Weitere Namen
Christian-Michael Doermer (Geburtsname)
Darsteller, Regie, Drehbuch, Schnitt, Produzent
Rostock

Biografie

Christian Doermer, geboren am 5. Juli 1935 in Rostock, studierte Soziologie und Volkswirtschaftslehre in Frankfurt und Marburg. Durch die guten Beziehungen seiner Mutter, der Schauspielerin Ruth von Zerboni, bekam er ab 1954 erste, kleine Rollen in Kinofilmen. Ein erster Durchbruch gelang ihm bereits zwei Jahre später in Peter Pewas' Krimi "Viele kamen vorbei" und, vor allem, als braver jüngerer Bruder von Horst Buchholz in Georg Tresslers Klassiker "Die Halbstarken". Es folgten weitere Rollen in Unterhaltungsfilmen wie "Die Frühreifen" (1957), "Ohne Mutter geht es nicht" (1958) oder "Bezaubernde Arabella" (1959).

Für seine Verkörperung eines desillusionierten SED-Funktionärs, der mit seiner Freundin nach Westdeutschland flüchtet, in Will Trempers "Flucht nach Berlin", wurde Doermer 1961 mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet. Im Jahr darauf gehörte er zum hochkarätigen Ensemble der sechsteiligen Francis Durbridge-Verfilmung "Das Halstuch". Außerdem wirkte er als Hauptdarsteller in Herbert Veselys Klassiker "Das Brot der frühen Jahre" mit und unterzeichnete als einziger Schauspieler das legendäre Oberhausener Manifest.

1963 gründete Doermer seine eigene Produktionsfirma Cine Dokument Film.
Bis Ende der 60er Jahre wirkte er in einer Reihe von Fernsehspielen sowie in Kinoproduktionen wie Peter Schamonis Autorenfilm "Schonzeit für Füchse" (1966) oder dem Jerry-Cotton-Krimi "Die Rechnung - eiskalt serviert" (1966) mit. Außerdem sah man ihn in internationalen Produktionen wie Frederic Goodes "The Syndicate" (1968) oder Richard Attenboroughs "Oh! What a Lovely War" (1969).

Mit Beginn der 70er Jahre zog Doermer sich fast 15 Jahre lang von der Schauspielerei zurück und begann, mit seiner Produktionsfirma in Personalunion als Autor, Produzent und Regisseur selbst Filme zu drehen. Sein Schwerpunkt lag dabei auf TV-Dokumentarfilmen über Indien, Afrika und Asien, sein Interesse den interkulturellen Problemen in einzelnen Ländern. In "Nur ein Stein" beschreibt er am Beispiel Kenias die rassistischen Vorurteile der unterschiedlichen Volksgruppen, in "Du" (1975) porträtiert er die ambivalente Beziehung eines in Bangkok lebenden Deutschen und seiner thailändischen Hausangestellten und Freundin.

Sein ambitioniertestes Regieprojekt stellte Doermer 1984 nach vierjähriger Arbeit fertig: ein Spielfilm-Porträt des Generals Paul von Lettow-Vorbeck, einem überzeugten Kolonialisten und Anführer der Kaiserlichen Schutztruppen für Deutsch-Ostafrika, der 1914 trotz eines Neutralitätspakts seine Soldaten gegen die Briten zu den Waffen rief. Ursprünglich als Beitrag zu der ZDF-Reihe "Das kleine Fernsehspiel" konzipiert, schaffte es "Lettow-Vorbeck" in die Kinos, wurde aber kein großer Erfolg.

Danach wendete Doermer sich wieder der reinen Schauspielerei, vor allem fürs Fernsehen, zu. Zu seinen bedeutendsten Arbeiten in den 80er Jahren gehören Bernhard Sinkels Vierteiler "Väter und Söhne – Eine deutsche Tragödie" (1986), über den Aufstieg und Niedergang einer deutschen Industriellenfamilie zwischen 1911 und 1946, und Peter Goedels "Das Treibhaus" (1987), in dem er den Bundestagsabgeordneten Keetenheuve spielt. 1989 gründete er mit gemeinsam mit Hans Clarin und Mona Freiberg die Produktionsgesellschaft "Ensemble am Chiemsee", die vor allem für Privatsender und regionale Medien arbeitet.

