Darsteller, Drehbuch
Berlin Berlin

Biografie

Wolfgang Menge, geboren am 10. April 1924 in Berlin, aufgewachsen in Hamburg. Während des Dritten Reichs werden sämtliche Angehörige seiner jüdischen Mutter ermordet. Menge selbst wird nach dem Abitur zum Kriegsdienst einberufen. Nach Kriegsende und der Befreiung Deutschlands erhält er 1949 eine Anstellung als Reporter beim "Hamburger Abendblatt".

Anfang der 1950er Jahre beginnt er für Rundfunk und Fernsehen zu arbeiten. Von Mitte der 50er bis Mitte der 60er Jahre ist Menge als Auslandsreporter unter anderem für "Die Welt" in Ostasien (Japan, China, Russland) tätig. Zur gleichen Zeit verfasst er erste Drehbücher, vor allem für Edgar-Wallace-Thriller ("Der grüne Bogenschütze", 1960) und Kriminalfilme ("Polizeirevier Davidswache", 1964). 1958 entwickelt er gemeinsam mit Jürgen Roland die erfolgreiche Krimiserie "Stahlnetz", die zunächst bis 1968 und erneut zwischen 1999 und 2003 läuft, und für die Menge insgesamt 20 Drehbücher verfasst.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland Mitte der 1960er Jahre wird Menge hauptberuflicher Drehbuchautor, wobei er vor allem fürs Fernsehen arbeitet. Im Verlauf seiner Karriere schreibt er eine Reihe zeitkritischer Fernsehspiele, die mit erstaunlicher Pointiertheit spätere Ereignisse und Entwicklungen vorhersehen: Die DDR-Satire "Die Dubrow-Krise" (1969) etwa greift eine Reihe von Problemen auf, die bei der deutschen Wiedervereinigung Realität wurden; das bitterböse Drama "Das Millionenspiel" thematisiert bereits 1970 die skrupellose Quotenjagd der Privatsender und die Sensationsgeilheit des Publikums; Wolfgang Petersens dokumentarischer Umwelt-Thriller "Smog" (1973) nimmt wichtige Aspekte der Umweltdebatte vorweg.

 

Sein größter und nachhaltigster Erfolg gelingt Wolfgang Menge freilich mit der TV-Serie "Ein Herz und eine Seele" (1973-1976), in der Heinz Schubert das inzwischen legendäre, ewig schlecht gelaunte "Ekel Alfred" verkörpert und die im Lauf der Jahre eine große Fangemeinde gesammelt hat. 1993 versucht Menge, mit der ähnlich angelegten Serie "Motzki" (über einen ständig motzenden "Ossi") an dieses Konzept anzuknüpfen, allerdings ohne den erhofften Erfolg. Neben seiner Tätigkeit als Drehbuchautor arbeitet Menge als Restaurantkritiker und ist von 1974 bis 1984 Co-Moderator bei der von ihm mitentwickelten Talkshow "III nach neun".

Sein letztes Drehbuch schreibt er 2001 für Andreas Kleinerts TV-Drama "Kelly Bastian – Die Geschichte einer Hoffnung". 2002 wird er beim Deutschen Fernsehpreis mit einem "Ehrenpreis der Stifter" für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Wolfgang Menge stirbt am 17. Oktober 2012 im Alter von 88 Jahren in einem Berliner Krankenhaus.

FILMOGRAFIE

1998
  • Drehbuch
1994/1995
  • Drehbuch
1991/1992
  • Darsteller
1990/1991
  • Drehbuch
1986/1987
  • Drehbuch
1985
  • Drehbuch
1980
  • Drehbuch
1976/1977
  • Drehbuch
1976
  • Drehbuch
1976
  • Drehbuch
1976
  • Drehbuch
1976
  • Drehbuch
1974
  • Drehbuch
1974
  • Drehbuch
1974
  • Drehbuch
1974
  • Drehbuch
1973/1974
  • Drehbuch
1973/1974
  • Drehbuch
1973/1974
  • Drehbuch
1973
  • Drehbuch
1973
  • Drehbuch
1973
  • Drehbuch
1973
  • Drehbuch
1972/1973
  • Drehbuch
1972/1973
  • Drehbuch
1972/1973
  • Drehbuch
1972/1973
  • Drehbuch
1972/1973
  • Drehbuch
1972/1973
  • Drehbuch
1972/1973
  • Drehbuch
1972/1973
  • Drehbuch
1970-1972
  • Drehbuch
1970
  • Drehbuch
1969/1970
  • Drehbuch
1969
  • Drehbuch
1968/1969
  • Drehbuch
1968/1969
  • Drehbuch
  • Dialoge
1967
  • Drehbuch
1966
  • Drehbuch
1965
  • Drehbuch
1964/1965
  • Drehbuch
1964
  • Drehbuch
1964
  • Drehbuch
1964
  • Drehbuch
1964
  • Drehbuch
1962
  • Drehbuch
1962
  • Drehbuch
1961
  • Drehbuch
1961
  • Drehbuch
1960/1961
  • Drehbuch
1960
  • Drehbuch
1959/1960
  • Drehbuch
1959/1960
  • Drehbuch
1958
  • Drehbuch
1958
  • Drehbuch