Darsteller
Toronto, Ontario, Kanada

Biografie

Benjamin Sadler wurde am 12. Februar 1971 in Toronto, Kanada, als Sohn eines Deutschen und einer Britin geboren. Die Familie lebte bis 1976 in Kanada und zog dann nach Deutschland. Sadler absolvierte ein Schauspielstudium an der Royal Academy of Dramatic Art in London, gefolgt von Workshops bei Susan Batson und an Stella Adlers Acting Studio, beide in New York. 

Seine erste Fernsehrolle hatte Sadler 1994 als Münchner Lebenskünstler in der elfteiligen Serie "Drei zum Verlieben". Direkt im Anschluss gehörte er zum Ensemble der Serie "Alle lieben Julia" (1994). In den folgenden Jahren spielte er Gastrollen in weiteren Serien, etwa "SK-Babies" (1996), "Wolkenstein" (1996), "Kommissar Schimanski" (1997) und "First Love" (1997). Eine feste Rolle hatte er als Mitarbeiter der Hauptfiguren in 21 Folgen der Dramaserie "Freundschaft mit Herz" (1996-97). 

Ab 1998 wirkte Sadler immer häufiger auch in Fernsehspielen mit, darunter Ben Verbongs Thriller "Schock - Eine Frau in Angst" (1998), Thomas Jauchs Krimi "Der blonde Affe" (1999) und der Mystery-Familienfilm "Spuk im Reich der Schatten" (2000).  

In der deutsch-italienischen Co-Produktion "Maria Magdalena" (2001, TV) verkörperte er Johannes den Täufer. Im Jahr darauf spielte er in dem Bibel-Drama "Apokalypse" (IT/FR/DE/GB 2002, TV) an der Seite von Richard Harris und Christian Kohlund einen Römer, der sich in eine Christin verliebt. Auch sein Kinodebüt gab Benjamin Sadler in einem Film mit religiösem Thema: In Eric Tills "Luther" (2003) war er der Theologe und Reformator Georg Spalatin. Allerdings wirkte Sadler danach nur vereinzelt in Kinoproduktionen mit. 

In dem TV-Historienepos "Mein Vater der Kaiser" (US/DE 2003) verkörperte er die Titelfigur, den Kaiser Augustus, in jungen Jahren (als älterer Mann gespielt von Peter O’Toole). Hauptrollen hatte er unter anderem in Ute Wielands Liebeskomödie "Italiener und andere Süßigkeiten" (2004), Marcus O. Rosenmüllers Thriller "Letztes Kapitel" (2005) und Roland Suso Richters Kriegsdrama "Dresden" (2006). Ebenfalls 2006 sah man ihn in der tragenden Rolle eines Flugkapitäns in dem Katastrophenfilm "Der Untergang der Pamir". Die Regie führte Kaspar Heidelbach, mit dem er bereits den Zweiteiler "Das Wunder von Lengede" (2003) gedreht hatte. 

2008 wurde Sadler für den Deutschen Fernsehpreis als Bester Darsteller nominiert: Für seine Rollen als Vater eines geschädigten Kindes in "Contergan" (2007) und als abenteuerlustiger Archäologe in "Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen" (2008). Beim Bayerischen Fernsehpreis 2009 erhielt er eine Nominierung für seine Verkörperung des Alfried Krupp in der Familienchronik "Krupp - Eine deutsche Familie" (2009). 

In den Jahren 2011 und 2012 sah man Sadler wieder in mehreren Kinoproduktionen: Andres Veiel besetzte ihn in dem preisgekrönten Drama "Wer wenn nicht wir", über die Vorgeschichte der RAF, als Schriftsteller Walter Jens. Im Ensemble des Thrillers "Passion" (2012) von Brian De Palma war er ein Staatsanwalt, in Sherry Hormanns Bestsellerverfilmung "Anleitung zum Unglücklichsein" (2012) gab er einen temperamentvollen Verehrer der Hauptfigur (Johanna Wokalek). Eine wichtige Rolle hatte er auch in Jeanine Meerapfels "Der deutsche Freund" (2012), als Uni-Dozent und Liebhaber einer argentinischen Jüdin (Celeste Cid), die sich in den Sohn (Max Riemelt) eines Nazi-Verbrechers verliebt hat. 

Sadlers Hauptbetätigungsfeld blieb jedoch das Fernsehen. 2011 und 2012 war er in insgesamt vier "Tatort"-Folgen zu sehen, als Journalist, in den sich die von Maria Furtwängler gespielte Kommissarin Lindholm verliebt. An der Seite von Ulrich Tukur verkörperte er in "Rommel" (2012) den General Hans Speidel, in "München 72 – Das Attentat" (2012) den späteren GSG-9-Leiter Ulrich Wegener. Unter der Regie von Liliana Cavani gab er in der italienisch-deutschen Koproduktion "Sein Name war Franziskus" (2014) den Kardinal Ugolini (später Papst Gregor IX.). Weitere wichtige TV-Rollen hatte er unter anderem als psychiatrischer Gutachter in dem Kriminaldrama "Das Dorf der Mörder" (2015) und als gejagter Kronzeuge in dem hoch gelobten Thriller "Das Programm" (2016) 

Im Kino hatte Sadler eine Hauptrolle in der preisgekrönten Beziehungskomödie "Bocksprünge" (2014) und als Ehemann in dem viel gelobten Familiendrama "Ein Atem" (DE/GR 2015). In dem Kinderfilm "Wendy – Der Film" (2017) und der Fortsetzung "Wendy 2 - Freundschaft für immer" (2018) spielte er den Vater der Hauptfigur. Auch in dem Thriller "Luna" (2017) war er der Vater der jungen Hauptfigur (Lisa Vicari), ein russischer Ex-Agent. 2019 sah man ihn in der Romanverfilmung "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" (Regie: Caroline Link) in einer Gastrolle als melancholischen Herrn Rosenfeld. 

Viel Kritikerlob erhielt Ed Herzogs TV-Thriller "Ein verhängnisvoller Plan" (2019), mit Sadler in der Hauptrolle eines Kommissars, der womöglich selbst ein psychopathischer Mörder ist. Außerdem gehörte er zum Ensemble von Isabel Kleefelds hoch gelobtem Drama "Eine harte Tour" (2020), über eine Gruppe befreundeter Paare, die nach dem unerwarteten Tod eines Freundes (Sadler) zu einer konfliktträchtigen Hüttenwanderung in die Dolomiten aufbricht. 

Benjamin Sadler lebt in Berlin. 

FILMOGRAFIE

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