"Das gewisse Etwas", Source: Constantin Film Distribution, DFF, © Constantin Film Distribution GmbH, Jürgen Olczyk
Antonia Riët, Mala Emde (v.l.)

Ab Donnerstag im Kino: Das gewisse Etwas

Mit "Das gewisse Etwas" bringt Regisseur Marc Rothemund ("Wochenendrebellen") das deutsche Remake des französischen Publikumshits "Was ist schon normal?" von 2024 ins Kino: Sozialarbeiterin Polly begleitet eine Gruppe junger Menschen mit Behinderungen in den Urlaub, und alles läuft normal – bis der Kleinkriminelle Karlo und sein Sohn Alex auf der Flucht vor der Polizei zufällig im Reisebus landen und sich als Betreuer und Teilnehmer ausgeben. In der Berghütte wird die Tarnung zunehmend kompliziert, zumal sich Alex in Polly verliebt und sein Vater von seinem kriminellen Komplizen unter Druck gesetzt wird. Rothemund erzählt mit hohem Tempo und pointiertem Humor, Max von der Groeben überzeugt als offenherziger Alex, Mala Emde als engagierte Polly, und Florian Lukas verleiht dem mürrischen Gaunervater eine eigene Note. Das Herzstück ist jedoch der inklusive Cast: Schauspieler*innen mit kognitiver Beeinträchtigung – darunter Frangiskos Kakoulakis, Antonia Riët, Simon Rupp und Natalie Kim Lehmann – die vor und während des Drehs ihre Rollen von den Charaktereigenschaften bis zu den Namen mitentwickelten. Begleitet von einem Sensitivity Reading, verzichtete das Team bewusst auf falsche Rücksichtnahme und ließ den Darsteller*innen ihren eigenen, selbstbewussten Humor. Entstanden ist kein Film über, sondern mit Menschen mit Behinderung – ein Ensemblefilm, der Vorurteile abbaut und zeigt, dass Inklusion im deutschen Kino glücklicherweise immer mehr Raum gewinnt.

Aktuelles

Heute fällt der Startschuss für das Auswahlverfahren zum Deutschen Filmpreis 2027. Ab sofort bis einschließlich 18. September 2026 haben Produktions- und Verleihfirmen die Möglichkeit, ihre Filme unter https://einreichung.deutscher-filmpreis.de für das Auswahlverfahren anzumelden.

Zum 50. Jubiläum der Sektion Generation im Jahr 2027 schlägt die Berlinale ein neues Kapitel für ihr wegweisendes Programm für junge Zuschauer*innen auf. Künftig werden die wichtigsten Auszeichnungen der Sektion, die Gläsernen Bären, bei der offiziellen Preisverleihung der Berlinale im Berlinale Palast überreicht.

Zur Bewerbung kommender Kinostarts im Fernsehen, im Radio und bei VoD-Diensten hat die Förderkommission der FFA Medialeistungen im Wert von 1.700.000 Euro an die Verleihe von sieben Spielfilmen vergeben. Insgesamt lagen ihr 15 Anträge vor.

Die Erklärung im Wortlaut:

"Die Töpfe des DFFF 1 & 2 sowie des GMPF sind bereits vier Monate vor Jahresende ausgeschöpft. Das zeigt die enorme Nachfrage und das Wachstumspotenzial des Filmstandorts Deutschland. Deutsche Studios und Drehorte, Crews und Kreative, Produktionsunternehmen und Dienstleister sind gefragt – und stärken damit die gesamte filmwirtschaftliche Wertschöpfungskette bis hin zu den Kinos.

Die Schauspielerin Annekathrin Bürger wird mit dem Preis der DEFA-Stiftung für ihr künstlerisches Lebenswerk ausgezeichnet. Die mit 10.000 Euro dotierte Ehrung wird im Rahmen einer feierlichen Preisgala am 2. Oktober in der Akademie der Künste in Berlin verliehen.