Albert Bassermann
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Albert Bassermann - Darsteller
Realgymnasium bis zur Obersekunda, Chemiestudium in Straßburg, Arbeit als Chemiker in der Zellstoff-Fabrik Waldhof. 1887 Volontär am Mannheimer Theater. Engagements an zahlreichen Provinztheatern, u.a. 1891 am Meininger Hoftheater; ab 1895 in Berlin, Zusammenarbeit mit Otto Brahm (1899-1904 Deutsches Theater, 1904-09 Lessing-Theater) und Max Reinhardt (1909-15 Deutsches Theater).
Der vielleicht bedeutendste deutsche Schauspieler des frühen 20. Jahrhunderts durchbricht als einer der ersten Bühnenschauspieler das Kientopp-Tabu: 1912/13 in Max Macks Jekyll and Hyde-Variation "Der Andere" nach Paul Lindau. Weitere Haupt- und Nebenrollen in über 40 Stumm- und Tonfilmen, u.a. unter der Regie von William Wauer, Adolf Gärtner und Richard Oswald. Nach der Zeit bei Reinhardt gehört er keinem festen Ensemble mehr an, macht Gastspielreisen und Tourneen durch Deutschland und das europäische Ausland, meist gemeinsam mit Else Schiff, seit 1908 seine Frau.
1933 verlässt er Deutschland und geht in die Schweiz, erklärt 1934 öffentlich seine Emigration. In den folgenden Jahren sporadische Bühnentätigkeit in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden; 1939 in die USA. Nach einer kleinen Rolle als Robert Koch in Dieterles "Dr. Ehrlich’s Magic Bullet" Hollywoodkarriere, überwiegend in positiven Rollen. Oscar-Nominierung für eine Nebenrolle in Alfred Hitchcocks "Foreign Correspondent" (1940). In Richard Oswalds "Passport to Heaven" gibt er einen sanften Hauptmann von Köpenick. 1944 am Broadway Debüt im englischsprachigen Theater. Ab 1946 auch wieder an europäischen Bühnen, in Deutschland zuletzt 1951 anläßlich der Wiedereröffnung des Schiller-Theaters Berlin.
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