Die Fremde

Deutschland 2008-2010 Spielfilm

Inhalt

"Hör auf zu träumen!", sagt die Mutter zu ihrer 25-jährigen Tochter Umay, als diese mit ihrem kleinen Sohn Cem in Berlin vor der Wohnungstür ihrer Eltern steht. Umay ist aus einem unglücklichen Eheleben in Istanbul ausgebrochen und will zurück in Berlin ein selbstbestimmtes Leben führen. Sie weiß, dass sie ihren Eltern und Geschwistern damit viel zumutet, hofft aber, dass die liebevolle Verbundenheit stärker ist als alle gesellschaftlichen Zwänge.

Doch schon bald erkennt sie, dass ihre Familie die Konventionen nicht einfach über Bord werfen kann und an der Herausforderung zu zerbrechen droht. Als die Familie beschließt, Cem zu seinem Vater in die Türkei zurückzuschicken, um den Ruf der Familie wiederherzustellen, flieht Umay erneut und bricht alle Brücken hinter sich ab. Umay verliebt sich in Stipe und baut für Cem und sich ein neues Leben auf. Als sie versucht, sich wieder mit ihrer Familie zu versöhnen, erkennt sie nicht, dass es bereits zu spät dafür ist.

Feo Aladag: "Viele Bürger Deutschlands mit türkischen Wurzeln hadern zu Recht mit ihrer Identität. Sie fühlen sich hier als Türken, die nicht gewollt sind, und in der Türkei als Deutsche. Ehrverbrechen sind auch in diesem Teil unserer Gesellschaft die Ausnahme, die schlimmstmögliche Katastrophe. Meines Erachtens ist eine der Ursachen für die Rückbesinnung auf traditionelle Werte, gerade in der jüngeren Generation, die gesellschaftliche Ablehnung durch die Mehrheitsgesellschaft. "Die Fremde" ist somit kein repräsentatives Porträt einer gesellschaftlichen Gruppe und auch keine Lebensanleitung. Der Film soll eine Möglichkeit spürbar machen. Darin liegt die eigentliche Hoffnung dieser Geschichte."

Quelle: 60. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

 

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Credits

Alle Credits

Regie

Script

Drehbuch

Kamera-Bühne

Szenenbild

Außenrequisite

Innenrequisite

Kostüme

Schnitt

Ton-Assistenz

Synchron-Ton

Stunt-Koordination

Herstellungsleitung

Produktions-Assistenz

Post-Production

Dreharbeiten

    • 15.07.2008 - 14.09.2008: Berlin, Istanbul, Kayseri
Länge:
3362 m, 123 min
Format:
35mm, 1:2,35
Bild/Ton:
Farbe, Dolby SR
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 10.09.2009, 119627, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 13.02.2010, Berlin, IFF - Panorama;
Kinostart (DE): 11.03.2010

Titel

  • Originaltitel (DE) Die Fremde
  • Titelübersetzung When we leave
  • Titelübersetzung L'etrangére

Fassungen

Original

Länge:
3362 m, 123 min
Format:
35mm, 1:2,35
Bild/Ton:
Farbe, Dolby SR
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 10.09.2009, 119627, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 13.02.2010, Berlin, IFF - Panorama;
Kinostart (DE): 11.03.2010

Auszeichnungen

Preis der deutschen Filmkritik 2011
  • Beste Hauptdarstellerin (ex aequo >Drei<)
  • Bester Schnitt
  • Beste Kamera
  • Bestes Drehbuch
  • Bestes Spielfilmdebut
  • Bester Spielfilm
Kommunales Kino Esslingen 2011
  • Goldene Zwiebel, Beste Darstellerin
  • Goldene Zwiebel, Bestes Debüt
Premiers Plans Film Festival, Angers 2011
  • Puplikumspreis
Diva 2011
  • Regieleistung des Jahres 2010
  • Deutscher Entertainment Preis
Europaparlament Brüssel 2010
  • LUX-Filmpreis
IFF Gent 2010
  • Großer Preis, Bester Film
Filmfest München 2010
  • Bernhard Wicki Filmpreis, Darstellerpreis
Deutscher Kamerapreis 2010
  • Beste Kamera, Kinospielfilm
Tribeca Film Festival, New York 2010
  • Best Actress in a Narrative Feature Film
  • Jurypreis
Deutscher Filmpreis 2010
  • Lola, Beste Darstellerin
  • Lola in Bronze, Bester Spielfilm
Video Champion 2010
  • Video Champion Artist Award
Cologne Conference 2010
  • Deutscher Casting-Preis
Festival du nouveau cinéma de Montréal, Kanada 2010
  • Beste Darstellerin
Victoria Film Festival, Kanada 2010
  • Bester Film
Fort Lauderdale International Film Festival, USA 2010
  • Bester Film
DEFA-Stiftung 2010
  • Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses
São Paulo International Film Festival 2010
  • Bester Film
Panorama of European Cinema, Athen 2010
  • International Jury Award
Calgary International Film Festival, Kanada 2010
  • Bester internationaler Spielfilm
Kirchliches Filmfestival Recklinghausen 2010
  • Bester Film
Créteil Womens Film Festival, Frankreich 2010
  • Puplikumspreis
New Faces Award 2010
  • Bester Debütfilm
FBW 2009
  • Prädikat: besonders wertvoll