Darsteller, Drehbuch, Produzent
Frankfurt am Main

Biografie

Hannes Jaenicke wird am 26. Februar 1960 in Frankfurt am Main geboren. Seine Kindheit verbringt er zum Teil in Pittsburgh, Pennsylvania, wo sein Vater als Chemiker an der Universität arbeitet. 1970 kehrt die Familie nach Deutschland zurück und Jaenicke besucht das Albrecht-Altdorfer-Gymnasium in Regensburg.

Nach seinem Abitur beginnt er 1979 die Ausbildung zum Schauspieler am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Außerdem lernt Jaenicke auch Tanz und Gesang, besucht die Wiener Opernschule und die London School of Modern Dance. Dort ist er als Tänzer im Musical "My Fair Lady" zu sehen.

Danach ist Jaenicke zunächst auf der Bühne tätig und arbeitet unter anderem am Burgtheater und Volkstheater in Wien, sowie an Theatern in Bonn, Köln, Berlin und bei den Salzburger Festspielen. Jaenickes Einstand im Film und gleichzeitig sein Durchbruch folgt 1984. Als Gegenspieler von Götz George in Carl Schenkels Fahrstuhl-Thriller "Abwärts" ist er erstmals auf der Kinoleinwand zu sehen. Der Erfolg des Films verhilft Jaenicke zu großer Bekanntheit, und weitere Filmrollen folgen.

 

1986 ist er sowohl in Margarethe von Trottas "Rosa Luxemburg" als auch in "Väter und Söhne" mit Burt Lancaster und Julie Christie zu sehen. Besonders die Luxemburg-Biografie, mit Barbara Sukowa und Otto Sander, ist ein weiterer großer Erfolg bei Publikum und Kritikern.

Danach ist Jaenicke verstärkt in Fernsehfilmen zu sehen. Seine private Begeisterung für Polizeiarbeit schlägt sich beruflich in einem Hang zum Thriller-Genre nieder. 1987 spielt Jaenicke ein weiteres Mal an der Seite von Götz George in Hajo Gies" Schimanski-Kinofilm "Zabou". Mit Regisseur Dominik Graf arbeitet Jaenicke mehrmals zusammen ("Bei Thea", 1987; "Die Beute" 1988; "Baal", 1991 und im Actionfilm "Die Sieger" mit Heinz Hoenig und Katja Flint, 1994).

Bei Katja von Garniers "Abgeschminkt", der 1993 mit Katja Riemann in der Hauptrolle in die Kinos kommt, ist Jaenicke am Drehbuch beteiligt. 1995 verkörpert er den Zaren Peter III. im Historienepos "Katharina die Große" mit Catherine Zeta-Jones und Veronica Ferres. Zwei Jahre später hat Jaenicke einen Auftritt als Polizist in Thomas Jahns Erfolgsfilm "Knockin" On Heaven"s Door" (mit Moritz Bleibtreu und Til Schweiger).

Ebenfalls 1997 arbeitet er erneut mit Katja von Garnier und Katja Riemann zusammen, dieses mal als Darsteller von Kommissar Schwarz im Film "Bandits". Zudem übernimmt er die Titelrolle im Sat1-Krimi "Sardsch". Jaenicke schreibt auch das Drehbuch dieser dreiteiligen Reihe, wofür er 1998 den Adolf-Grimme-Preis erhält.

Jaenicke wird auch immer wieder für Produktionen aus den USA engagiert. 1998 ist er in der US-Serie "Raven – Die Unsterbliche" zu sehen, die jedoch schon nach einer Staffel wieder eingestellt wird. Weitere amerikanische und deutsche Projekte folgen. 2003 ist Jaenicke etwa an der deutsch-amerikanischen Produktion "Half Past Dead", mit Steven Seagal in der Hauptrolle, beteiligt. 2003 und 2004 spielt er unter anderem eine Gastrolle als Geliebter von Kommissarin Lindholm (Maria Furtwängler) in drei NDR "Tatorten" ("Märchenwald", "Dunkle Wege" und "Atemnot").

In der von US-Produktionen der "CSI"-Reihe inspirierten RTL-Serie "Post Mortem", schlüpft Jaenicke für zwei Staffeln in die Hauptrolle des Gerichtsmediziners Dr. Daniel Koch (2006-2008).

2009 kehrt Hannes Jaenicke in Lancelot von Nasos "Waffenstillstand" in einer Hauptrolle auf die große Leinwand zurück. Er verkörpert in dem Irakkriegs-Drama den pessimistischen Kameramann Ralf. Danach wendet sich Jaenicke wieder ganz dem Fernsehen zu. Für die Komödien "Allein unter Schülern" (2009), "Allein unter Müttern" (2011) und "Allein unter Nachbarn" (2012), Fortsetzungen des TV-Erfolgs "Allein unter Töchtern" von 2007, schlüpft er erneut in die Rolle des verwitweten Ex-Bundeswehr-Soldaten und dreifachen Vaters Harald Westphal.

In dem aufwändigen Zweiteiler "Hindenburg" (2011) verkörpert er einen mysteriösen Varietékünstler, der an Bord des Luftschiffs als Bombenleger verdächtigt wird. Regisseur Marcus O. Rosenmüller besetzt Jaenicke an der Seite von Christine Neubauer im von der Kritik gelobten Drama "Die Minensucherin" (2011) als südafrikanischen Minenräumer. Im Ensemble der Antikriegs-Komödie "Willkommen im Krieg" (2012) gibt er an der Seite von Constantin von Jascheroff und Wilson Gonzalez Ochsenknecht einen linientreuen Bundeswehrmajor in Afghanistan.

