Produzent
Frechen

Biografie

Janine Jackowski wurden 1976 in Frechen geboren und studierte von 1998 bis 2002 Filmproduktion an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München. 1999 gründete sie noch als Studentin zusammen mit ihrer Kommilitonin Maren Ade die Produktionsfirma Komplizen Film, mit der unter anderem Ades Kurzfilm "Ebene 9" (2000) und der mittellange, mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilm "Karma Cowboy" (2002) von Sonja Heiss und Vanessa Van Houten realisiert wurden.  

Der erste abendfüllende Film der Firma war 2003 Ades HFF-Abschlussfilm "Der Wald vor lauter Bäumen", der zu einem großen Erfolg avancierte: Beim renommierten Sundance Film Festival (USA) erhielt er 2005 den Special Jury Award, beim IndieLisboa Festival (Portugal) den Großen Preis von Lissabon, beim Deutschen Filmpreis 2005 war er als Bester Film nominiert; die Hauptdarstellerin Eva Löbau wurde für ihre Verkörperung einer einsamen Lehrerin ebenfalls mehrfach ausgezeichnet. Auch bei Kritik und Publikum war "Der Wald vor lauter Bäumen" ein Erfolg. Kurz darauf fungierte Jackowski als freie Producerin bei dem Freundschaftsdrama "3 Grad kälter" (2005), für das sie beim Locarno Film Festival zusammen mit der Produzentin Corinna Mehner und dem Regisseur Florian Hoffmeister den Silbernen Leoparden gewann.

In den nächsten Jahren zeichnete Jackowski mit Komplizen Film bei einer Reihe hoch gelobter und preisgekrönter Filme als Produzentin und Co-Produzentin verantwortlich. So zum Beispiel bei Sonja Heiss' "Hotel Very Welcome" (2007), Ulrich Köhlers "Schlafkrankheit" (2011), Miguel Gomes' "Tabu - Eine Geschichte von Liebe und Schuld" (PT/DE/BR 2012), Barbara Alberts "Die Lebenden" (2012), Benjamin Heisenbergs "Über-Ich und Du" (DE/AT/CH 2014), Vanessa Jopps "Lügen und andere Wahrheiten" (2014) und Heiss' "Hedi Schneider steckt fest" (2014). Miguel Gomes' "1001 Nacht"-Trilogie (PT/FR/DE 2015) lief bei den Filmfestspielen von Cannes in der Sektion Quinzaine des Réalisateurs. 2015 wurde das Team von Komplizen Film mit dem Preis der DEFA-Stiftung für herausragende Leistungen im deutschen Film ausgezeichnet.

Natürlich war Komplizen Film auch die Produktionsfirma der weiteren Regiearbeiten Maren Ades. "Alle anderen" (2009), Ades zweiter Spielfilm, gewann bei der Berlinale 2009 den Großen Preis der Jury und war beim Deutschen Filmpreis als Bester Spielfilm nominiert. Ein regelrechter Triumph war Ades dritter Spielfilm "Toni Erdmann", der im Wettbewerb von Cannes uraufgeführt wurde und dort eine überwältigend positive Resonanz erhielt. Bei den Oscars 2017 wurde er als offizieller deutscher Beitrag in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film eingereicht und wurde auch nominiert. Darüber hinaus gewann das Komplizen-Team Jackowski, Ade und Jonas Dornbach den Deutschen Filmpreis und den Europäischen Filmpreis für den Besten Spielfilm; Jackowski und Ade erhielten zudem eine Nominierung für den British Academy Award (BAFTA). Auch an den Kinokassen war "Toni Erdmann" ein großer Erfolg, wurde in über 100 Länder verkauft und erhielt noch zahlreiche Auszeichnungen in aller Welt.

Mit Valeska Grisebachs "Western" (2017), der ebenfalls in Cannes uraufgeführt wurde, gelang dem Team ein weiterer Erfolg: Er gewann beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen 2017 den Filmkunstpreis, erhielt den Preis der deutschen Filmkritik 2018 und wurde beim Deutschen Filmpreis 2018 mit der Lola in Bronze als Bester Spielfilm ausgezeichnet. Auch Ulrich Köhlers "In My Room" (DE/IT 2018) feierte in Cannes Premiere und erhielt sehr gute Kritiken.  

Zu Jackowskis weiteren Produktionen und Co-Produktionen mit Komplizen Film gehören Sebastian Schippers philosophisches Roadmovie "Roads" (2018), Corneliu Porumboius exzentrische Mafiageschichte "La Gomera" (RU/FR/DE 2019) und Vanessa Jopps Bestsellerverfilmung "Gut gegen Nordwind" (2019) – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Im Sommer 2019 wurden Jackowski, Ade und Dornbach für die Verdienste von Komplizen Film auf dem Filmfestival von Locarno (Schweiz) mit dem Raimondo Rezzonico Preis ausgezeichnet, einer der weltweit bedeutendsten Ehrungen für Filmproduzent*innen.

Pablo Larraíns Lady-Di-Filmbiografie "Spencer" (DE/GB/US 2021) brachte dem Komplizen-Trio eine weitere Nominierung für den Deutschen Filmpreis ein. Viel Beachtung fanden auch Nicolette Krebitz' provokativer "A E I O U - Das schnelle Alphabet der Liebe" (2022), über die Affäre zwischen einer 60-jährigen Frau und einem 17-jährigen Teenager, und Marie Kreutzers Sisi-Drama "Corsage" (AT/LU/DE 2022), das einmal mehr in Cannes uraufgeführt wurde.

Janine Jackowski gehört dem Vorstand des Produzentenverbandes an und ist Mitglied des Produzentennetzwerks ACE, der Deutschen und Europäischen Filmakademie sowie seit 2019 der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.

FILMOGRAFIE

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