Drei Mann auf einem Pferd

BR Deutschland 1957 Spielfilm

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Falk Schwarz
Ein ärgerliches Nichts
Wer kennt es nicht, dieses Gefühl, wenn im Kino die Lichter angehen und man in lauter leere Gesichter sieht, alle sich schweigend erheben und langsam und stumm - ja resigniert - dem Ausgang zustreben? Zwei vertane Stunden, kein Lacher, kein Heuler, keine Unterhaltung, einfach nichts, was einen betrübt oder erheitert hätte. Ein Film flau wie ein leerer Magen. Man hat erst einmal genug vom unbehosten Walter Giller, der Heulsuse Gardy Granass, dem angeblich coolen Kurt Meisel, dem boxenden Theo Lingen, dem aufgetakelten und absolut unglaubwürdigen „Gansterliebchen“ Nadja Tiller. Ob Produzent Kurt Ulrich bei der Abnahme dieses Films wieder in seinen Kriegsschrei „Das wird eine Bombe“ ausgebrochen ist? Sein Drehuchautor Gustav Kampendonk hatte ihm davon abgeraten, diese kleine Bühnenfarce von einem „Dichter“, der Pferdewetten voraussagen kann, zu einem Farbfilm aufzublasen. Er scheiterte, verfasste aber trotzdem das Drehbuch. Pecunia non olet. Allerdings konnte von „pecunia“ bei diesem Werk nicht die Rede sein - der Zoo-Palast in Berlin setzte den Film nach nur einem einzigen Tag wieder ab (Barthel). „Bomben“ brauchen Zünder. Produzenten gelegentlich auch mal Hirn.

Credits

Alle Credits

Länge:
2650 m, 97 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
Eastmancolor, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 30.09.1957, 15395, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 03.10.1957, Stuttgart, Palast-Lichtspiele

Titel

  • Originaltitel (DE) Drei Mann auf einem Pferd

Fassungen

Original

Länge:
2650 m, 97 min
Format:
35mm, 1:1,37
Bild/Ton:
Eastmancolor, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 30.09.1957, 15395, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 03.10.1957, Stuttgart, Palast-Lichtspiele