Louise Peter

Weitere Namen
Louise F. Peter (Weiterer Name)
Darstellerin, Regie, Drehbuch, Bauten, Schnitt, Ton
Berlin

Biografie

Louise Peter wurde 1982 in West-Berlin geboren. Bereits während ihrer Schulzeit freundete sie sich mit der zwei Jahre jüngeren, späteren Filmemacherin Mascha Schilinski an, mit der sie vor allem eine Leidenschaft für selbst verfasste Kurzgeschichten verband. Schließlich brach der Kontakt für viele Jahre ab. 

Nach dem Abitur studierte Peter zunächst Theater-, Film- und Medienwissenschaften in Wien. Danach absolvierte sie eine Schauspielausbildung in Berlin und arbeitete als freischaffende Schauspielerin. So hatte sie unter anderem eine Hauptrolle in der Beziehungsgeschichte "Die Tage dazwischen", die 2012 bei den Hofer Filmtagen Premiere feierte. Daneben verbrachte Peter längere Schreibaufenthalte in Südspanien. 

Schließlich begann Louise Peter ein Studium im Fach Drehbuch an der Filmakademie Baden-Württemberg (das genaue Jahr ist nicht öffentlich bekannt, vermutlich 2013/14). Dort realisierte sie als Co-Regisseurin und Autorin mehrere Kurzfilme, darunter den handgezeichneten "Eye For An Eye" (2016, zusammen mit Steve Bache und Mahyar Goudarzi), ein Animations-Dokumentarfilm über den Mörder Frederick Baer, der damals seit mehr als zehn Jahren im Indiana State Prison auf die Vollstreckung seiner Todesstrafe wartete. "Eye For An Eye" wurde 2016 in den USA für den Student Academy Award nominiert und in Deutschland mit dem Short Tiger Award ausgezeichnet. 

An der Filmakademie Baden-Württemberg traf Peter unerwartet auch ihre Kindheitsfreundin Mascha Schilinski wieder, woraus sich schließlich die Idee einer Zusammenarbeit entwickelte: Beide hatten für getrennte Projekte einen Bauernhof in der Altmark besucht, taten sich dann aber zusammen und entwickelten gemeinsam das Drehbuch zu Schilinskis zweitem Spielfilm "In die Sonne schauen" (2025). Noch vor der Realisierung des Projekts erhielten Peter und Schilinski für das Drehbuch den Thomas Strittmatter Preis, damals noch unter dem Arbeitstitel "The Doctor Says I'll Be Alright But I'm Feelin' Blue". 

"In die Sonne schauen", ein Drama über das Leben von vier Mädchen auf einem altmärkischen Bauernhof über einen Zeitraum von rund 100 Jahren, feierte im Mai 2025 im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes Premiere – und wurde dort mit dem Preis der Jury ausgezeichnet. Bei den Oscars 2026 wurde "In die Sonne schauen" als deutscher Vorschlag für die Kategorie Bester Internationaler Film ausgewählt (aber am Ende nicht nominiert). Im selben Jahr folgten Nominierungen für den New Yorker Gotham Award (Bester internationaler Film, Bestes Originaldrehbuch) und den British Independent Film Award (Bester internationaler Independent-Film). Beim Europäischen Filmpreis 2026 gab es für den Film acht Nominierungen, unter anderem in den Kategorien Bester Film, Regie und Drehbuch. Er gewann die Auszeichnung für das Beste Kostümbild.

In Deutschland erhielt "In die Sonne schauen" den Günter Rohrbach Filmpreis, den Preis der deutschen Filmkritik als Bester Spielfilm, den Deutschen Kamerapreis sowie zwei Bayerische Filmpreise (Regie und Kamera); beim Deutschen Filmpreis 2026 ging der Film mit elf Nominierungen, darunter für Peter und Schilinski in der Kategorie Drehbuch, als großer Favorit ins Rennen. Er gewann die Lola für das Beste Drehbuch, die Lola in Gold für den Besten Film sowie in allen anderen Kategorien, in denen er nominiert war.

FILMOGRAFIE

2023-2025
  • Drehbuch
2017-2019
  • Drehbuch
2018
  • Drehbuch
2015/2016
  • Regie
  • Drehbuch
  • Animation
  • Schnitt
2016
  • Regie
  • Drehbuch
2014/2015
  • Regie
  • Drehbuch
  • Schnitt
  • Ton-Design
2008-2012
  • Darsteller
2010
  • Darsteller