Summary
Sapphire Blue
Young people as they are, Gwendolyn knows that when Gideon starts behaving really weirdly, as boys do, there is a bad dose of the hormones coming on! Which means one of them, which will be Gwendolyn, has to keep hers well under control. Fortunately for her, and the world, she has some pretty good advisers on her side, such as her best friend Leslie, the little gargoyle Xemerius, the school ghost James and her grandfather who, now in his younger years, is able to give her important tips from the past.
But when our two young and intrepid adventurers join forces to oppose a threatening alliance of evil and end up trapped in the clutches of the evil Count of St. Germain it results in a struggle that not only pits good against a whole load of evil but will put their love to the toughest of tests. With the fate of the world as everybody knows it resting on their shoulders and then some serious dancing lessons to be mastered, there is all to play for.
Source: German films Service & Marketing GmbH
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„Rubinrot“, die gut zweistündige Verfilmung des ersten Bandes der „Edelstein-Trilogie“ genannten Roman-Reihe „Liebe geht durch alle Zeiten“ mit den Einzeltiteln „Rubinrot“, „Saphirblau“ und „Smaragdgrün“ der deutschen Autorin Kerstin Gier durch die Drehbuch-Autorin Katharina Schöde und den Regisseur Felix Fuchssteiner aus dem Jahr 2013, lockte mehr als eine halbe Million zumeist junger Besucher in die Kinos. Klar, dass man im Münchner Produzententeam um Regie-Altmeister Hans W. Geißendörfer von Beginn an eine komplette Verfilmung der Fantasy-Vorlage plante, die sich bis dato 2,5 Millionen Mal verkauft hatte.
Naturgemäß gibt es in „Saphirblau“ ein Wiedersehen mit den Protagonisten, die den Fans in „Rubinrot“ ans Herz gewachsen sind. Und wieder wird das Kinopublikum in die Welt der Geheimloge und in das chaotische Leben eines Londoner Mädchens entführt. Neben den Zeitreisen und Abenteuern liegt der dramaturgische Fokus nun auf der Entwicklung der romantischen Liebesgeschichte zwischen Gwendolyn und dem zwei Jahre älteren Gideon, die sich im ersten Teil gefunden haben.
London 1609. Die frisch Verliebten landen in der zum Bersten gefüllten Kneipe „The Black Swan“, wo kein Geringerer als William Shakespeare aus seinem Werk rezitiert. Es geht gleich richtig zur Sache: „Saphirblau“ ist im Vergleich zum noch sehr märchenhaften Vorgänger ein Fantasy-, Liebes- und Actionfilm zugleich. In dem neue Verbündete auftauchen neben Gwendolyns bester Freundin Leslie, dem Archivar der Wächter-Loge George und dem Schulgeist James: Der Drache Xemerius, ein ganz wunderbar imaginierter kleiner Wasserspeier-Dämon, den nur Gwendolyn sehen kann und dem Rufus Beck seine Stimme verleiht, sowie Lucas Montrose, ihr Großvater in jungen Jahren, den sie bei ihren Zeitreisen ins Jahr 1953 kennenlernt. Er ist gerade 34 Jahre jung, frisch in die Wächter-Loge aufgenommen und sehr um das Wohlergehen seiner Enkelin in spe besorgt.
London 1912. Gwendolyn und Gideon reiten durch den Hyde Park, um Paul de Villiers und Lucy Montrose zu treffen. Diese waren im Besitz eines zweiten Chronographen und wurden daher vom Vorsitzenden der mysteriösen Geheimloge, dem Grafen von Saint Germain, verbannt. Gelingt es Gwendolyyn und Gideon, dieser Maschine habhaft zu werden, hätten der Graf und sein neuer, forscher Adlatus Whitman keine Macht mehr über sie. Paul und Lucy sind sehr besorgt um Gwen, warnen sie nachdrücklich davor, mit ihrem Blutstropfen den Kreislauf des in der Loge aufbewahrten Chronographen zu schließen: Wenn das geschehe, hätten der Graf und seine Getreuen freie Hand, ein neues diktatorisches Regime zu errichten.
London 1783, Soiree beim Grafen Brompton. William de Villiers, Gwens so vermögender wie einflussreicher Onkel, hat Raphael de Villiers, Gideons jüngeren Bruder und auch so etwas wie das schwarze Schaf seiner Familie (Lion Wasczyk gibt in der Rolle des sympathischen Sprücheklopfers sein Kinodebüt) auf seinen Neffen angesetzt, damit Gideon sich ein bisschen austoben und seine Liebe zu Gwendolyn vergessen soll. Der gutaussehende Hallodri schlägt unter den Mädchen ein wie eine Bombe – Leslie hat nur noch Augen für Raphael. Und Gwen denkt gar nicht daran, mit Gideon Schluss zu machen, auch wenn der sich manchmal etwas merkwürdig benimmt. London 1950. Ausgerechnet in der prüden Nachkriegszeit klappts endlich zwischen Gwen und Gideon, nachdem ihre „Mutter“ Grace zuvor einen vielversprechenden Ansatz im „Kinderzimmer“ zerstört hat...
Man sollte von dieser arg konstruierten Geschichte nicht zu viele Einzelheiten preisgeben. Fantasy-Fans werden sie lieben, romantisch veranlagte junge Mädchen schmachtend die Kinos füllen. Letztlich geht es doch auch hier immer um die alten Themen wie Liebe, Familie, Freundschaft, Treue, Geborgenheit – und Pfannkuchen mit Apfelmus. Katharina Thalbach als skurrile Großtante Maddy und Johannes Silberschneider als Diener Bernhard, der gute Geist im Hause von Grace und Gwen Shepherd, haben prägnante Kurzauftritte. Und die Fechtszenen sind auch nicht von Pappe, die finale mitten im Abspann macht Lust auf mehr in „Smaragdgrün“.
Auch die Locations können sich sehen lassen, so dient das Amtsgericht des Berliner Arbeiterbezirks Wedding mit seinem imposanten Treppenhaus als Sitz der Wächter-Loge und das arg renovierungsbedürftige, aber idyllisch an der Havel gelegene Schloss Marquardt im Norden Potsdams als Kulisse für den prachtvollen Rokoko-Ball. Mit Musik von Rameau, Händel, Bach und Boyce, eingespielt von der renommierten Staatskapelle Weimar. Leider hat Philipp Fabian Kölmel ansonsten für eine ziemlich unerträgliche Musik-Sauce gesorgt. Gedreht auch auf Schloss Tenneberg in Waltershausen, auf der Wartburg in Eisenach, im Rathaus Mühlhausen, am Decksteiner Weiher in Köln sowie die London-Szenen in Aachen und Stolberg ist die Fantasy-Zeitreise am 25. Dezember 2016 auf RTL als Free-TV-Premiere ausgestrahlt worden.
Felix Fuchssteiner im Concorde-Presseheft: „‘Saphirblau‘ ist persönlicher und direkter als ‚Rubinrot‘ – auch, weil die Probleme und Liebesnöte der Hauptfiguren näher an der Lebenswirklichkeit der Zuschauer sind. Optisch ist ‚Saphirblau‘ noch opulenter geworden, gleichzeitig fängt die Kamera die Figuren direkter und intimer ein als bei ‚Rubinrot‘: Dynamischer, näher dran.“
Pitt Herrmann