Biografie
Der Filmkomponist Marvin Miller, geboren 1988 in Augsburg, war zu Beginn seiner Karriere zunächst an mehreren Kurzfilmen beteiligt. Nach einem Praktikum bei Filmkomponist Ralf Wengenmayr, der seit 2009 unter anderem für die Filmmusiken zu einem Großteil der Filme von Michael "Bully" Herbig verantwortlich zeichnet, arbeitete Miller weiterhin mit Wengenmayr zusammen und trug mit ihm gemeinsam die Musik zum TV-Heimatkrimi und Familiendrama "Die Tote aus der Schlucht" (2014), sowie zu Dennis Gansels Kinderbuchverfilmung "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" (2018) bei. Ebenfalls 2018 kam "Ballon" von Michael Herbig in die Kinos, der basierend auf realen Ereignissen die Geschichte einer spektakulären Flucht aus der DDR erzählt. Für die Musik zum Film wurden Wengenmayr und Miller gemeinsam für den Deutschen Filmpreis 2019 nominiert. 2019 zeichnete Miller außerdem für die Musik für den Film "Der Boandlkramer und die ewige Liebe" verantwortlich.
Gemeinsam konnte sich das Duo Miller-Wengenmayr für den Film "Jim Knopf und die wilde 13" eine weitere Nominierung für die Beste Musik beim Deutschen Filmpreis 2021 sichern. Alleine schrieb Miller zudem die Musik für "Das Mädchen mit den goldenen Händen", Katharina Marie Schuberts Regiedebüt, sowie den Fernsehkrimi “Borowski und der gute Mensch“ von Ilker Çatak im Jahre 2020. Mit Çatak arbeitete Miller auch bei dem Kinodrama "Das Lehrerzimmer" zusammen, das im Panorama der Berlinale 2023 uraufgeführt wurde. Beim Deutschen Filmpreis 2023 erhielt Miller dafür seine zweite Nominierung für die Beste Filmmusik.
Im Abstand von jeweils einem Jahr starteten zunächst im Herbst 2024 Ngo The Chaus Komödie "Der Buchspazierer" mit Christoph Maria Herbst in den Kinos, Ende 2025 auch Mehmet Akif Büyükatalays doppelbödiger und provokanter Verschwörungsthriller "Hysteria". Zu beiden Filmen komponierte Miller den Soundtrack. Im März des darauffolgenden Jahres kam schließlich "Gelbe Briefe" von Ilker Çatak in die Kinos. Das Drama über ein unter behördlichen Druck geratenes Künstlerpaar aus der türkischen Theaterszene, kurz zuvor auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet, erhielt insgesamt neun Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2026 und wurde schließlich mit zwei Lolas geehrt – neben Millers Auszeichnung auch mit der Lola in Silber für den Besten Spielfilm.