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Biografie

Hucky - eigentlich Hans-Jörg - Hornberger, geboren am 25. Juli 1967, absolvierte nach seinem Abitur zunächst eine Schreinerlehre. Nach seiner Gesellenprüfung arbeitete er eine Zeit lang in seinem Ausbildungsberuf und begann schließlich ein Studium der Innenarchitektur an der Fachhochschule Rosenheim, welches er 1991 mit Diplom abschloss. Darauf aufbauend studierte er bis 1993 Szenografie, ebenfalls in Rosenheim.

Als Assistent bei einigen kleineren Produktionen, wie etwa dem TV-Film "Hochzeiter und Hochzeiterin" (1990) sammelte er seit 1989 erste Filmerfahrungen. Zu Beginn der 1990er-Jahre arbeitete er dann als Szenenbildner beim Science-Fiction-Kurzfilm "Crossmatch" (1992) des Deutschamerikaners Andreas Troeger und als Szenenbild-Assistent beim von Roland Emmerich produzierten Münchner Science-Fiction-Film "High Crusade – Frikassee im Weltraum" (1994) der beiden Filmstudenten Klaus Knoesel und Holger Neubäuer. Der Film kombiniert Science-Fiction Elemente mit einem mittelalterlichen Setting, zwei Gebiete, auf die Hornberger sich später spezialisiert hat.

1997 war er Art Director beim US-Horrorfilm "American Werewolf in Paris" von Anthony Waller. In einer weiteren internationalen Produktion, "The Commissioner" (1998), arbeitete Hornberger ebenfalls als künstlerischer Leiter für den in Brüssel gedrehten Teil des Films. Nebenbei konnte man seine Arbeit in einigen Fernsehfilmen begutachten, etwa in "Unsere Kinder! – Verschollen im Urlaub" (1998) oder im ersten Teil der Science-Fiction-Serie "Aeon – Countdown im All" (2000). Ein weiteres galaktisches Projekt folgte im selben Jahr mit der Parodie "2001 – A Space Travesty" mit "Nackte-Kanone"-Star Leslie Nielsen in der Hauptrolle, wo Hornberger für das Szenenbild des in Deutschland gedrehten Teils des Films verantwortlich war. Für den deutschen Kurzfilm "Der Templer" (2002) vom späteren Oscar®-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck und dessen Bruder Sebastian realisierte er wieder ein mittelalterliches Szenenbild.

Hornbergers Expertise auf dem Gebiet der Historienfilme fand später Anwendung in größeren deutschen und internationalen Produktionen, so arbeitete er als Ausstatter unter Uli Hanischs Leitung in Tom Tykwers "Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders" (2006), welcher im 18. Jahrhundert spielt, und als Art Director in Bernd Lepels Szenenbild-Department für Sönke Wortmanns "Die Päpstin" (2009) mit Johanna Wokalek. Das britisch-deutsch-französische Historiendrama "Die Drei Musketiere" (2012) mit Christoph Waltz als Cardinal Richelieu ist im 17. Jahrhundert angesiedelt, auch hier wirkte Hornberger als Ausstatter unter Szenenbildner Paul D. Austerberry mit.

Aber auch die jüngere Geschichte kommt in Hornbergers Werk nicht zu kurz: 2003 wirkte er als Art Director am international produzierten Weltkriegsdrama "Im Visier des Bösen" mit, 2004 folgte eine Mitarbeit als Ausstatter beim NS-Fernsehdokudrama "Speer und er". Außerdem war er erneut als Art Director von Bernd Lepel an Uli Edels Großproduktion "Der Baader-Meinhof-Komplex" (2008) beteiligt.

2012 begannen die Dreharbeiten zu Edgar Reitz' 4-Stunden-Epos "Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht", der wiederum im 19. Jahrhundert angesiedelt ist. Als Szenenbildner Anton Gerg völlig überraschend zu Beginn des Drehs verstarb, übernahm Hornberger die Funktion des Szenenbildners. Beide gemeinsam wurden für den Deutschen Filmpreis 2014 in der Kategorie Bestes Szenenbild nominiert.

In den Jahren 2013 und 2014 begab sich Hornberger wieder auf internationales Terrain und arbeitete als Art Director an der europäischen Produktion "Big Game" mit Samuel L. Jackson als US-Präsident mit.

FILMOGRAFIE

2015/2016
  • Art Director
2014-2016
  • Art Director
2013-2015
  • Art Director
2010/2011
  • Ausstattung
2009-2011
  • Ausstattung
2008/2009
  • Art Director
2004/2005
  • Ausstattung
2003
  • Art Director
2002
  • Ausstattung