Darsteller, Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produzent
Berlin

Biografie

Ilker Çatak wurde am 11. Januar 1984 in Berlin geboren. 1996 zog der Sohn türkischer Einwanderer mit seiner Familie nach Istanbul. Nachdem er dort an der Botschaftsschule sein Abitur gemacht hatte, ging er zurück nach Deutschland, wo er bei diversen Kinoproduktionen praktische Filmerfahrungen sammelte. Im Jahr 2005 begann Çatak, eigene Kurzfilme zu drehen; zudem realisierte er Werbespots unter anderem für Allianz, die Deutsche Telekom und Audi. Bis 2010 absolvierte er ein Bachelor-Studium im Fach Film- und Fernsehregie an der Berliner Dekra Hochschule für Medien. Im Jahr darauf erhielt er ein Autorenstipendium des Bayerischen Rundfunks.

Von 2012 bis 2014 studierte Çatak an der Hamburg Media School, wo er seinen Master-Abschluss machte. Ein großer Erfolg gelang ihm mit seinem studentischen Kurzfilm "Wo wir sind" (2014), der unter anderem mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet wurde und als einer von zehn Finalisten in die Endauswahl der Student Academy Awards kam. Auch sein Abschlussfilm "Sadakat" (2015) wurde im Kurzfilmwettbewerb des Max-Ophüls-Festivals mit dem Hauptpreis ausgezeichnet – und gewann darüber hinaus einen First Steps Award sowie den Student Academy Award in Gold. Der Film handelt von einer jungen Frau aus Istanbul, die während der Proteste 2014 einem Demonstranten hilft und dadurch ins Visier des türkischen Polizeiapparats gerät.

Mit der Jugendgeschichte "Es war einmal Indianerland" (DE/FR 2017), nach dem Roman von Nils Mohl, stellte Ilker Çatak 2017 seinen ersten abendfüllenden Spielfilm vor, der sehr positiv aufgenommen wurde.

Zwei Jahre später feierte Çataks nächster Film auf dem Münchner Filmfest Premiere: "Es gilt das gesprochene Wort" über eine deutsche Pilotin (Anne Ratte-Polle), die sich auf eine Scheinehe mit einem deutlich jüngeren Türken einlässt, gewann in der Folge zahlreiche Preise, darunter zwei Förderpreise Neues Deutsches Kino und den Bayerischen Filmpreis für die Beste Hauptdarstellerin. Çatak wurde beim Deutschen Filmpreis für das Drehbuch (wieder gemeinsam mit Nils Mohl) und die Regie nominiert.

Im Sommer 2019 fanden die Dreharbeiten zu Ilker Çataks nächstem Spielfilmprojekt "Räuberhände" statt, einer Verfilmung des gleichnamigen Romans von Finn-Ole Heinrich, der zusammen mit Gabriele Simon auch das Drehbuch geschrieben hatte (2018 gewann das Duo für dieses Projekt den Thomas Strittmatter Drehbuchpreis). Die Weltpremiere fand im April 2021 beim (pandemiebedingt) online stattfindenden Lichter Filmfest statt; dort wurde der Film jedoch ausschließlich der Jury gezeigt. Die Premiere mit Publikumsbeteiligung erfolgte im Juni 2021 beim Kindermedienfestival Goldener Spatz. Im September 2021 startete "Räuberhände" regulär in den Kinos.

FILMOGRAFIE

2019/2020
  • Regie
2018/2019
  • Regie
  • Drehbuch
2014/2015
  • Regie
2013/2014
  • Regie
2013
  • Regie
2012/2013
  • Regie
  • Drehbuch
2010
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
2008
  • Regie
  • Kamera
  • Schnitt
2007/2008
  • Darsteller
  • Regie
  • Produzent