Annette Focks
Quelle: Annette Focks, Foto: Kristina Magdalena Henn
Annette Focks
Biografie
Annette Focks, geboren 1964 im niedersächsischen Lingen, legt 1982 eine Prüfung zur Organistin ab. Im Anschluss spielt sie (bis heute) in verschiedenen Bands und klassischen Musikformationen. 1985 nimmt Focks ein Studium an der Kölner Musikhochschule auf, das sie 1993 abschließt. Nachdem sie für ihre Freundin Mathilde Kohl den Studentenfilm "Das Blau des Himmels" vertont hat, beschließt Focks, Filmkomponistin zu werden: Sie geht nach München, wo sie von 1996 bis 1998 an der Musikhochschule ein Diplom-Studium im Fachbereich "Komposition für Film und Fernsehen" absolviert. Weitere Ausbildungsstationen folgen, als sie 1998 im Rahmen der European Biennal for Music diverse Kurse besucht und 2002 in Los Angeles einen Workshop bei dem renommierten Hollywood-Orchestrator Steven Scott Smalley besucht.
Nach Kompositionen für mehrere Kurzfilmprojekte verfasst Focks im Jahr 2000 für das Fernsehspiel "Schwiegermutter" von Dagmar Hirtz ihre erste Musik für einen abendfüllenden Spielfilm. In den kommenden Jahren arbeitet sie an zahlreichen Kino-und TV-Produktionen, darunter hoch gelobte Filme wie "Als Großvater Rita Hayworth liebte" (2001), "Ins Leben zurück" (2003) und "Die Wilden Hühner" (2006). Für ihre Musik zu der "Bella Block"-Folge "...denn sie wissen nicht, was sie tun" wird sie mit dem Deutschen Fernsehpreis 2005 ausgezeichnet. Ihre eindringliche Komposition zu dem hoch gelobten Drama "Vier Minuten" bringt ihr eine Nominierung zum Europäischen Filmpreis ein, die Musik für Rainer Kaufmanns "Ein fliehendes Pferd" (2007) eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis 2008. Ein Jahr darauf wird sie für Marco Kreuzpaintners Ottfried-Preußler-Verfilmung "Krabat" erneut nominiert.


