Paula

Deutschland Frankreich 2015/2016 Spielfilm

Inhalt

Filmbiografie der Malerin Paula Modersohn-Becker: 1876 in Dresden geboren, entdeckt Paula Becker bereits früh ihre Liebe zu Kunst und Kultur. Mit 16 zieht sie auf Wunsch ihrer Eltern kurzzeitig nach England, um Haushaltsführung und Englisch zu lernen; aber das Heimweh führt sie bald wieder nach Deutschland zurück. Dort beginnt sie auf Geheiß ihrer Eltern eine Ausbildung zur Lehrerin. Zugleich setzt sie alles daran, ihre Liebe zur Kunst und ihr Talent als Malerin auszuleben. Da sie als Frau nicht an der Berliner Kunstakademie zugelassen wird, besucht sie Zeichenkurse und festigt ihr handwerkliches Können. Sie schließt sich der Worpsweder Künstlerkolonie an und geht 1899 für einen überaus prägenden Studienaufenthalt nach Paris. Dort lernt sie Otto Modersohn kennen, den sie 1901 heiratet. Freunde und Wegbegleiter findet sie in der Künstlerin Clara Westhoff und deren späterem Mann, dem Schriftsteller Rainer Maria Rilke. Doch trotz ihres enormen Talents wird die Bedeutung von Paula Beckers Gemälden erst nach ihrem frühen Tod im Jahr 1907 erkannt. Heute gilt sie als eine der bedeutendsten Vertreterinnen des Expressionismus.

 

 

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8martin
Ihr Leben ein Fest
Die Absicht und die Atmosphäre stimmen. Christian Schwochow hat mit diesem Biopic gleich mehrfach gepunktet: erstens hat er die fast in Vergessenheit geratene Malerin Modersohn - Becker (1876 – 1907) ins Rampenlicht geholt, zweitens hat er das Porträt einer emanzipierten Frau um 1900 gemacht, die sich in der ausschließlich von Männern dominierten Kunstwelt nur schwerlich durchsetzen konnte und drittens hat er eine Romanze in wunderbare Farben gekleidet, die nie zur Schmonzette abzugleiten drohte, trotz Trennung, Emanzipation und Versöhnung mit Geburt.
Diese Romanze verflüchtigt sich zwar in der Folgezeit und heftige Emotionen brechen in den Auseinandersetzungen hervor, bei denen Welten aufeinandertreffen. Die Männer glaubten (manche tun es heute noch), Frauen können gar nicht kreativ sein, außer durch die Geburt und gehörten ohnehin in die Küche und an den Herd. Symptomatisch duellieren sich die stolzen Helden, wenn man sie nicht dran hindert. Und das Drehbuch setzt auch gelegentlich gekonnt auf Symbolik, etwa wenn beim entscheidenden Gespräch zwischen Paula und Ehemann Otto (A.A. Schuch) in Paris Seifenblasen durchs Bild fliegen, als Paula ihn bittet, sie frei zu geben.
Die Hauptdarstellerin Carla Juri verkörpert diese Frau exzellent. Sie zeigt sie in ihrer ganzen Zerbrechlichkeit, die mit einem starken Willen zu kämpfen hat. P.M.B. hatte durchaus eine eigene Sehweise und brachte sie eigenwillig auf die Leinwand. Um ihr Ende nach der Geburt der Tochter etwas abzufedern, lässt Schwochow Paula noch einmal zwischen ihren Bildern hervortreten. So sehen wir recht viel von ihrem abwechslungsreichen, aber typisch femininen Werk.

Credits

Alle Credits

Kamera

Art Director

Kostüme

Frisuren

Schnitt

Casting

Musik

Darsteller

in Co-Produktion mit

in Zusammenarbeit mit

Dreharbeiten

    • 14.09.2015 - 04.11.2015: Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Niedersachsen
Länge:
123 min
Format:
DCP, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 14.11.2016, 163554, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (CH): 07.08.2016, Locarno, Filmfestival;
Aufführung (DE): 28.10.2016, Hof, Internationale Filmtage;
Kinostart (DE): 15.12.2016

Titel

  • Originaltitel (DE) Paula

Fassungen

Original

Länge:
123 min
Format:
DCP, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 14.11.2016, 163554, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (CH): 07.08.2016, Locarno, Filmfestival;
Aufführung (DE): 28.10.2016, Hof, Internationale Filmtage;
Kinostart (DE): 15.12.2016

Auszeichnungen

Deutscher Filmpreis 2017
  • Lola, Bestes Kostümbild
  • Lola, Bestes Szenenbild
Bayerischer Filmpreis 2017
  • Beste Bildgestaltung