Darsteller, Regie, Drehbuch, Kamera, Ton, Produzent
Ravensburg

Biografie

Michael Kranz wurde am 17. April 1983 in Ravensburg geboren. Sein Vater war Oberarzt im Zentrum für Psychiatrie Bad Schussenried, weshalb die Familie in einer Dienstwohnung auf dem damaligen Klinikgelände lebte. Als 17-jähriger Schüler ging Kranz in die USA, wo er für ein Jahr im Indianerreservat Pine Ridge lebte und 2001 einen High-School-Abschluss machte. Zurück in Deutschland besuchte er das Gymnasium Studienkolleg St. Johann Blönried und absolvierte 2003 sein Abitur. Nach dem Abschluss seiner Schauspielausbildung an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule (2004-2008) begann Kranz als freier Schauspieler zu arbeiten. Er stand unter anderem an den Münchner Kammerspielen auf der Bühne, reüssierte aber vor allem in Kino- und Fernsehrollen.  

Seine ersten, kleineren Auftritte hatte er als Gendarm in Marcus H. Rosenmüllers "Räuber Kneißl" (2008), als Tutor in Michael Hanekes "Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte" (2009) und als deutscher Soldat in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" (2009). In Steven Spielbergs "War Horse" ("Gefährten", US 2010) war er ein deutscher Offizier, in Rosenmüllers "Sommer der Gaukler" (DE/AT 2011) ein Kutscher. Joseph Vilsmaier besetzte ihn in dem Bergsteigerdrama "Nanga Parbat" (2010) in der Nebenrolle des historischen Extrembergsteigers Hans Saler.

Zentrale Rollen hatte Kranz in Sebastian Sterns HFF-Abschlussfilm "Die Hummel" (2010) als Sohn eines gescheiterten Provinzunternehmers (Jürgen Tonkel), als Mitglied einer Grunge-Band in "Local Heroes" (AT 2013) und als Cousin und Mitstreiter der Titelheldin in der preisgekrönten Schnitzler-Verfilmung "Fräulein Else" (DE/AT/IN 2013).

Tragende Rollen spielte er beispielsweise als Hofnarr in "Das Märchen von der Prinzessin, die unbedingt in einem Märchen vorkommen wollte" (2013), als bester Kumpel der Hauptfigur (Jonas Nay) in dem Schizophrenie-Drama "Hirngespinster" (2014), als SS-Unterscharführer Franz Xaver Lechner in "Elser" (2015) und als Bauer in dem Märchenfilm "König Laurin" (2016).  

Von 2017 bis 2019 hatte Kranz in der preisgekrönten Politsatire-Serie "Hindafing" eine durchgehende Rolle als Stadtpfarrer Kraus. Für seine Leistung in dem gesellschaftskritischen Sciene-Fiction-Film "Falter" wurde er 2019 beim Queen Palm International Film Festival Palm Springs (USA) und bei den Hyperwave Spring Award in Los Angeles mit Darstellerpreisen ausgezeichnet. 2020 sah man ihn in der Miniserie "Oktoberfest 1900" (DE/CZ) als intriganten Stadtrat.

Parallel zu seiner Schauspielarbeit studierte Michael Kranz Dokumentarfilm-Regie und Fernsehpublizistik an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München. Sein Social Spot "MYborder's JOYfence" (2018), der das fiktive Produkt "JOYfence" bewirbt, eine Art Grenzzaun zum Mitnehmen, wurde unter anderem mit dem First Steps Award und dem Spotlight Student Award in Gold und Silber ausgezeichnet. Mit "MYborder's JOYfence" wollte Kranz ein Plädoyer für mehr Miteinander in der Gesellschaft und einen offenen gesellschaftlichen Dialog abgeben.

Bereits 2017 begann er mit der Arbeit an seinem HFF-Abschlussfilm "Was tun", in dem er sich auf die Suche nach einer jungen Prostituierten aus Michael Glawoggers Dokumentarfilm "Whore's Glory" begibt, eine Suche, die ihn in das Zwangsprostitutionsmilieu von Bangladesch führte. Während der Dreharbeiten veröffentliche Kranz einen Spendenaufruf über Facebook und initiierte mit dem gesammelten Geld ein Kinderheim und später noch ein Ausbildungsprojekt für ehemalige Zwangsprostituierte. Schließlich ging aus dem Engagement das "Bondhu Projekt" hervor, ein Verein, der sich zusammen mit einer NGO in Bangladesch für die Rechte der Frauen und Kinder in den Bordellen um Faridpur einsetzt.

Als Schauspieler stand Kranz während der Arbeit an seinem eigenen Film in Nebenrollen unter anderem für Uli Edels historisches Familienepos "Der Club der singenden Metzger" (2019, TV), das Jugenddrama "Hannes (2020) und die "Tatort"-Folge "Das ist unser Haus" (2020) vor der Kamera.

"Was tun" wurde im Mai 2020 beim digitalen Münchner DOK.fest uraufgeführt. Bei den Biberacher Filmfestspielen gewann er den Preis als Bester Dokumentarfilm; beim Deutschen Dokumentarfilmpreis 2021 wurde er mit dem Förderpreis des Hauses des Dokumentarfilms und dem Publikumspreis der Landesschau ausgezeichnet. Im März 2022 startete "Was tun" regulär in den Kinos. Zwei Monate später wurde Kranz beim Bayerischen Filmpreis für "Was tun" mit dem Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet.

FILMOGRAFIE

2021/2022
  • Darsteller
2020
  • Darsteller
2019/2020
  • Darsteller
2017-2020
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Produzent
2018-2020
  • Darsteller
2019
  • Darsteller
2017-2019
  • Darsteller
2018
  • Darsteller
2017/2018
  • Darsteller
2016/2017
  • Darsteller
2016/2017
  • Darsteller
2015/2016
  • Darsteller
2015/2016
  • Darsteller
2015/2016
  • Darsteller
2015/2016
  • Darsteller
2014/2015
  • Darsteller
2014/2015
  • Darsteller
2014/2015
  • Darsteller
2013/2014
  • Darsteller
2013/2014
  • Darsteller
2014
  • Darsteller
2011-2013
  • Darsteller
2012/2013
  • Darsteller
2011/2012
  • Darsteller
2012
  • Darsteller
2010/2011
  • Synchronsprecher
2010/2011
  • Darsteller
2010/2011
  • Darsteller
2009/2010
  • Darsteller
2009/2010
  • Darsteller
2010
  • Sprecher
2010
  • Regie
  • Drehbuch
  • Ton
2009
  • Darsteller
2009
  • Darsteller
2007/2008
  • Darsteller