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Claudia Geisler-Bading wurde am 10. August 1966 als Claudia Geisler in Weimar (damals DDR) geboren. Von 1986 bis 1990 absolvierte sie eine Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Anschließend war sie von 1991 bis 2001 festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin, wo sie in so unterschiedlichen Stücken wie "Peer Gynt", "Der Eismann kommt", "Vor Sonnenaufgang" und "Ein Sommernachtstraum" auf der Bühne stand.
Parallel dazu wirkte Geisler immer wieder auch in Fernseh- und Kinoproduktionen mit, so hatte sie eine Hauptrolle in Helke Misselwitz' ostdeutscher Nachwende-Milieustudie "Herzsprung" (1992) und spielte in "Die Unberührbare" (2000) eine Bekannte von Hannelore Elsners Titelfigur.
Nach ihrem Weggang vom Deutschen Theater Berlin im Jahr 2001 konzentrierte sich Geisler ganz auf die Arbeit vor der Kamera, vor allem in zahlreichen Fernsehproduktionen, darunter Episoden der Krimireihen "Tatort" und "Polizeiruf 110". 2006 übernahm sie in der Krimireihe "Spreewaldkrimi" eine feste Hauptrolle als Rechtsmedizinerin.
Auf der Kinoleinwand sah man Claudia Geisler nur gelegentlich. Sie spielte eine gutherzige Arbeitslose in Hans-Christian Schmids Ensemble-Drama "Lichter" (2003), war die Mutter der jungen Hauptfigur in dem hoch gelobten Kinderfilm "Blöde Mütze" (2007) und spielte eine der Anwohner*innen in Matti Geschonnecks Ostberliner Milieustudie "Boxhagener Platz" (2010). Kleinere Rollen hatte Geisler in mehreren Filmen von Christian Petzold (zum Beispiel als Krankenschwester in "Barbara", 2011) und als Mutter in Fatih Akins "Tschick" (2015).
Am Theater übernahm Geisler bis 2013 vereinzelte Engagements; so stand sie von 2008 bis 2013 am Berliner Maxim-Gorki-Theater in "Anne Karenina" auf der Bühne.
Ab 2014 firmierte sie unter dem Namen Geisler-Bading – von ihrem Ehemann, dem Schauspieler Thomas Bading, mit dem sie zu diesem Zeitpunkt allerdings schon viele Jahre zusammen war: die gemeinsamen Töchter und Emma und Bella wurden 1998 und 2007 geboren und schlugen ebenfalls Schauspielkarrieren ein.
Nachdem Claudia Geisler-Bading über viele Jahre hinweg als Dozentin an verschiedenen staatlichen Schauspielschulen in Berlin und Potsdam gelehrt hatte, wurde sie 2017 Professorin für Schauspiel an der Filmuniversität Potsdam.
Trotzdem blieb sie unvermindert als Schauspielerin aktiv. Kinorollen hatte sie als CDU-Politikerin Ursula von der Leyen in der Politsatire "Das schaffen wir schon" (2017) und als Mutter eines jugendlichen Mordverdächtigen in dem Thriller "Trübe Wolken" (2020).
Ihr Hauptbetätigungsfeld blieb gleichwohl das Fernsehen, mit zahlreichen größeren und kleineren Rollen in Filmen wie "Mitten in Deutschland: NSU - Die Täter: Heute ist nicht alle Tage" (2015), "Lotte am Bauhaus" (2018) und "Ostsee für Sturköppe" (2023) sowie Episodenrollen in diversen Serien – und auch weiterhin als Rechtsmedizinerin in der erfolgreichen Reihe "Spreewaldkrimi".
Viel Kritikerlob und den Preis der Jury in Cannes erhielt der Kinofilm "In die Sonne schauen", der über einen Zeitraum von rund 100 Jahren aus dem Leben von vier Mädchen auf einem altmärkischen Bauernhof erzählt; Geisler-Bading spielte die Mutter eines der Mädchen. Für diesen Part erhielt sie beim Deutschen Filmpreis 2026 eine Nominierung in der Kategorie Beste weibliche Nebenrolle.