2013 folgt in Vivian Naefes "Einfach die Wahrheit" eine Rolle als Lebenspartner einer Staatsanwältin, die in einem Fall mutmaßlichen Kindesmissbrauchs ermittelt; im gleichen Jahr hat Jaenicke in Hansjörg Thurns Katastrophenfilm "Helden – Wenn Dein Land dich braucht" eine Hauptrolle als Ex-Freund einer Wissenschaftlerin, der zur Rettung der Menschheit ein hochgefährliches Geheimexperiment stoppen muss. Neben weiteren Fernsehspielen spielt Jaenicke 2013 auch wieder in einer Kinoproduktion: In der Heimatfilm-Parodie "Kaiserschmarrn" brilliert er als gescheiterter und versoffener US-Schauspieler.

Auf dieses kurze Leinwand-Zwischenspiel folgen weitere TV-Rollen, unter anderem als geheimnisvoller Geschäftsmann in Dominik Grafs "Die reichen Leichen. Ein Starnbergkrimi" (2014) und in "Allein unter Ärzten" (2014), der vierten Fortsetzung des Quotenhits "Allein unter Töchtern" (2007). 2015 steht Jaenicke für die kurzlebige Krimireihe "Der Urbino-Krimi" als deutscher Kommissar in Italien vor der Kamera, und dreht einen neuen Kinofilm: In der Komödie "Männertag" (Start: 2016) spielt er den fiesen Erzfeind von vier alten Schulfreunden, deren Wege sich nach 20 Jahren kreuzen.

Auch als Sprecher von Synchronisationen und Hörbüchern ist Jaenicke neben der Schauspielerei tätig. Privat aktiver Umwelt- und Tierschützer, engagiert Jaenicke sich besonders für den Schutz der Orang-Utans auf Borneo. Dafür arbeitet er mit der Organisation BOS zusammen. Außerdem startet er 2008 für das ZDF unter dem Titel "Im Einsatz…" eine Dokumentar-Reihe über bedrohte Tierarten wie Eisbären (2009), Delfine (2016) und Nashörner (2018). Als Autor veröffentlicht er die Sachbücher "Wut allein reicht nicht. Wie wir die Erde vor uns schützen können" (2010), "Die große Volksverarsche. Wie Industrie und Medien uns zum Narren halten" (2013) und "Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche. Warum wir dringend Helden brauchen". Für sein vielfältiges Engagement wird Jaenicke immer wieder mit Auszeichnungen geehrt, so etwa 2012 mit dem Steiger Award in der Kategorie Umwelt und 2018 mit dem Hans-Carl-von-Carlowitz-Nachhaltigkeitspreis.

Als Schauspieler konzentriert Jaenicke sich nach "Männertag" wieder ganz aufs Fernsehen. Unter anderem spielt er einen angeblichen Vergewaltiger in Stefan Krohmers "Meine fremde Freundin" (2017) und einen V-Mann aus der RAF-Szene in Dominik Grafs umstrittener "Tatort"-Folge "Der rote Schatten" (2017). Ende 2018 startet mit "Der Amsterdam-Krimi" eine neue Krimireihe, mit Jaenicke und Alice Dwyer als LKA-Ermittler im Auslandseinsatz.

Hannes Jaenicke lebt in Los Angeles und Berlin.

FILMOGRAFIE

2017
  • Darsteller
2017
  • Darsteller
2015/2016
  • Darsteller
2015
  • Mitwirkung
  • Sprecher
2012/2013
  • Darsteller
2011
  • Darsteller
2011
  • Darsteller
2010/2011
  • Darsteller
2010-2013
  • Darsteller
2009-2011
  • Darsteller
2009
  • Mitwirkung
  • Produzent
2009
  • Darsteller
2008/2009
  • Darsteller
2006
  • Darsteller
2005
  • Darsteller
2004/2005
  • Darsteller
2004/2005
  • Darsteller
2004
  • Darsteller
2004
  • Darsteller
2003
  • Darsteller
2002/2003
  • Sprecher
2002-2004
  • Darsteller
2001/2002
  • Darsteller
2001/2002
  • Darsteller
2001-2003
  • Darsteller
2001
  • Darsteller
2001
  • Darsteller
2000
  • Darsteller
2000
  • Darsteller
2000
  • Darsteller
1999/2000
  • Darsteller
1998/1999
  • Darsteller
1998
  • Darsteller
1998
  • Synchronsprecher
1996/1997
  • Darsteller
1996/1997
  • Darsteller
1996
  • Darsteller
1996
  • Darsteller
1995/1996
  • Darsteller
1995/1996
  • Darsteller
1995
  • Darsteller
1994
  • Darsteller
1993/1994
  • Darsteller
1992/1993
  • Drehbuch
1991/1992
  • Darsteller
1990/1991
  • Darsteller
1989/1990
  • Darsteller
1989/1990
  • Darsteller
1989
  • Darsteller
1989
  • Darsteller
1988/1989
  • Darsteller
1988/1989
  • Darsteller
1987/1988
  • Darsteller
1987/1988
  • Darsteller
1986/1987
  • Darsteller
1986/1987
  • Darsteller
1986
  • Darsteller
1985/1986
  • Darsteller
1985/1986
  • Darsteller
1984/1985
  • Darsteller
1983/1984
  • Darsteller