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Film- und Medienstiftung NRW fördert 32 Projekte mit 5,792 Mio. Euro

In ihrer 165. Sitzung förderte die Film- und Medienstiftung NRW 32 Projekte mit 5,792 Mio. Euro.

 

Davon gehen 2,75 Mio. Euro an sechs Spielfilme, 1,85 Mio. Euro gehen an zwei Serien und einen Fernsehfilm, 390.000 Euro an drei Dokumentarfilme und 50.000 Euro in eine Vorbereitung. Mit 410.000 Euro werden 12 Filme beim Kinostart unterstützt, 342.100 Euro gehen an die Neuerrichtung und Modernisierung für Kinos.

Spielfilme

Die Jugendbuchreihe "Die drei Ausrufezeichen" wird fürs Kino adaptiert. Viviane Andereggen, die bereits mit dem Studio Hamburg Nachwuchspreis ausgezeichnet wurde, inszeniert das Jugendabendteuer um die drei Hobbydetektivinnen Kim, Marie und Franzi, die in den Ferien an einem Theaterprojekt teilnehmen. Als im Theater unheimliche Dinge passieren, haben die drei einen neuen Fall. Der Dreh findet in NRW statt. (Westside, 900.000 Euro)

Für sein Drehbuch "Exil" wurde Regisseur und Autor Visar Morina Anfang des Jahres mit dem deutschen Drehbuchpreis ausgezeichnet und bereits in der Vorbereitung von der Filmstiftung unterstützt. Nun verfilmt er die Geschichte um einen Ingenieur ausländischer Herkunft, der sich an seiner Arbeitsstelle diskriminiert und gemobbt fühlt und so in eine Identitätskrise gerät. Alex Brendemühl und Sandra Hüller übernehmen die Hauptrollen für den Film, der zur Hälfte in NRW realisiert wird. (Komplizen Film, 600.000 Euro)

In ihrer Kino-Mockumentary "Diamante" gehen die beiden Regisseure Georg Nonnenmacher und Ingo Haeb der Frage nach, wie der erfolglose deutsche Fußballprofi Rudi Varda in Brasilien zu einem der meistverehrten Ballzauberer aufstieg. (Corso, 400.000 Euro)

Der vielfach ausgezeichnete italienische Regisseur Marco Bellocchio inszeniert "Der Verräter" nach der wahren Geschichte um Tommaso Buscetta. Der hochrangige Mafiaboss brach als erster den Schweigeeid der sizilianischen Mafia. Seine Aussagen und die Arbeit des integren Ermittlungsrichters Giovanni Falcone führte zur Festnahme hunderter Mafiosi. Es wird auch in NRW gedreht. (Match Factory Productions, 400.000 Euro)

Als ein 20jähriger junger Mann, der sich Patrick nennt, in einem Pariser Gefängnis einsitzt, stellt sich heraus, dass er als 8jähriger in Portugal entführt wurde und eigentlich Mario heißt. Regisseur Goncalo Waddington, beleuchtet in seinem Drama "Patrick", das auch in NRW gedreht wurde, was in den ganzen Jahren geschehen ist. (augenschein, 280.000 Euro)

Im Zweiten Weltkrieg wurde der japanische Nachrichtenoffizier Hiroo Onoda als Leutnant auf die philippinische Insel Lubang gesendet. Als Mitglied der Spezialeinheit unterstellten sich die Männer ganz besonderen Regeln. Als Japan kapituliert, kämpft die abgeschieden lebende Gruppe weiter, Onoda bis 1974. Arthur Harari inszeniert das Drama "10.000 Nächte im Dschungel", welches auf wahren Ereignissen beruht (Pandora Film, 170.000 Euro)

Serien und Fernsehfilme

Nachdem Staffel I und II bereits erfolgreich auf Sky liefen und in über 60 Länder verkauft wurden, arbeiten die Regisseure Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Handloegten nun an der 3. Staffel von "Babylon Berlin". Die Phase der Stabilität in der Weimarer Republik ist zu Ende. Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und ein immer stärker werdender Nationalsozialismus prägen den Beginn der aktuellen Staffel. Volker Bruch und Liv Lisa Fries übernehmen wieder die Hauptrollen, und es wird wieder in NRW gedreht. (X Filme Creative Pool, 1.250.000 Euro)

Nach einer Förderung im Rahmen des Serienentwicklungsprogramms der Filmstiftung 2016 starten Regisseur Lutz Heineking und sein Team nun mit den Drehabreiten zu "Andere Eltern". U.a. Lavinia Wilson, Nadja Becker und Serkan Kaya stehen für die Comedy-Serie um die Gründung einer privaten Kita vor der Kamera. Doch da es nicht nur eine Kita, sondern nichts weniger als die beste Kita der Welt sein soll, ist der Weg bis zur Eröffnung steinig. (eitelsonnenschein, 400.000 Euro)

