Friedrich Georg Beckhaus

Darsteller
Berlin

Biografie

Friedrich Georg Beckhaus wurde am 11. Dezember 1927 in Berlin geboren. Er nahm Schauspielunterricht bei Gustaf Gründgens in Düsseldorf und stand anschließend an Theatern in Hamburg und Berlin auf der Bühne. Sein Filmdebüt gab er 1959 mit einer kleinen Rolle als Gefängniswärter in Falk Harnacks "Unruhige Nacht". Da er für diesen Auftritt keine Nennung im Abspann erhielt, hatte Beckhaus seine erste "offizielle" Filmrolle 1960 als trinkfreudiger, derb-lustiger Student Brander in der "Faust"-Verfilmung von Peter Gorski und Gustaf Gründgens.

Es folgten zahlreiche kleine Auftritte, unter anderem als "betrunkener Matrose" in dem Edgar-Wallace-Krimi "Das Gasthaus an der Themse" (1962). 1964 spielte er die Titelrolle in Robert A. Stemmles Justizirrtum-Dokudrama "Der Fall Jakubowski" (TV), 1965 verkörperte er in "Freispruch für Old Shatterhand" (TV) den Schriftsteller Karl May. In Wolfgang Schleifs Fernseh-Fünfteiler "Bürgerkrieg in Rußland" spielte er 1967 den Revolutionär Leo Trotzki.

Seine berühmteste Rolle dürfte gleichwohl in der erfolgreichen Fernsehserie "Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion" (1966, später häufig: "Raumpatrouille Orion") gewesen sein, die im Lauf der Jahre Kultstatus erlangte. Beckhaus spielte darin ein Mitglied der Hauptbesatzung, den Leutnant und "Astrogator" Atan Shubashi.

Kinorollen – meist kleinere Nebenrollen – spielte Beckhaus unter anderem in den Simmel-Verfilmungen "Und Jimmy ging zum Regenbogen" (1971, als Doktor) und "Liebe ist nur ein Wort" (1972, als Kommissar) sowie in der Fallada-Verfilmung "Jeder stirbt für sich allein" (1976, als Richter). In der Komödie "Der Mann im Pyjama" (1981) war er ein Wachleiter, im Dieter-Hallervorden-Klamauk " Didi - Der Doppelgänger" (1984) ein Kommissar, in der Gesellschaftskomödie "Ein Schweizer namens Nötzli" (1988) ein Mitarbeiter der Titefigur.

Bis Mitte der 1990er-Jahre übernahm Beckhaus noch Episodenrollen in verschiedenen Serien, darunter "Tatort", "Die Schwarzwaldklinik", "Liebling Kreuzberg" und zuletzt "Wolffs Revier" (1995). Seine Filmografie als Schauspieler umfasst weit über 150 Titel.

Nicht zuletzt aber war Beckhaus seit den späten 1950er-Jahren auch als Synchronsprecher aktiv – hier zählt seine Filmografie (inklusive aller Serienfolgen) über 2600 Titel. Häufig lieh er Robert Duvall (u.a. "Jack Reacher"), Harry Dean Stanton (u.a. "Wild at Heart") und Hector Elizondo (u.a. "Pretty Woman") seine Stimme. In John Carpenters Science-Fiction-Film "Dark Star" (US 1974) sprach er die "Bombe Nummer 20", im Serienbereich war er in "Scrubs – Die Anfänger" (2001-2010) die feste deutsche Stimme von Dr. Bob Kelso (Ken Jenkins). Außerdem vertonte er in der Hörspielserie "Benjamin Blümchen" den Baron von Zwiebelschreck.

Im Mai 2019 wurde Beckhaus beim Deutschen Synchronpreis mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk gewürdigt. Danach blieb er noch einige Jahre aktiv. Zu seinen letzten Einsätzen als Synchronsprecher gehören Robert Duvall in "Hustle" (US 2022) sowie ein Ladenbesitzer in Martin Scorseses "Killers of the Flower Moon" (US 2023). 

Ende 2023 begab sich Friedrich Beckhaus im Alter von 95 Jahren endgültig in den Ruhestand. Am 5. Februar 2026 starb er im Alter von 98 Jahren – als letzter Hauptdarsteller der "Raumpatrouille Orion".
 

FILMOGRAFIE

2001/2002
  • Synchronsprecher
1996/1997
  • Synchronsprecher
1989-1996
  • Sprecher
1994
  • Darsteller
1985/1986
  • Darsteller
1985
  • Sprecher
1983/1984
  • Darsteller
1984
  • Darsteller
1983/1984
  • Darsteller
1983
  • Darsteller
1981
  • Darsteller
1981
  • Darsteller
1980
  • Darsteller
1979/1980
  • Darsteller
1978/1979
  • Darsteller
1976
  • Darsteller
1976
  • Darsteller
1975
  • Darsteller
1970/1971
  • Darsteller
1970/1971
  • Darsteller
1970/1971
  • Darsteller
1970
  • Darsteller
1969/1970
  • Darsteller
1970
  • Darsteller
1968/1969
  • Darsteller
1969
  • Darsteller
1967/1968
  • Darsteller
1967/1968
  • Darsteller
1967/1968
  • Darsteller
1967/1968
  • Darsteller
1967
  • Darsteller
1967
  • Darsteller
1966
  • Darsteller
1966
  • Darsteller
1966
  • Darsteller
1966
  • Darsteller
1966
  • Darsteller
1966
  • Darsteller
1966
  • Darsteller
1966
  • Darsteller
1966
  • Darsteller
1964/1965
  • Darsteller
1964
  • Darsteller
1964
  • Darsteller
1963
  • Darsteller
1963
  • Darsteller
1963
  • Darsteller
1960
  • Darsteller
1960
  • Darsteller