaufnahmen bei der Ufa gemacht. Sie bekommt daraufhin die Hauptrolle in "Annemarie. Die Geschichte einer Jungen Liebe." Der nationalistisch gefärbte Liebesfilm wird nach 1945 mit einem Aufführungsverbot belegt. Darin spielt Uhlen eine junge Organistin, deren Geliebter sich freiwillig an die Front meldet und dort zu Tode kommt.

 

In "Der 5. Juni. Einer unter Millionen" und "Zwischen Himmel und Erde" mimt sie erneut junge Soldatenbräute. Filme wie "Liebelei und Liebe", "Zwischen Hamburg und Haiti", "Mann für Mann" oder "Rembrandt" sind weitere Stationen ihrer Karriere im NS-Kino, das gezielt propagandistische Inhalte in vermeintlich unpolitischen Unterhaltungsfilmen platziert.

Nach Kriegsende erhält Uhlen eine Arbeitserlaubnis als "nicht betroffen" und kehrt zunächst ans Theater zurück. Mit ihrem dritten Ehemann Hans Bertram schreibt sie das Drehbuch zum Drei-Generationen-Drama "Eine grosse Liebe" und übernimmt auch eine der weiblichen Hauptrollen. Der Film erweist sich jedoch ebenso als Misserfolg wie Bertrams zweiter Nachkriegsfilm "Türme des Schweigens". Gisela Uhlen lässt sich von Bertram scheiden und heiratet 1953 den Schauspieler Wolfgang Kieling. Um im Rechtstreit mit Bertram nicht das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Barbara zu verlieren, flieht Gisela Uhlen mit der neuen Familie zunächst in die Schweiz, ein Jahr später in die DDR. Dort spielt sie am Ostberliner Deutschen Theater und dreht bei der DEFA.

Nach Geburt der Tochter Susanne spielt Gisela Uhlen im Historiendrama "Robert Mayer – Der Arzt aus Heilbronn". Nach der Trennung von Kieling heiratet sie in fünfter Ehe den DEFA-Regisseur Herbert Ballmann und wirkt in dessen Filmen "Das Traumschiff" und "Der Prozess wird vertagt" mit.

Nach ihrem Auftritt in "Reifender Sommer" kehrt Gisela Uhlen in den Westen zurück und spielt dort erneut am Berliner Schiller-Theater. 1953 beginnt Gisela Uhlen auch fürs Fernsehen zu arbeiten. Zunächst wirkt sie in Verfilmungen von Theaterstücken mit, in den 60er Jahren hat sie bevorzugt Gastauftritte in Krimis.
Als Leinwanddarstellerin wird Gisela Uhlen u.a. in den drei Edgar-Wallace-Krimis "Die Tür mit den sieben Schlössern", "Das Indische Tuch" und "Der Bucklige von Soho" besetzt. In den 70er und 80er Jahren ist sie jedoch nur noch selten an Kinofilmen beteiligt, dafür arbeitet sie verstärkt für das Fernsehen und ist weiterhin auf der Bühne präsent.

Rainer Werner Fassbinder gibt ihr in seiner Theaterproduktion "Frauen in New York" am Hamburger Schauspielhaus gleich zwei Rollen. Unter Fassbinders Regie tritt Gisela Uhlen auch in "Die Ehe der Maria Braun" auf. Für ihre Darstellung der Mutter von Hanna Schygullas Maria wird sie mit dem Bundesfilmpreis in Gold ausgezeichnet.

Gisela Uhlen bleibt eine viel beschäftigte Bühnen- und Fernsehschauspielerin. Sporadisch kehrt sie auch auf die Leinwand zurück, so 1990 in "Toto le Héros", dem von der Kritik hoch gelobten Spielfilmdebüt des Belgiers Jaco van Dormael.

Ihre Lebenserinnerungen hat Gisela Uhlen in mehreren Büchern verarbeitet: "Mein Glashaus. Roman eines Lebens." (1978), "Meine Droge ist das Leben" (1993) und "Umarmungen und Enthüllungen. Collage eines Lebens." (2002).

Gisela Uhlen hat zwei Töchter, Barbara Bertram, geb. 15.2.1945, und Susanne Uhlen, geb. 17.1.1955, die ebenfalls Schauspielerin ist.

Nach längerer Krankheit stirbt Gisela Uhlen am 16. Januar 2007 in Köln.

FILMOGRAFIE

1998
  • Darsteller
1996
  • Darsteller
1992
  • Darsteller
1992
  • Darsteller
1990/1991
  • Darsteller
1990
  • Darsteller
1986
  • Darsteller
1985
  • Darsteller
1985
  • Darsteller
1983
  • Darsteller
1980
  • Darsteller
1978
  • Darsteller
1977
  • Darsteller
1975/1976
  • Darsteller
1975
  • Darsteller
1975
  • Darsteller
1974/1975
  • Darsteller
1973/1974
  • Darsteller
1973/1974
  • Darsteller
1973
  • Darsteller
1972
  • Darsteller
1972
  • Darsteller
1970
  • Darsteller
1967/1968
  • Darsteller
1967/1968
  • Darsteller
1967
  • Darsteller
1966/1967
  • Darsteller
1966
  • Darsteller
1965
  • Darsteller
1964/1965
  • Darsteller
1964/1965
  • Darsteller
1964
  • Darsteller
1964
  • Darsteller
1964
  • Darsteller
1963
  • Darsteller
1961
  • Darsteller
1961
  • Darsteller
1960/1961
  • Darsteller
1959
  • Darsteller
1957/1958
  • Darsteller
1956
  • Darsteller
1955
  • Darsteller
1952
  • Darsteller
1951
  • Darsteller
1950
  • Darsteller
1949
  • Darsteller
  • Drehbuch
1944/1945
  • Darsteller
1943/1944
  • Darsteller
1943
  • Darsteller
1941/1942
  • Darsteller
1941/1942
  • Darsteller
1941/1942
  • Darsteller
1941/1942
  • Darsteller
1938/1939
  • Darsteller
1938
  • Darsteller
1938
  • Darsteller