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F.P. 1 antwortet nicht

Deutschland 1932 Spielfilm

Inhalt

Der berühmte Ozeanflieger Ellissen will die Welt auf ein großartiges Projekt seines Freundes Droste aufmerksam machen. Mitten im Ozean soll die schwimmende Plattform F.P.1 entstehen – mit Landeplatz und Hotel als Zwischenstation auf dem Flug von Europa nach Amerika. Die Lennartz-Werft soll dieses gigantische Projekt verwirklichen. Als Ellissen von einem gescheiterten Rund-um-die-Welt-Flug zurückkehrt, steht die Insel im Ozean. Einem Hilferuf folgend, fliegt er zusammen mit Claire Lennartz zu F.P.1. Dort muss er erkennen, dass sich Claire, in die er sich verliebt hatte, inzwischen Droste liebt. Trotz Eifersucht und Verbitterung hilft er, die Plattform zu retten, die durch einen Sabotageanschlag von Chefingenieur Damsky im Meer zu versinken droht.

Der Film wurde auch in einer englischen und in einer französischen Version gedreht:
"SF.P. 1 / Secrets of F.P. 1"
"I.F. 1 ne répond plus"

 

Kommentare

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Falk Schwarz
Mann, oh Mann
Sehr schwierig, diesem Film heute gerecht zu werden. Sicher sind die Bauten von Erich Kettelhut visionär und modern. Das perfekte Illusionsspiel der Kamera von Günther Rittau, der diese stählerne Insel im Atlantik immer wieder aus neuer Perspektive aufnimmt, bleibt bewundernswert. Auch die verhaltene und eher leise Personenführung durch Regisseur Karl Hartl. Doch was diesen Film heute so unausstehlich macht, ist der Albers, dieser nordische Sieger, der in seinem Omnipotenzwahn glaubt, alles zu können. Im Frack in der Luxussuite genauso zuhause ist wie als heruntergekommener Trunkenbold in seiner dunklen Kammer, der aber wenn's nottut, alle im Handstreich rettet. "Flieger, grüß mir die Sonne", schmettert der Chor gleich zu Anfang: "Wir warten nicht, wir starten, was immer auch geschieht". Es klingt wie eines der Kampflieder der SA. Albers trifft das Unbewußte des heraufziehenden NS-Männerkultes: unbesiegbar, unbezwingbar, jeder Situation mit Mut und Ausdauer gewachsen! Seine Minderwertigkeitsgefühle kann er nicht spielen, dazu sind sie zu massiv verdrängt. Da hilft kein blauer Blick und keine abgehackte Nuschelsprache. Als er Sybille Schmitz an den Freund verliert, setzt er - komplett außengesteuert- seine Verzweiflung in hohle Betriebsamkeit um. Albers "vulgärer Charme" (Brecht) quillt dem Film aus allen Poren. Nazi war er vielleicht nicht, aber infiziert von dem Allmachtdenken war er schon. Letzte Worte von Albers: "Ich zeig' Euch den Weg". Von einem, der sich selber so wenig kennt und sich so konsequent selbst belügt?

Credits

Regie

Schnitt

Musik

Darsteller

Produzent

Alle Credits

Regie

Regie-Assistenz

Kamera-Assistenz

Optische Spezialeffekte

Standfotos

Garderobe

Schnitt

Ton-Schnitt

Musik

Musikalische Leitung

Musik-Ausführung

Liedtexte

Darsteller

Produzent

Produktionsleitung

Dreharbeiten

    • 15.08.1932 - 15.12.1932: Hamburg (Howaldt-Werft), Umgebung von Greifswald, Cuxhaven, Warnemünde; Ufa-Atelier Neubabelsberg
Länge:
3132 m, 114 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, Tobis-Klangfilm
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 20.12.1932, B.32770, Jugendfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 22.12.1932, Berlin, Ufa-Palast am Zoo

Titel

  • Originaltitel (DE) F.P. 1 antwortet nicht

Fassungen

Original

Länge:
3132 m, 114 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, Tobis-Klangfilm
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 20.12.1932, B.32770, Jugendfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 22.12.1932, Berlin, Ufa-Palast am Zoo

Prüffassung

Länge:
3048 m, 111 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, Mono
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 24.11.1981, 52778, ab 6 Jahre / feiertagsfrei