Die Kölner Autorin und Regisseurin Christina Ebelt inszeniert das Sozialdrama "Über uns die Sterne" um eine junge alleinerziehende Mutter und ihren Sohn, die aufgrund eines Formfehlers aus ihrer Wohnung geklagt werden und einen Schufa-Eintrag erhalten. Sie finden keinen anderen Lebensort als den Wald. Franziska Hartmann und Claudio Magno übernehmen die Hauptrollen für den ZDF-Fernsehfilm, der komplett in NRW entsteht. (2 Pilots, 200.000 Euro)

Dokumentarfilme

Filmpreisgewinnerin Corinna Belz und Enrique Sanchez Lansch dringen in ihrem Kinodokumentarfilm "Uffizien" tief in die Geschichte und Abläufe eines der bekanntesten Kunstmuseen der Welt ein. (zero one film, 180.000 Euro)

Es soll ihre bisher größte Tournee werden. Für den Dokumentarfilm "Die Toten Hosen – Tour 2018" begleiten die Regisseure Paul Dugdale und Cordula Kablitz-Post die Düsseldorfer Band durch China, Deutschland, Österreich, Schweiz und Argentinien. NFP wird den Konzert-Film in die Kinos bringen. (avanti media fiction, 150.000 Euro)

Im Dokumentarfilm "Die Wache" portraitiert Regisseurin Eva Wolf die Arbeit der Polizei in Detmold und führt so an die Risse der Gesellschaft und das Spannungsfeld zwischen Bevölkerung und Polizei. (Lemme Film, 60.000 Euro)

Produktionsvorbereitung

Als ihr geliebter Baumhaus-Spielplatz durch den fiesen Investor Raffke abgerissen werden soll, verbündet sich die 10jährige Lea kurzerhand mit dem etwas über 500jährigen Kobold Tungart. Vasko Scholz schrieb das Drehbuch zu "Lea und der Traumbaum". (Belle Epoque Films, 50.000 Euro)

Verleih

Am 10. Mai startet mit "Liliane Susewind – Ein tierisches Abenteuer" erstmals eine Verfilmung der beliebten Kinderbuchserie im Kino. (Sony Pictures, 70.000 Euro)

"Meine teuflisch gute Freundin" über den Versuch der Tochter des Teufels, aus einem guten Menschen das Böse heraus zu kitzeln, ist ab 28. Juni im Kino zu beobachten. (Wild Bunch, 60.000 Euro)

Zur Deutschlandpremiere von "Eleanor & Colette" in Essen waren Regisseur Bille August und Hauptdarstellerin Helena Bonham Carter persönlich anwesend. Seit 3. Mai im Kino. (NFP, 50.000 Euro)

Die Gesellschaftssatire "HERRliche Zeiten" von Oskar Roehler mit Oliver Masucci und Katja Riemann ist seit 3. Mai im Kino zu sehen. (Concorde, 40.000 Euro)

"Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?" führt eine chaotische Familie zusammen und ist ebenfalls seit 3. Mai im Kino zu sehen. (Alamode, 35.000 Euro)

Seit 5. April läuft der Dokumentarfilm "Die Nacht der Nächte" in den deutschen Kinos. (Concorde, 30.000 Euro)

Nach der Deutschlandpremiere im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale ist "Meine Tochter – Figlia Mia" ab 31. Mai in allen deutschen Kinos zu sehen. (RFF, 30.000 Euro)

Ebenfalls bei der Berlinale feierte der Dokumentarfilm "Shut up and play the Piano" um den Musiker Chilly Gonzales seine Premiere. Ab 20. September dann in den Kinos. (Rapid Eye Movies, 30.000 Euro)

Der Dokumentarfilm "System Error – Wie endet der Kapitalismus?" zeigt die großen Widersprüche des aktuellen Wirtschaftssystems ab 10. Mai in den Kinos. (Port au Prince, 20.000 Euro)

Nach der Weltpremiere beim Sundance Film Festival wird "The Cleaners" ab 17. Mai auch im deutschen Kino über die gigantische Schattenindustrie der Content-Moderatoren berichten. (farbfilm, 20.000 Euro)

"Grain – Weizen" ist ein Ökodrama in Schwarz-Weiß-Bildern und seit 26. April im Kino zu sehen. (Piffl, 15.000 Euro)

Das Drama "Draußen in meinem Kopf" um die Freundschaft eines Gelähmten und seines Betreuers läuft ebenfalls seit 26. April im Kino. (Salzgeber, 10.000 Euro)

Kinomodernisierung

In Kamp-Lintfort entsteht mit der Hall of Fame ein neues Kino (100.000 Euro), in Bochum werden das Capitol (90.000 Euro) und in Bielefeld die Kamera modernisiert (76.000 Euro). Das Casablanca in Bochum (40.000 Euro) und das Kino in Steinfurt (30.000 Euro) erhalten Förderung für die Modernisierung, das Off Broadway in Köln (4.800 Euro) und das Talflimmern in Wuppertal (1.300 Euro) für die Anschaffung neuer Projektionstechnik.

Die vollständigen Förderergebnisse sind in der Fördertabelle einzusehen.

Quelle: www.filmstiftung.de