"SPK Komplex", Quelle: Edition Salzgeber & Co. Medien, DIF, © Salzgeber & Co. Medien GmbH
Lutz Taufer

Neu im Kino: SPK Komplex

Das Sozialistische Patientenkollektiv (SPK), ein Zusammenschluss von zeitweise 500 psychisch Erkrankten, wurde 1970 in Heidelberg gegründet - im Mittelpunkt Dr. Wolfgang Huber und sein Credo, dass antipsychiatrische Selbstbestimmung und revolutionäre Agitation zusammengehören. "Aus der Krankheit eine Waffe machen" lautete das Motto derer, die überzeugt waren, dass das System selbst Ursache ihres Befindens sei und erst die Heilung der kranken und krankmachenden Gesellschaft individuelle Heilung ermögliche. Gerd Kroskes Dokumentarfilm "SPK Komplex", der sich intensiv mit der Gruppe auseinandersetzt, treibt dabei die Frage an, welche Prozesse im Deutschland des Vorherbstes zu einer Radikalisierung der SPK-Mitglieder führten, die soweit reichte, dass einige untertauchten und sich der RAF anschlossen. Kroske versucht dabei, das große Ganze durch die kleinen persönlichen Details seiner Gesprächspartner zu fassen, darunter ehemalige Mitglieder, aber auch ihre Gegner. Nicht zuletzt, weil der Film sich die Zeit nimmt, die es braucht, um sich dem vielschichtigen Thema zu nähern, fand "SPK Komplex" im Forum der diesjährigen Berlinale großen Anklang – zu Recht, wie wir finden.

Aktuelles

Mit den Frankfurter Positionen zur Zukunft des deutschen Films, einem Papier, das eine grundlegende Erneuerung des deutschen Filmsystems empfiehlt, liegen nun die Schlussfolgerungen aus dem Kongress "Zukunft Deutscher Film" vor.

Das Festival de Cannes (8. – 19. Mai 2018) hat weitere deutsche Filme und Koproduktionen in sein Programm hinzugefügt.

Der Home-Entertainment-Markt für Filme und TV-Serien auf DVD, Blu-ray, EST oder über Video-on-Demand-Dienste hat im Jahr 2017 das zweitbeste Ergebnis seit Erfassung der Marktdaten erzielt.

102 Filme aus 35 Ländern werden beim 18. goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films zu sehen sein, das morgen startet. Darunter sind acht Weltpremieren, eine internationale Premiere, eine europäische und 20 Deutschlandpremieren.

Ein auf mehrere Jahre angelegtes Modellprojekt erprobt neue Module und Filme für die Filmbildung mit Vorschulkindern und entwickelt für Kinos in ganz Deutschland eine mobile Version des beliebten Formats MiniFilmclub.