Regie, Drehbuch, Kamera
Niederkaina (Bautzen) Potsdam

Biografie

Helmut Bergmann, geboren am 15. Februar 1926 in Niederkaina als Sohn einer Handwerkerfamilie, lebt nach dem Ende des 2. Weltkriegs, das er in Gefangenschaft erlebt, zunächst zwei Jahre lang im Westen Deutschlands, zieht 1947 jedoch nach Ostdeutschland.

Durch seinen fünf Jahre älteren Bruder, der als Kameramann tätig ist, kommt Bergmann 1949 als dessen Assistent zur DEFA. Schon bald ist Bergmann als Assistent auch für andere Kameramänner und Regisseure vor allem in den Bereichen Lehr- und Unterrichtsfilm sowie bei populärwissenschaftlichen Filmen tätig.

Sein Debüt als eigenständiger Kameramann gibt er 1951 bei dem Kurzdokumentarfilm "Unsere Stahlwerker aus Riesa". In den folgenden Jahren arbeitet Bergmann mehrfach mit dem Regisseur Wolfgang Bartsch zusammen, unter anderem bei der Dokumentation "In Flammen geboren" (1957), einem visuell eigenwilligen und eindrucksvollen Film über die Arbeit in einem Brandenburger Stahl- und Walzwerk. Auf Grund des mangelnden Pathos in der Inszenierung wird Bartsch und Bergmann von den Verantwortlichen jedoch "fehlende Parteilichkeit für die Arbeiterklasse" vorgeworfen. Mit Heiner Carow dreht er den Kurzdokumentarfilm "Martins Tagebuch" über einen Schüler, dessen Leistungsabfall in direkten Zusammenhang mit dem Druck der Eltern gestellt wird. Von den Verantwortlichen bei der DEFA durch zahlreiche Änderungsauflagen in seiner Aussage verzerrt, wird der Film beim Dokumentarfilmfestival Leipzig dennoch preisgekrönt.

 

Mitte der 1950er Jahre wechselt Bergmann zum DEFA-Spielfilmstudio, wo er an der Seite seines Bruders als Ko-Kameramann bei Slatan Dudows Satire "Der Hauptmann von Köln" (1956) seinen Einstand gibt. In den kommenden Jahren ist er als Kameramann an zahlreichen DEFA-Produktionen beteiligt. Daneben ist Bergmann von 1964 bis 1967 als Dozent für Kamera sowie als technischer Berater am Cinema High Institute in Kairo, Agypten, tätig.

Mehrfach arbeitet er mit renommierten DEFA-Regisseuren wie Slatan Dudow ("Christine"), Heiner Carow ("Sie nannten ihn Amigo"), Gottfried Kolditz ("Ulzana") und Horst Seemann ("Zeit zu leben") zusammen. Eine besonders ausgeprägte Partnerschaft verbindet ihn mit dem auf Gegenwartsdramen spezialisierten Helmut Dziuba ("Erscheinen Pflicht"), für den er bis 1991 insgesamt acht Mal hinter der Kamera steht. Nach der Abwicklung der DEFA im Jahr 1991 steigt Bergmann aus dem Filmgeschäft aus und beendet seine Karriere als Kameramann.

Am 15. März 1998 stirbt Helmut Bergmann nach langer Krankheit in Potsdam.

Die Ausstattung dieser Personenseite wurde durch die DEFA-Stiftung gefördert.

FILMOGRAFIE

1991/1992
  • Kamera
1990/1991
  • Drehbuch
  • Kamera
1989/1990
  • Kamera
1988/1989
  • Kamera
1986/1987
  • Kamera
1985/1986
  • Kamera
1983/1984
  • Kamera
1982/1983
  • Kamera
1981/1982
  • Kamera
1979/1980
  • Kamera
1977/1978
  • Kamera
1975/1976
  • Kamera
1973/1974
  • Kamera
1973
  • Kamera
1971/1972
  • Kamera
1971
  • Kamera
1969
  • Kamera
1963
  • Kamera
1963
  • Kamera
1962
  • Kamera
1958/1959
  • Kamera
1958/1959
  • Kamera
1958
  • Drehbuch
  • Kamera
1956
  • Kamera
1955/1956
  • Kamera
1955
  • Kamera
1954
  • Kamera
1954
  • Kamera
1953/1954
  • Kamera
1953
  • Kamera
1953
  • Kamera
1953
  • Kamera
1953
  • Kamera
1953
  • Kamera
1953
  • Kamera
1952
  • Kamera
1952
  • Kamera
1952
  • Kamera