"The Good Sister", Source: eksystent filmverleih, DFF, © Selma von Polheim Gravesen, Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin GmbH (dffb)
Marie Bloching, Anton Weil (v.l.)

Neu im Kino: Schwesterherz

Einen tiefen Konflikt zwischen dem moralischen Anspruch an sich selbst und der Loyalität zu einem geliebten Menschen beleuchtet das Langfilmdebüt "Schwesterherz" von Sarah Miro Fischer. Im Mittelpunkt steht Rose (Marie Bloching), eine junge Frau, die gerade die Trennung von ihrer Freundin hinter sich hat und nun übergangsweise zu ihrem Bruder Sam (Anton Weil) zieht. Die Geschwister haben schon immer ein sehr enges Verhältnis, verstehen sich blind und vertrauen einander vollkommen. So gehen sie nun eine Weile gemeinsam durch den Alltag – doch ihre Vertrautheit bricht in sich zusammen, als eines Tages eine Frau Sam beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben. Im Rahmen der Ermittlungen soll auch Rose gegen ihn aussagen, was sie völlig aus der Bahn wirft. Könnte an diesem ungeheuerlichen Verdacht etwas dran sein? Könnte es sein, dass sie Sam doch nicht so gut kennt, wie sie immer dachte?  Mit geradezu hypnotischer Konzentration und ohne einfache Antworten fängt der Film Roses Erschütterung ein - von Marie Bloching grandios gespielt -, und stellt die unbequeme Frage, wie sehr Gefühle unser Bild der Realität verzerren können. Im vergangenen Jahr wurde "Schwesterherz" hochverdient mit dem First Steps Award ausgezeichnet.

Aktuelles

Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer hat heute die drei Nominierten für den Deutschen Drehbuchpreis 2026 verkündet. Der Preis ist die wichtigste und höchstdotierte nationale Auszeichnung für herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Drehbuchschreibens.

In den vergangenen 40 Jahren ist der Teddy Award zu einem festen Bestandteil der Berlinale geworden. Das vierzigste Jubiläum wird mit der Sonderreihe "Teddy 40", die sechs Kurzfilme und acht Langfilme aus der Geschichte des Teddy Award sowie eine Gesprächsreihe umfasst, gefeiert.

Das Göteborg Film Festival findet von 23. Januar bis 1. Februar 2026 statt. Bei der 49. Ausgabe des größten Filmfestivals der nordischen Länder wird Deutschland das Schwerpunktland des Nordic Film Market und der TV Drama Vision sein, die im Rahmen des Festivals präsentiert werden.

Einblick in aktuell vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum digitalisierte Filme gibt im Januar die kompakte Filmreihe "Filmerbe - digital. Film Preservation Weekend". Zehn Filme und ein Kurzfilmprogramm sind von Donnerstag, 22. Januar, bis Sonntag, 25. Januar, zu sehen.

Vom 10. Januar bis 21. Februar zeigt das Filmmuseum München eine Reihe mit Werken des 2024 verstorbenen Filmemachers Werner Penzel.