Deutscher Filmpreis 2026: Die Gewinner*innen

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Heute Abend wurde in Berlin im Palais am Funkturm in einer Galaveranstaltung mit rund 1.900 Gästen der Deutsche Filmpreis 2026 verliehen. Mit zehn Lolas ist Mascha Schilinskis Drama "In die Sonne schauen", das unter anderem im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes mit dem Jury-Preis ausgezeichnet und später auf die Shortlist der Academy Awards gesetzt wurde, der große Sieger der Verleihung, die wie schon im letzten Jahr erneut von Christian Friedel moderiert wurde.

 

"In die Sonne schauen", über vier Mädchen und junge Frauen, die während verschiedener Epochen auf einem uralten Bauernhof aufwachsen, gewann damit in allen der zehn Kategorien, in denen der Film nominiert war, darunter die Lola in Gold für den Besten Spielfilm, die Beste Regie und das Beste Drehbuch. Drei Lolas gingen an Simon Verhoevens "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke", eine Komödie, die auf Joachim Meyerhoffs autobiografischem Roman basiert, darunter die Lola in Bronze für den Besten Spielfilm. Die Lola in Silber erhielt İlker Çataks "Gelbe Briefe", der im Februar mit dem Goldenen Bären bei der Berlinale ausgezeichnet worden war. 

Drei Lola-Gewinner standen bereits vor der Preisverleihung fest: Wim Wenders erhielt den Ehrenpreis für seine herausragenden Verdienste um den deutschen Film. Die Lola in der Kategorie "Besucherstärkster Film" ging an Regisseur und Produzent Michael Bully Herbig (herbX film) für den Film "Das Kanu des Manitu". Die Komödie hatte über 5 Millionen Besucher*innen ins Kino gelockt. Der in unregelmäßigen Abständen verliehene Bernd Eichinger Preis geht in diesem Jahr an die Produzenten Thomas Wöbke und Philipp Trauer (u. a. "September 5", "22 Bahnen"). Der seit 2012 vergebene Preis ehrt Filmschaffende, die Kino als gemeinschaftliche, leidenschaftliche und künstlerische Teamarbeit verstehen – im Sinne seines Namensgebers.

Die Gewinner*innen im Einzelnen:

Bester Spielfilm Gold
"In die Sonne schauen"
Produktion: Maren Schmitt, Lucas Schmidt, Lasse Scharpen (Studio Zentral)

Bester Spielfilm Silber
"Gelbe Briefe"
Produktion: Ingo Fliess (if... Productions Film, Haut et Court, Liman Film)

Bester Spielfilm Bronze
"Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke"
Produktion: Janine Jackowski, Jonas Dornbach, Maren Ade (Komplizen Film, Sentana Filmproduktion, Doll Filmproduktion, Warner Bros. Film Productions Germany)

Bester Dokumentarfilm
"Siri Hustvedt – Dance Around the Self
Produktion: Irene Höfer (Medea Film Factory, Dschoint Ventschr Filmproduktion), Sabine Lidl (Regie)

Bester Kinderfilm
"Zirkuskind
Produktion: Katharina Bergfeld, Martin Heisler (Flare Film)

Beste Regie
Mascha Schilinski ("In die Sonne schauen")

Bestes Drehbuch
Mascha Schilinski, Louise Peter ("In die Sonne schauen")

Beste weibliche Hauptrolle
Senta Berger ("Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke")

Beste männliche Hauptrolle
August Diehl ("Das Verschwinden des Josef Mengele")

Beste weibliche Nebenrolle
Lena Urzendowsky ("In die Sonne schauen")

Beste männliche Nebenrolle
Michael Wittenborn ("Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke")

Beste Kamera / Bildgestaltung
Fabian Gamper ("In die Sonne schauen")

Bester Schnitt
Evelyn Rack ("In die Sonne schauen")

Bestes Szenenbild
Cosima Vellenzer (Szenenbild), Maike Kiefer (Set Dec) ("In die Sonne schauen")

Bestes Kostümbild
Sabrina Krämer ("In die Sonne schauen")

Bestes Maskenbild
Anne-Marie Walther, Irina Schwarz ("In die Sonne schauen")

Beste Filmmusik
Marvin Miller ("Gelbe Briefe")

Beste Tongestaltung
Claudio Demel, Billie Mind, Kai Tebbel, Sebastian Heyser, Jürgen Schulz ("In die Sonne schauen")

Beste visuelle Effekte
Michael Wortmann, Frank Schlegel ("Momo")
 
Der Deutsche Filmpreis ist eine Veranstaltung der Deutschen Filmakademie in Zusammenarbeit mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), produziert von der Deutschen Filmakademie Produktion GmbH. In diesem Jahr war die ARD Degeto Film für die Ausstrahlung im Ersten und in der ARD Mediathek redaktionell verantwortlich.

Sämtliche Nominierungen finden Sie hier.

Quelle und weitere Informationen: www.deutscher-filmpreis.de