In den 90er und 00er Jahren sah man Christian Doermer in Krimi-Reihen wie "Tatort", "Anwalt Abel" oder "Doppelter Einsatz", aber auch in einer Reihe ambitionierter Fernsehspiele. So etwa in Tom Toelles TV-Mehrteiler "Bismark" (1990), in dem er als bayerischer Ministerpräsident Ludwig von der Pfordten beeindruckte; als Verteidiger in Norbert Kückelmanns Krimi "Porträt eines Richters" (1997); in Jo Baiers hoch gelobtem Mehrteiler "Der Laden" (1998) oder in Egon Günthers Zweiteiler "Else – Geschichte einer leidenschaftlichen Frau" (1999). Für die große Leinwand spielte er in der Konsalik-Verfilmung "Liebe im Schatten des Drachen" (1998) an der Seite von Jürgen Prochnow, in Eric Tills Drama "Bonhoeffer – Die letzte Stufe" (2000) gab er den General Hans Oster. 2004 gehörte er als Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel zum Ensemble von Jo Baiers "Stauffenberg". Danach machte er sich wieder sehr rar.

Erst 2011 meldete er sich mit einer Nebenrolle in dem Krimi "Gierig", einer Folge der Krimireihe "Kommissarin Lucas", als Schauspieler auf dem Bildschirm zurück.

FILMOGRAFIE

2003/2004
  • Darsteller
2001/2002
  • Darsteller
2000/2001
  • Darsteller
1999/2000
  • Darsteller
1998/1999
  • Darsteller
1997/1998
  • Darsteller
1996/1997
  • Darsteller
1996/1997
  • Mitwirkung
1994/1995
  • Darsteller
1994
  • Darsteller
1992
  • Darsteller
1990/1991
  • Darsteller
1990
  • Regie
  • Produzent
1989/1990
  • Darsteller
1989/1990
  • Darsteller
1989
  • Regie
  • Produzent
1989
  • Darsteller
1988/1989
  • Darsteller
1988/1989
  • Darsteller
1988/1989
  • Darsteller
1988
  • Darsteller
1986/1987
  • Darsteller
1985-1987
  • Darsteller
1984/1985
  • Darsteller
1980-1984
  • Darsteller
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
1978
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
1978
  • Regie
  • Drehbuch
1976/1977
  • Darsteller
1976
  • Darsteller
1976
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
1975
  • Darsteller
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
1974
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
1972
  • Darsteller
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
1971
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
1970
  • Darsteller
  • Regie
  • Drehbuch
1969
  • Regie
1968
  • Regie
1968
  • Regie
  • Produzent
1966/1967
  • Darsteller
1966/1967
  • Sprecher
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
1966
  • Darsteller
1966
  • Darsteller
1966
  • Darsteller
1965/1966
  • Darsteller
1965/1966
  • Darsteller
1965
  • Darsteller
1965
  • Darsteller
1965
  • Sprecher
1964/1965
  • Darsteller
1964/1965
  • Darsteller
1964/1965
  • Regie
  • Drehbuch
  • Schnitt
  • Produzent
1964
  • Darsteller
1964
  • Darsteller
1964
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
1963
  • Darsteller
1963
  • Darsteller
1962
  • Darsteller
1962
  • Darsteller
1961/1962
  • Darsteller
1961/1962
  • Darsteller
1961
  • Darsteller
1961
  • Darsteller
1961
  • Darsteller
1960/1961
  • Darsteller
1960
  • Darsteller
1959
  • Darsteller
1959
  • Darsteller
1958
  • Darsteller
1957
  • Darsteller
1957
  • Darsteller
1956/1957
  • Darsteller
1956
  • Darsteller
1956
  • Darsteller
1955/1956
  • Darsteller