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Alle Fotos (11)Biografie
Claudia Michelsen, geboren am 4. Februar 1969 in Dresden, studierte an der Ernst-Busch-Schauspielschule in Berlin und gab 1989 ihr Kinodebüt in Rainer Simons "Die Besteigung des Chimborazo", gefolgt von einigen Fernsehfilmen sowie Jean-Luc Godards "Allemagne 90 neuf zéro" ("Deutschland Neu(n) Null", F 1991). Daneben widmete sich Michelsen verstärkt der Theaterarbeit: Von 1990 bis 1995 hatte sie ein Engagement an der Berliner Volksbühne, wo sie unter anderem in Shakespeares "Sturm" und als Ulrike Meinhof in "Rosa Luxemburg – Rote Rosen für Dich" zu sehen war.
Ab Mitte der 1990er-Jahre war Claudia Michelsen vor allem in TV-Produktionen zu sehen. Hier hatte sie unter anderem tragende Rollen in anspruchsvollen Großproduktionen wie Heinrich Breloers "Das Todesspiel" und Roland Suso Richters "Der Tunnel". Für ihre Rolle in dem Fernsehspiel "Das schafft die nie" wurde sie beim Filmfestival Max Ophüls Preis als "Beste Darstellerin" ausgezeichnet. Seit ihrem hoch gelobten Part in der schwarzen Komödie "Drei Chinesen mit dem Kontrabass" im Jahr 1999 war Michelsen immer häufiger auch im Kino zu sehen, zumeist in Nebenrollen.
2006 spielte sie in der Liebesgeschichte "Maria an Callas" an der Seite von Götz George erneut eine Hauptrolle. Es folgten Nebenrollen in den erfolgreichen Kinderfilmen "Paulas Geheimnis" und, als Fußballer-Mama, in Teil 3 und Teil 4 der "Wilden Kerle". An der Seite von Devid Striesow spielte Michelsen 2007 die Hauptrolle in dem TV-Drama "12 heisst: Ich liebe Dich", über eine DDR-Bürgerin, die wegen Westkontakten in Haft genommen wird, und sich in den sie verhörenden Stasi-Offizier verliebt. Im gleichen Jahr sah man sie in der Hauptrolle des österreichischen Beziehungsdramas "42plus", in dem sie eine Ehefrau und Mutter spielte, die während eines Sardinien-Urlaubs eine Affäre mit einem Teenager beginnt.
Von einer Nebenrolle in Sönke Wortmanns Bestseller-Adaption "Die Päpstin" (2009) abgesehen, spielte Michelsen in den folgenden drei Jahren ausschließlich Fernsehrollen; seit 2009 gehörte sie zum Ensemble der Krimiserie "Flemming". 2010 meldete Claudia Michelsen sich mit der weiblichen Hauptrolle in der satirischen Midlife Crisis-Komödie "Mensch Kotschie" auf der Kinoleinwand zurück.