Tag für Tag spielen sich an den Rändern der "Festung Europa" Szenen von unbeschreiblichem Elend ab. Man kennt die Bilder von den Booten mit entkräfteten Flüchtlingen aus Afrika. Wie aber würde man handeln, wäre man persönlich mit solchen Schicksalen konfrontiert? Maggie Peren stellt in ihrem neuen Film "Die Farbe des Ozeans" genau diese Frage in den Mittelpunkt: Die deutsche Touristin Nathalie, gespielt von Sabine Timoteo, wird auf Gran Canaria Zeugin der Ankunft eines Flüchtlingsbootes, und entscheidet sich sofort zu helfen. Schließlich befreit sie sogar den Kongolaner Zola und seinen Sohn Mamadou aus einem Internierungscamp, was für alle Beteiligten ungeahnte Folgen hat. Sogar ein zynischer Grenzpolizist sieht sich plötzlich gezwungen, seine Haltung zu hinterfragen. In parallelen Handlungssträngen entfaltet Maggie Peren verschiedene Perspektiven auf das Geschehen – und vermeidet trotz allem Engagements für ihr wichtiges Thema die allzu einfachen Antworten.