Face to Face with German Films geht in die nächste Runde! Als wichtiger Förderer des deutschen Kinos im Ausland hat sich German Films zum Ziel gesetzt, die internationale Präsenz deutscher Filmemacher zu stärken.
Um diese Mission zu erfüllen, veranstaltet die Organisation seit 2016 jährlich die Kampagne Face to Face with German Films, bei der herausragende Nachwuchstalente der deutschen Filmindustrie einem weltweiten Publikum vorgestellt werden. Die Initiative rückt einige der einflussreichsten kreativen Stimmen des zeitgenössischen deutschen Kinos in den Fokus. Im Jahr 2026 feiert Face to Face with German Films seine elfte Ausgabe.
Seit ihrer ersten Ausgabe hat sich die jährliche Kampagne als Plattform etabliert, um deutschen Filmtalenten internationale Sichtbarkeit zu verleihen und die Aufmerksamkeit der globalen Filmindustrie auf einige der herausragendsten Newcomer aus Deutschland zu lenken.
Face to Face with German Films 2026 – The Filmmakers stellt sieben einzigartige, beeindruckende und vielfältige Persönlichkeiten vor, die alle einen ganz persönlichen, interessanten Weg in die Filmbranche gefunden haben. Sie alle zeigen auf facettenreiche Weise, wie bunt und vielfältig das Schaffen in der Filmbranche sein kann.
Zur diesjährigen Auswahl gehören die Schauspieler*innen Bayan Layla und Enzo Brumm, die Regisseur*innen und Autor*innen Anna Roller und Joscha Bongard, Regisseurin Isa Willinger, die Kamerafrau Lotta Kilian und Makeup Artist Lydia Geißler.
Sie treten damit in die Fußstapfen renommierter Filmemacher*innen wie die international bekannten Stars Sandra Hüller, Christian Friedel, Burhan Qurbani, Tom Schilling, Louis Hofmann, Jonas Nay, Jördis Triebel, Valeska Grisebach oder Jannis Niewöhner, die alle seit dem Start der Kampagne im Jahr 2016 in unterschiedlichen Ausgaben dabei waren.
"Wir haben in Deutschland eine außergewöhnlich lebendige und vielfältige Filmlandschaft, die von der Kreativität und Vision ihrer Filmemacher*innen lebt", sagt Simone Baumann, Geschäftsführerin von German Films. "In allen Disziplinen sehen wir talentierte Menschen, die ständig neue Ideen erforschen, Konventionen hinterfragen und neu definieren, was Film und Kino sein können. Wir bei German Films sehen es als unsere Aufgabe an, diese Kreativen zu unterstützen und sie auf ihrem Weg zum internationalen Erfolg zu begleiten. Wir sind stolz darauf, in diesem Jahr sieben Filmemacher*innen als Botschafter unserer Kampagne vorstellen zu dürfen – jeder und jede von ihnen steht für den Innovationsgeist, der die Filmindustrie vorantreibt."
Das sind die Face to Face with German Films-Talente 2026:
Joscha Bongard wurde 1994 in Wolfsburg geboren und wuchs in Kassel auf. Nach Abitur und Ausbildung zum Elektroniker arbeitete er in Köln beim YouTube-Netzwerk TubeOne (heute We Are Era). Anschließend war er Produktionsassistent bei Iconoclast Germany in Berlin und begann 2017 sein Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg. 2019 erhielt er ein Stipendium der FABW und drehte einen Kurzfilm an der La Fémis in Paris, 2022 folgte eine Masterclass an der UCLA Extension. Sein Kurzfilm "Jung Fragil" feierte 2020 Premiere in Riga und lief im deutschen Fernsehen. Neben Spielfilmen inszenierte er Werbung u.a. für Mercedes, Bose und Amazon Prime. Sein Dokumentarfilmdebüt "Pornfluencer" feierte 2022 beim DOK.fest München Premiere, kam bundesweit ins Kino und wurde für den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2023 nominiert. Sein Spielfilmdebüt "Babystar" feierte Weltpremiere beim Toronto International Film Festival und lief auf weiteren internationalen Festivals.
Enzo Hermann Brumm wurde 1996 im französischen Meaux geboren und wuchs in Hamburg auf. Er begann seine Karriere als internationales Model und arbeitete auf den Laufstegen von Paris, Mailand, London und New York u.a. für Versace, Rick Owens, Bottega Veneta und Louis Vuitton. 2018 beendete er das Modeln, um sich ganz der Schauspielerei zu widmen, und studierte bis 2022 am Max Reinhardt Seminar in Wien. Währenddessen spielte er in zahlreichen klassischen und zeitgenössischen Inszenierungen, auch am Wiener Burgtheater. Nach einem ersten Engagement am Theater Regensburg verlagerte er seinen Fokus zunehmend auf Film. 2023 spielte Brumm in der Amazon-Prime-Serie "Viktor bringt's" an der Seite von Moritz Bleibtreu und erhielt dafür 2025 den New Faces Award als Bester Nachwuchsschauspieler. 2024 übernahm er eine Hauptrolle in "Silent Friend" von Ildikó Enyedi, der 2025 in Venedig Premiere feierte und mehrfach ausgezeichnet wurde. Demnächst wird Enzo Brumm in Sönke Wortmanns "Die Ältern" zu sehen sein.
