• Twitter
  • Facebook
  • Print
  • Forward

Bomben auf Monte Carlo

Deutschland 1931 Spielfilm

Inhalt

Kapitän Craddock fährt unter der Flagge des bankrotten Balkanstaats Pontenero. Sold haben er und die Mannschaft schon lange nicht mehr gesehen und so weigert Craddock sich, Königin Yola I. auf seinem Kreuzer mit auf eine Vergnügungsfahrt zu nehmen. Stattdessen steuert er Monte Carlo an, um den Konsul von Pontenero zur Rede zu stellen.
Im Spielkasino lernt er ein Mädchen kennen, das niemand anderes als Yola I. ist, die Craddock inkognito nachgereist ist. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf, als er am Roulettetisch ein Vermögen verspielt. Um das Geld zurückzubekommen, droht Craddock dem Direktor der Spielbank mit Beschuss durch seine Schiffsartillerie.

 

Kommentare

Sie haben diesen Film gesehen? Dann freuen wir uns auf Ihren Beitrag!

Falk Schwarz
Flach wie eine Flunder
Schon der Titel stimmt nicht. Es sind gar keine Bomben, die auf Monte Carlo fallen, sondern Kanonenkugeln, die von einem Kriegsschiff vor der Küste auf das Spielcasino abgefeuert werden sollen, wenn der durchgeknallte Kapitän (Hans Albers) dieses Dampfers sein am Spieltisch verlorenes Geld nicht zurückbekommt. „Ehrliche Verlogenheit“ (Ihering) zeichnet diesen Film aus. Oder deutlicher: abstruser Quatsch. Eine „moderne Operette“ wollte die Ufa auflegen. Der legendäre Erich Pommer, der hier veranwortlich zeichnet, muss eine sehr schwache Stunde gehabt haben. Hans Albers findet sich mal wieder selber toll, wenn er mit flatterndem Hemd elegant ins Meer springt, um sich nun nach Honolulu aufzumachen, „wo die Hunde mit dem Schwanz bellen“. Noch schwächer als schwach die Leistung von Anna Sten, Russin, die hier die wie eine Schlange sich windende und auf Männerjagd gehende Königin Yola gibt. Zwei jedoch aus dem Team exzellieren: einmal der Komponist Werner Richard Heymann, der mit dem Schlager „Das ist die Liebe der Matrosen“ wenigstens Rhythmus und Pfiff in diesen Irrsinn bringt und das Thema als Militärmarsch, für Big Band und für Klavier arrangiert. Schließlich mag man auch noch mitsingen: „Eine Nacht in Monte Carlo, möcht ich wandern unter Palmen mit Dir...“ Dann Erich Kettelhut, der einfallsreiche Filmarchitekt, der in „Kora Terry“ nordafrikanische Wasserpfeifengemütlichkeit genauso leichthändig gestalten konnte wie hier die Atmosphäre eines Spielsaals. Ein paar Anzüglichkeiten sind den Autoren eingefallen - die Sten hält ein Buch in der Hand „Wie verführe ich Männer - eine Anleitung für Kokotten und solche, die es werden wollen.“ Kokotte? Eine „vornehme Prostituierte“ sagt das „Kluge“ Wörterbuch. Sowas liest eine „Königin“? Unser Hans sagt zur Sten im Roulettesaal: „Wenn Du mich nicht ansiehst, verliere ich am Spieltisch, und wenn du mich ansiehst, verliere ich den Verstand“. Auf den Punkt: Pommer und Co. müssen bei diesem Film den Verstand verloren haben.

Credits

Schnitt

Darsteller

Produzent

Alle Credits

Dreharbeiten

    • 27.04.1931 - Juni 1931: Dalmatien, Nizza
Länge:
3032 m, 111 min
Format:
35mm, 1:1,16
Bild/Ton:
s/w, Tobis-Klangfilm
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 24.08.1931, B.29670, Jugendverbot

Aufführung:

Uraufführung (DE): 31.08.1931, Berlin, Ufa-Palast am Zoo

Titel

  • Originaltitel (DE) Bomben auf Monte Carlo

Fassungen

Original

Länge:
3032 m, 111 min
Format:
35mm, 1:1,16
Bild/Ton:
s/w, Tobis-Klangfilm
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 24.08.1931, B.29670, Jugendverbot

Aufführung:

Uraufführung (DE): 31.08.1931, Berlin, Ufa-Palast am Zoo

Prüffassung

Länge:
2878 m, 105 min
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 20.04.1988, 59710, ab 6 Jahre / feiertagsfrei