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Luft

Deutschland 2016/2017 Spielfilm

Inhalt

Dieser Film ist gar keiner oder auch einfach nur mehr als das. Er beginnt mit einer Frau im Lotussitz, die in die Ferne eines Gebirges schaut, ins Grüne, in die Natur. Ein schönes Bild, das uns gleich auf die Stimmung des Films vorbereitet. Menschen tauchen auf, das Meer, Musik und Mastschweine. Alle Bilder haben eine Mitte, ein Lufthauch weht hindurch. Sonnenstrahlen durchströmen sie. Wir hören eine Sprache, die wir nicht verstehen. Die Pilze aber, das versteht man doch, sollen noch vor Sonnenaufgang geerntet werden. Die wahre Liebe ist diejenige ohne Lügen und ohne Angst und sie hinterlässt keine Spuren. Man kann diesen Film einfach nur spüren und genießen. Man muss ihn auch ertragen und ihm gelegentlich widerstehen. Man kann mit ihm mitschwingen und sich mit jeder Pore von ihm durchdringen lassen. Er ist ein großes Wunder, das man bestaunen muss. So entschieden schiebt er alles beiseite, was man sonst von einem Film erwartet. Aber auch in der Literatur sind die Stilmittel eines Gedichts bescheidener als die eines großen Romans. Und doch kann die Poesie komplexe Zustände wie die unseres Lebens mit all seinen Geschichten, Farben, Klängen und Strukturen komplexer erfassen als die klassischen faktenreichen Erzählmedien. Das gilt alles auch für das Kino mit seinen unendlichen Möglichkeiten, auch mit der Möglichkeit, mit ganz wenig unglaublich viel mehr zu bewegen. Wen diese Bilder nicht rühren, der lebt nicht mehr.

Quelle: 13. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein

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Credits

Schnitt

Musik

Darsteller

Produktionsfirma

Alle Credits

Dreharbeiten

    • 02.08.2016 - 08.09.2016: Saarland, Frankreich
Länge:
91 min
Format:
DCP
Bild/Ton:
Farbe, Stereo
Aufführung:

Uraufführung (DE): 24.06.2017, München, Filmfest

Titel

  • Originaltitel (DE) Luft

Fassungen

Original

Länge:
91 min
Format:
DCP
Bild/Ton:
Farbe, Stereo
Aufführung:

Uraufführung (DE): 24.06.2017, München, Filmfest