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Eberhard Itzenplitz

Weitere Namen
Dr. Eberhard Itzenplitz (Weiterer Name)
Darsteller, Regie, Regie-Assistenz, Drehbuch
Holzminden München

Biografie

Eberhard Itzenplitz, geboren am 8. November 1926 in Holzminden (Niedersachsen), wuchs in Sachsen auf, machte 1943 in Berlin sein Abitur und wurde danach eingezogen. Nach seiner Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft studierte er von 1948 bis 1952 in München und Göttingen Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie, 1953 gefolgt von seiner Promotion über Bühnenbilder zur Goethezeit. Bereits während seines Studiums sammelte er erste Filmerfahrungen als Regieassistent bei Heinz Hilpert und arbeitete danach in dieser Funktion auch bei Regisseuren wie Georg Tressler, Wilhelm Dieterle und Falk Harnack. Daneben schrieb er Rezensionen für Zeitungen und Zeitschriften.

 

Neben zahlreichen Theaterinszenierungen führte Itzenplitz seit jenen Jahren bei Kino- und Fernsehfilmen Regie, ab Mitte der 1960er Jahre fast ausschließlich bei Fernsehproduktionen. Dabei widmete er sich vor allem zeitgeschichtlichen und gesellschaftskritischen Themen. Aufsehen erregten etwa seine Filme "Die Dubrow-Krise" (1969), nach einem Drehbuch von Wolfgang Menge, der in fiktivem Rahmen die deutsche Wiedervereinigung vorwegnimmt, oder "Bambule" (1970), seine Anklage autoritärer Methoden in einem Mädchenheim. Wegen der terroristischen Aktivitäten Ulrike Meinhofs, die das Drehbuch geschrieben hatte, rief "Bambule" heftige Diskussionen hervor, wurde vom Sender abgesetzt und erst im Jahr 1994 ausgestrahlt.

Mit "Die neuen Leiden des jungen W." (1976), die in Anlehnung an Goethes "Werther" eine DDR-Aussteigergeschichte erzählt, gelang Itzenplitz eine hoch gelobte und weithin beachtete Adaption des Romans von Ulrich Plenzdorf. Immer wieder thematisierte er auch das "Dritte Reich", den Alltag und die Verstrickungen gewöhnlicher Deutscher in den Terror der Nationalsozialisten, etwa 1984 in "Die Mitläufer" (Buch: Erwin Leiser und Oliver Storz). Die Jugend in der Nachkriegszeit der Ostzone schilderten der TV-Film "Für'n Groschen Brause" (1983) und die Miniserie "Schwarzenberg" (1989) nach Stefan Heym.

Nachdem er bereits 1981 die "Tatort"-Folge "Katz und Mäuse" und 1988 zwei Folgen für "Der Alte" inszeniert hatte, drehte Itzenplitz in den 1990er Jahren auch einige Folgen für die Serien "Derrick", "Ein unvergessliches Wochenende" und "Ärzte".

Eberhard Itzenplitz starb im Alter von 85 Jahren am 21. Juli 2012 nach langer, schwerer Krankheit.

Filmografie

1996/1997
  • Regie
1996/1997
  • Regie
1994/1995
  • Regie
1991
  • Regie
1988
  • Regie
1986/1987
  • Regie
1986
  • Regie
1983/1984
  • Regie
1981/1982
  • Regie
1981
  • Regie
1979
  • Regie
1974
  • Regie
1970
  • Regie
1970
  • Regie
1969
  • Regie
1967/1968
  • Regie
1966
  • Regie
  • Übersetzung
1965
  • Regie
1964/1965
  • Regie
1964
  • Regie
1962
  • Regie
1960
  • Regie-Assistenz
1959
  • Regie-Assistenz
1959
  • Regie
1959
  • Regie
1958/1959
  • Regie
1958
  • Regie-Assistenz
1957
  • Regie-Assistenz
1957
  • Regie-Assistenz
1957
  • Regie-Assistenz
1957
  • Regie
1956/1957
  • Regie-Assistenz
1956
  • Regie-Assistenz
1955
  • Regie
1954/1955
  • Regie-Assistenz
1954
  • Darsteller
1954
  • Darsteller
1954
  • Regie-Assistenz
1952/1953
  • Regie-Assistenz
1937-1939
  • Darsteller