Nadeshda Brennicke

Weitere Namen
Nadja Brennicke (Weiterer Name) Nadja Therésa Brennicke (Weiterer Name)
Darstellerin
Freiburg im Breisgau

Biografie

Nadeshda Brennicke wurde am 21. April 1973 in Freiburg geboren. Von 1989 bis 1991 besuchte sie die Zinner Schauspielschule in München. Auf Empfehlung von Sönke Wortmann erhielt sie anschließend die Hauptrolle der Friseuse Tina in der Komödie "Manta – Der Film". Nach einem Ausflug in die Musikbranche als Mitglied des Duos "Charade" spielte sie Nebenrollen in Fernsehserien wie "Anwalt Abel" und Kinofilmen wie "Workaholic", aber auch die Hauptrolle in Christian Petzolds Debütfilm "Pilotinnen". 1998 folgte der Durchbruch als Kommissarin in der TV-Serie "Die Straßen von Berlin". Im Jahr 2000 erhielt sie den Adolf-Grimme-Publikumspreis für ihre Leistung in Dennis Gansels TV-Drama "Das Phantom".

Zwei Rollen in anspruchsvollen TV-Produktionen, Dominik Grafs Zuhälter-Porträt "Hotte im Paradies" (2002), in dem sie die Prostituierte Jenny verkörperte, und dem BR-Polizeiruf 110 "Silikon Walli" (2002) in der Titelrolle, brachten ihr Nominierungen für den Deutschen Fernsehpreis ein. Im Kino spielte sie tragende Rollen in der Gaunerkomödie "Kanak Attak" (2000) und als rätselhafte Film-Noir-Schönheit in Robert Schwentkes Thriller "Tattoo" (2001), außerdem war sie in Komödien wie "Basta. Rotwein oder Totsein" (2004) und "Die Bluthochzeit" (2005) zu sehen. 

Ihre Wandlungsfähigkeit als Schauspielerin stellte Brennicke abermals als Polizistin in einer Ehekrise in Andreas Morells Episodenfilm "Unschuld" (2008) unter Beweis. Im gleichen Jahr gehörte sie zum Ensemble von Harald Sicheritz' Kriminaldrama "Darum"; darin spielte sie die Freundin eines harmlos wirkenden Mannes, der aus unerfindlichen Gründen zum Mörder wird.

In den Jahren danach sah man Brennicke in erster Linie in Fernsehproduktionen. In der Komödie "Frauen wollen mehr" (2009) spielte sie eine Modedesignerin, die in einer verschlafenen Kleinstadt einen Macho aus der Reserve lockt; in "Liebe ist nur ein Wort" (2010) verkörperte sie die Ehefrau eines kleinstädtischen Bankdirektors, die eine Affäre mit einem Internatsschüler beginnt, in Christian Alvarts Beziehungsdrama "8 Uhr 28" (2010), spielte sie eine verheiratete Frau, die sich trotz glücklicher Ehe in einen anderen Mann verliebt; in der hoch gelobten Gaunerkomödie "Der Heiratsschwindler und seine Frau" (2012) begeisterte sie die Kritiker als Ehefrau eines dreisten Heiratsschwindlers (Armin Rohde), die ihren Gatten bei seinen Betrügereien tatkräftig unterstützt.

Neben diesen und weiteren Fernsehspielrollen absolvierte Brennicke zahlreiche Gastauftritte in Krimreihen wie "Mordkommission Istanbul", "Ein starkes Team", "Der Staatsanwalt", "Der letzte Bulle" und "Küstenwache"; ab 2013 gehörte sie zum Ensemble der Dramedy-Serie "Add a Friend".

Auf der Kinoleinwand sah man Nadeshda Brennicke 2013 in Ed Herzogs bayerischem Provinzkrimi "Dampfnudelblues" in einer kleinen Nebenrolle als Ex-Frau eines Mordopfers. Eine Kinohauptrolle hatte sie im gleichen Jahr in Christian Alvarts "Banklady": Darin spielte sie die Titelrolle der berüchtigten Bankräuberin Gisela Werler, die Mitte der 1960er Jahre fast 20 Banken überfiel. Der Kriminalthriller feierte beim Hamburger Filmfest 2013 Premiere; beim Chicago International Film Festival wurde Brennicke für ihre Leistung mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet.

Fürs Fernsehen spielte Brennicke eine Hauptrolle in der Ensemble-Komödie "Frauenherzen" (2014), als erfolgreiche Model-Agentin, die sich kurz vor ihren Flitterwochen zwischen Karriere und Liebe entscheiden muss. Diese Rolle verkörperte sie auch in der aus dem Film abgeleiteten Serie "Frauenherzen – Die Serie" (2015). Ebenfalls 2015 spielte sie eine Schlüsselrolle in der Mini-Serie "The Team", als skrupellose Gattin eines litauischen Mafiosos. Daneben gehörte sie zu den Ensembles der "Taunuskrimi"-Folge "Wer Wind sät" (2015) und der Komödie "Blütenträume" (2015, TV), über die Teilnehmer eines Flirtkurses, die ihre "Schulung" selbst in die Hand nehmen.

In einer Kino-Hauptrolle sah man Brennicke unter der Regie von Dito Tsintsadze in der Tragikomödie "God of Happiness" (DE/FR/GE 2015), als Schauspielerin, die einem erfolglosen Schauspieler helfen soll, dessen Tochter ein Leben als Star vorzugaukeln.

Weitere Leinwandauftritte hatte sie in "Anna Fucking Molnar" (2018) als Mutter der Titelfigur und in "Wendy – Der Film" (2017) sowie "Wendy 2 – Freundschaft für immer" (2022) als kühle Inhaberin eines modernen Reiterhofs.

In erster Linie aber sah man Brennicke in einer Vielzahl an TV-Produktionen, zum Beispiel als böse Königin in Ngo The Chaus Märchenadaption " Schneewittchen und der Zauber der Zwerge" (2019), als Kriminaldirektorin in Chaus Berliner "Tatort"-Folge "Das Mädchen, das allein nach Haus’ geht" (2022) und als "Lieblingskollegin" eines orientierungslosen Lottomillionärs in der Liebeskomödie "2 unter Millionen" (2026).

Eine neuerliche Kinohauptrolle hatte sie als Ehefrau eines seit seiner Kindheit traumatisierten Mannes in dem Drama "Tod meiner Jugend" (2025), nach dem autobiografischen Roman von Kai Peter. 

FILMOGRAFIE

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