Lydia Geißler wurde 1985 in Leipzig geboren und lebt heute in Neu-Ulm, Bayern. 1989 floh ihre Familie aus der DDR, ein prägendes Erlebnis für ihren späteren Berufsweg. Ihr Interesse an visueller Verwandlung und kreativen Prozessen hinter der Kamera entwickelte sich früh. Nach ihrer Friseurausbildung als Jahrgangsbeste absolvierte sie 2011 die Ausbildung zur staatlich geprüften Maskenbildnerin für Film und Fernsehen mit Bestnote. Seitdem arbeitet sie in den Bereichen Maske und Spezialeffekte mit Schwerpunkt auf Charakterdesign und filmdramaturgischer Ästhetik. Ihr Spielfilmdebüt war "Ein Geschenk der Götter" (2014). Es folgten u. a. "Luft"(2019) und "Wer ohne Schuld ist" (2024). Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen "Misty – The Erroll Garner Story", "Cyberpunk Romance" und das Historiendrama "Karla" (alle 2025), für das sie Maskenkonzepte aus der damaligen Zeit und Alterungseffekte entwickelte. Für Geißler ist Maske ein wesentliches Element visuellen Erzählens.
Lotta Kilian ist Kamerafrau. Sie ist geboren in Hamburg und lebt in Berlin. Sie absolvierte ihr Studium der Bildgestaltung an der Filmuniversität Konrad Wolf. Ihr Schwerpunkt liegt auf Spielfilmen und hochwertigen TV-Serien, zudem verfügt sie über umfangreiche Erfahrung im Dokumentarfilm. In ihrer Arbeit interessieren sie insbesondere emotional und psychologisch vielschichtige, zugleich politisch und gesellschaftlich relevante Stoffe. Für die Kameraarbeit des Spielfilms "Luise" von Matthias Luthardt erhielt sie 2024 eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis sowie 2023 eine Nominierung beim Camerimage Festival. Früh wurde sie mit dem Deutschen Kamerapreis (2012) und dem Kodak Filmschool Award (2011) ausgezeichnet. Ihre Filme liefen auf zahlreichen internationalen Festivals, u. a. der Berlinale. Sie arbeitet regelmäßig mit Faraz Shariat ("Druck", "Prosecution", Berlinale 2026) und Leonie Krippendorff ("Loving Her", "Gepellte Haut", 2026). Kilian ist Mitgründerin von Cinematographinnen – Women*Cinematographers Network sowie Mitglied der Deutschen und Europäischen Filmakademie und des Berufsverbands Kinematografie Deutschland.
Bayan Layla, in Syrien geboren und aufgewachsen, begann ein Architekturstudium an der Universität Hama, bevor sie 2015 in Leipzig erste Bühnenerfahrungen sammelte. Sie spielte u.a. am Staatsschauspiel Dresden, an der Volksbühne Berlin und am Theater an der Ruhr. 2019 nahm sie ihr Schauspielstudium an der August Everding Theaterakademie auf und schloss es 2023 mit einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes ab. Bereits während des Studiums hatte sie ein erstes Engagement am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Ihren Durchbruch feierte sie mit der Titelrolle in dem Debütfilm "Elaha" (2023, Regie: Milena Aboyan). Dafür erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den New Faces Award, den First Steps – Götz George Nachwuchspreis und den Bayerischen Filmpreis. Der Film lief u.a. auf der Berlinale und in Locarno; Layla wurde zudem für den Deutschen Filmpreis (Lola) als Beste Darstellerin nominiert. Es folgten weitere Film- und TV-Arbeiten. 2026 wird sie unter anderem in "Wovon sollen wir träumen", "Hygge" und "Drei Kameradinnen" zu sehen sein, außerdem wird sie die Hauptrolle in einer internationalen Produktion übernehmen.
Anna Roller wurde 1993 in München geboren. Schon früh entdeckte sie den Film als Verbindung ihrer Interessen an Musik, Fotografie und Schreiben. Während ihres Regiestudiums an der Hochschule für Fernsehen und Film München realisierte sie fünf Kurzfilme. "Pan" und "The Last Children in Paradise" liefen auf über 60 internationalen Festivals, darunter Palm Springs, Max Ophüls und Camerimage. Für "Brat" erhielt sie 2021 den Deutschen Kurzfilmpreis (Lola). 2019 wurde sie für das Programm Future Frames in Karlovy Vary ausgewählt und nahm an mehreren Nachwuchsformaten teil. Ihr Spielfilmdebüt "Dead Girls Dancing" feierte 2023 Premiere beim Tribeca Filmfest und beim Filmfest München; dafür erhielt sie den New Faces Award. Ihr zweiter Spielfilm "Allegro Pastell" nach dem Roman von Leif Rand erscheint 2026 und wird auf der Berlinale Premiere feiern.
Isa Willinger ist Dokumentarfilmregisseurin. Ihr Debüt "Hi, Ai. Love Stories from the Future" (2019) wurde für den Deutschen Filmpreis nominiert und u. a. mit dem Max-Ophüls-Preis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Ihr zweiter Kinodokumentarfilm "Plastic Fantastic" über Klimakrise, Plastikproduktion, Lobbyismus und Umweltrassismus erhielt zahlreiche Preise, darunter den Deutschen Dokumentarfilmpreis (Publikumspreis), und erreichte über 20.000 Kinobesucher:innen. Ihr dritter Kinofilm "No Mercy" (2025) versammelt renommierte Regisseurinnen zu Fragen von Filmsprache und Geschlechterbildern und lief erfolgreich auf internationalen Festivals, unter anderem bei DOC.NYC. Aktuell bereitet Isa den Dokumentarfilm "The Red Line" (AT) über Künstliche Intelligenz vor. Sie studierte Regie an der HFF München sowie American Studies, Slavic Studies und Soziologie, u.a. mit einem Fulbright-Stipendium in New York. Isa ist außerdem Autorin eines Buches über Kira Muratova.
German Films wird die sieben diesjährigen Face to Face with German Films-Talente im Rahmen einer von German Films organisierten Podiumsveranstaltung während der Berlinale am 16. Februar 2026 persönlich vorstellen.
Quelle: www.german-films.de