"Ein fast perfekter Antrag", Source: LEONINE Distribution, DFF, © Studio Zentral, LEONINE Studios, Photo: Jürgen Olczyk
Heiner Lauterbach, Iris Berben (vorne v.l.)

Neu im Kino: Ein fast perfekter Antrag

Der Regisseur Marc Rothemund hat in so unterschiedlichen Filmen wie "Heute bin ich blond" und "Wochenendrebellen" stets eine Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Humor gefunden. Dieses Talent kommt auch in seinem neuen Film "Ein fast perfekter Antrag" zum Tragen, der als romantische Komödie annonciert wird, tatsächlich aber überraschend vielschichtige Töne anschlägt. Heiner Lauterbach spielt darin den grantigen Rentner Walter, der zufällig seine große Jugendliebe Alice (Iris Berben) wiedertrifft, die als Uni-Professorin Kunstgeschichte lehrt. Um auf seine alten Tage doch noch ihr Herz zu gewinnen, schreibt der engstirnige Menschenfeind sich kurzerhand als Student bei ihr ein, eckt mit seinen Ansichten jedoch bald bei seinen jungen Mitstudierenden an – und auch Alice zeigt sich zunächst irritiert. Rothemund macht aus diesem "Culture Clash" eine charmant-warmherzige Liebesgeschichte über verpasste Chancen, zweite Anläufe und den Mut, das eigene Glück nicht länger aufzuschieben. Zugleich erzählt er aber auch eine satirisch angehauchte Geschichte über männliche Arroganz, Machismo und die Borniertheit der Boomer-Generation. Nicht zuletzt ist "Ein fast perfekter Antrag" natürlich eine Bühne für Iris Berben und Heiner Lauterbach, die als ungleiches Paar zu funkensprühender Hochform auflaufen.

Aktuelles

Drei Spielfilme und ein Animationsfilm erhalten nach der jüngsten Kommissionssitzung Medialeistungen im Wert von 900.000 Euro, um in Fernsehen, Radio und erstmals auch bei VoD-Diensten den kommenden Start zu bewerben. Somit wurde die Hälfte der vorliegenden acht Anträge positiv beschieden.

Autor*innen, Produzent*innen und Verleiher*innen sind ab sofort dazu aufgerufen, ihre Drehbücher zum Kindertiger 2026 einzureichen. 

Die Deutsche Filmakademie hat am gestrigen Mittwochabend auf ihrer Website einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie im Zusammenhang mit den Diskussionen um die Leitung der Berlinale die Autonomie kultureller Institutionen unterstreicht und sich gegen politische Einflussnahme stellt.

Die Initiative "Der besondere Kinderfilm" erhält Verstärkung: Mit der nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH kommt eine weitere regionale Förderung hinzu. 

Neben den Preisen im offiziellen Wettbewerb der Berlinale wurden am Wochenende die Publikumspreise im Panorama, die Preise der Kinder- und Jugendfilm-Wettbewerbe Generation, die Preise der unabhängigen Jurys sowie weitere Preise vergeben.