Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Musik
Darsteller
- Philip von Bredow
- Hundetrainerin Paula
- Beatrice
- Ferdinand von Bredow
- Blinde Sängerin
Produktionsfirma
Produzent
Alle Credits
Regie
Regie-Assistenz
Script
Drehbuch
Kamera
Kamera-Assistenz
Ausstattung
Requisite
Kostüme
Schnitt
Ton
Ton-Assistenz
Casting
Musik
Darsteller
- Philip von Bredow
- Hundetrainerin Paula
- Beatrice
- Ferdinand von Bredow
- Blinde Sängerin
Produktionsfirma
im Auftrag von
Produzent
Redaktion
Produktionsleitung
Aufnahmeleitung
Dreharbeiten
- 05.04.2005 - 07.05.2005: Frankfurt am Main und Umgebung
Länge:
90 min
Format:
16:9
Bild/Ton:
Farbe, Mono
Aufführung:
Uraufführung (DE): 21.11.2005, ZDF
Titel
- Originaltitel (DE) Blindes Vertrauen
Fassungen
Original
Länge:
90 min
Format:
16:9
Bild/Ton:
Farbe, Mono
Aufführung:
Uraufführung (DE): 21.11.2005, ZDF
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Doch nun muss der Porschefahrer kleine Brötchen backen - in einer Blindenstation in Marburg an der Lahn. Dorthin gebracht hat ihn ein folgenschwerer, nach reichlich Alkoholgenuss auch noch selbst verschuldeter Autounfall: Philip ist praktisch blind, die Sehfähigkeit beträgt keine zehn Prozent und dazu ist er einseitig taub. Alles Voraussetzungen dafür, dass er die Leitung seiner Firma an Bruder Ferdinand abtritt mit einer kleinen Rückversicherung der Kontrolle durch seine Lebensgefährtin Bea.
Doch als Philip nach sechs Monaten entgegen des ärztlichen Rates in sein Unternehmen zurückkehrt, ist er davon überzeugt, sogleich wieder in die Rolle des Alleinherrschers schlüpfen zu können, auch wenn er – nicht nur im übertragenen Sinne – überall aneckt und sich blutige Nasen holt. Ferdinand und Bea haben zwischenzeitlich nicht nur die Geschäfte geführt, sondern sind sich auch menschlich näher gekommen. Für Philip ein Grund mehr, die alte Big Boss-Attitüde wieder anzunehmen.
Sowohl den Mitarbeitern als auch Dr. Zelter (Michael Greiling) gegenüber, einem neuen potentiellen Großkunden, verschweigt Philip seinen gesundheitlichen Zustand. Es geht um eine hoch dotierte Sportschuh-Werbekampagne für chinesische Auftraggeber, und die Bredow-Brüder vertreten kontroverse Konzepte. Erst nach einem Machtwort von Dr. Zelter, der sich weigert, ein solches Projekt den Händen eines Blinden anzuvertrauen, hat Ferdinand freie Hand.
Philip konzentriert sich derweil auf das Training mit einem Blindenhund – und die nicht weniger stressige Auseinandersetzung mit einer jungen, selbstbewussten Frau, die der „Arschgeige“ kräftig Kontra gibt: Paula ist Tierärztin, Hundetrainerin und nebenbei noch Mädchen für alles bei ihrem chaotischen Vater Walter (Heinrich Giskes), dem Züchter der ganz besonderen Schutz- und Blindenhunde. Auch Hugo, der Golden Retriever, ist so ein besonderer Hund, und dass sie ihn dem arroganten Philip überlassen muss, ist Paula mindestens ebenso zuwider wie der ganze Kerl, auch wenn sie für ihn nur eine knappe Woche Zeit hat. Dann muss sie ihre Doktorandenstelle im kanadischen Vancouver antreten...
Mark Schlichters Fernseh-Romanze „Blindes Vertrauen“ ist sicherlich nicht das ambitionierteste Projekt des „Ex“-Regisseurs, zu voraussehbar das Scheitern des selbsternannten Herrgotts Philip an der Willensstärke der aparten Paula, zu geschönt die Bilder aus Philips Traumwohnung mit Blick auf die Skyline Mainhattans, zu kitschig die Rolle des Wiener Taxifahrers mit Herz (Peter Lerchbaumer), zu klattrig das Resultat der Präsentation der konkurrierenden Sportschuh-Werbekampagnen, vom Happy End ganz zu schweigen...
Und dennoch darf man „Blindes Vertrauen“ zu den überdurchschnittlichen Pantoffelkino-Produktionen zählen, und dafür stehen zwei Namen: Heikko Deutschmann und Esther Zimmering. Ersterer, 1962 in Innsbruck geborener Absolvent der Berliner Hochschule der Künste, profitiert von seiner langjährigen Bühnenerfahrung auf den ersten Brettern des deutschsprachigen Raumes (Berliner Schaubühne, Thalia Hamburg, Schauspielhäuser Köln und Zürich): Seine Präsenz ist enorm und dabei so selbstverständlich, ohne alle aufgesetzte Attitüde.
Und Letztere, 1977 in Potsdam geborene Berliner „Ernst Busch“-Absolventin, ist ebenfalls vor allem Theaterschauspielerin – in Anklam, Cottbus, Dessau und Senftenberg. Die einstige DDR-Provinz stählt, wovon auch Kino und Bildschirm profitieren: Esther Zimmering erhielt 2003 den Deutschen Filmpreis für „Der Liebe entgegen“.
Pitt Herrmann