"Finding Connection" (2026); Quelle: FOUR GUYS Film Distribution, DFF, © Hannah Schwarzl
"Finding Connection" (2026)

Ab Donnerstag im Kino: Finding Connection

Eine Künstliche Intelligenz als engste*r Vertraute*r, gar als Lebenspartner*in? – Was für viele dystopisch oder zumindest wenig erstrebenswert klingen mag, wird für Florian Karner in seinem Dokumentarfilm "Finding Connection" zum Anlass, diese neue Art von Beziehungen genauer zu betrachten und Menschen zu porträtieren, in deren Leben KI-Systeme Rollen einnehmen, die bisher nur von Menschen eingenommen werden konnten. Er zeigt die alltäglichen, oft sehr intimen Gespräche mit Chatbots, die die Sehnsucht nach Nähe und Vertrautheit bisweilen besser zu befriedigen scheinen als das ein Gegenüber aus Fleisch und Blut kann, sei es, weil hergebrachte soziale Kontakte als zu kompliziert erlebt werden oder weil schwere Enttäuschungen vorangingen. Dass Beziehungen zu KI aber auch Fallstricke aufweisen, zeigt "Finding Connection" ebenfalls: sei es die irritierende Aussage des Chatbots, man solle lieber "eine gesunde Distanz bewahren", oder partieller Datenverlust durch fehlerhafte Updates. Auch problematischere Aspekte nimmt der Film nicht zum Anlass, seine Hauptfiguren oder deren Beziehungen zu denunzieren. Und er räumt mit dem Vorurteil auf, nur fehlende "normale" Beziehungen trieben Menschen in die Arme von KI. So ermutigt "Finding Connection" zum vorbehaltlosen Nachdenken über fundamentale Fragen und ein Thema, das uns sicher noch lange beschäftigen wird.

Aktuelles

Seit der Erhöhung ihrer Förderquoten und Kappungsgrenzen im Jahr 2025 verzeichnen DFFF und GMPF so viele gestellte Anträge und Drehbeginne für Kino- und Serienproduktionen wie noch nie. Die anhaltend hohen Antragszahlen zusammen mit den für 2027 angekündigten rund 200 Mio. Euro Haushaltsmitteln führen nun zu einer Aktualisierung der Antragsanforderungen.

Zur 26. Ausgabe von Edimotion – Festival für Filmschnitt und Montagekunst hat die Vorjury erneut herausragende Montagearbeiten aus dem deutschsprachigen Raum ausgewählt. In den drei Wettbewerbskategorien wurden insgesamt 16 Editor*innen für ihre Leistungen an 15 Filmen nominiert. Eingereicht werden konnten majoritär in Deutschland, der Schweiz und Österreich produzierte Filme.

Das zweite Jahr in Folge geht der Student Academy Award an das Animationsinstitut der Filmakademie Baden-Württemberg: Matthias Strasser und sein Team werden für den Diplomfilm "The Panic Inside" ausgezeichnet.

Seit Jahrzehnten verbindet Iris Berben ihre künstlerische Arbeit mit einer klaren gesellschaftlichen Haltung. Für ihren beharrlichen Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus sowie für Erinnerungskultur, jüdisches Leben und demokratische Bildung zeichnet der Deutsche Kulturrat die Schauspielerin mit dem Deutschen Kulturpolitikpreis 2026 aus.

Wie sah 1972 die Zukunftsvision für das Jahr 2002 aus? Die DEFA-Stiftung präsentiert am Montag, 10. August, um 19:00 Uhr im Berliner Kino Krokodil mit "Blick in das Morgen von Gestern" eine Auswahl von DEFA-Dokumentarfilmen der 1970er-Jahre, die ein Panorama aus technischen Hoffnungen, ideologischen Leitbildern und einem ganz speziellen Zukunftsoptimismus zeichnen.