"Der Vorname", Source: Constantin Film Verleih, DIF, © 2018 Constantin Film Verleih GmbH
Caroline Peters, Florian David Fitz, Justus von Dohnányi, Christoph Maria Herbst (v.l.)

Ab Donnerstag im Kino: Der Vorname

Eigentlich wollen Elisabeth und Stephan einen geselligen Abend mit Elisabeths Bruder Thomas, seiner Partnerin Anna und dem Freund René verbringen. Mit der Harmonie ist es allerdings schnell vorbei, als sich herausstellt, dass die werdenden Eltern Thomas und Anna planen, ihr Kind Adolf zu nennen. Darf man sein Kind nach einem Diktator benennen? Warum sollte man das überhaupt wollen? Lässt sich daraus etwa die politische Gesinnung der Eltern ableiten, und was sind eigentlich die Konsequenzen für das Kind? Solche und andere Fragen werden mehr als hitzig diskutiert, und im eskalierenden Streit geht es bald schon nicht mehr nur um die Namensgebung, sondern um tieferliegende Wunden, in die die anwesenden Parteien genüsslich immer mehr Salz streuen. Sönke Wortmanns neuestes Werk "Der Vorname", eine Adaption des gleichnamigen französischen Films von 2012, eruiert mit viel Humor, was passiert, wenn im Freundeskreis der angenommene Konsens aufgekündigt wird und es nicht mehr reicht, sich hinter althergebrachten Phrasen zu verstecken. Damit rührt er nicht nur an einer brandaktuellen Fragestellung, sondern ruft in Zeiten verbittert geführter Debatten auch in Erinnerung, dass Humor durchaus dabei helfen kann, die Wirklichkeit zu verarbeiten und Wesentliches zu verdeutlichen. Christoph Maria Herbst, Florian David Fitz, Caroline Peters, Justus von Dohnányi, Janina Uhse und Iris Berben brillieren in diesem Psychospiel verletzter Eitelkeiten, das jetzt in die deutschen Kinos kommt.

Aktuelles

Am Freitag wurden im Rahmen einer feierlichen Zeremonie die Frankfurter Buchmesse Film Awards verliehen. Ausgezeichnet wurden die Kategorien "Best Illustrated Book on Film", "Best International Literary Adaptation for Children or Young Adults" und "Best International Literary Adaptation".

In der Alten Oper in Frankfurt am Main wurden am heutigen Abend in einer Galaveranstaltung die Hessischen Film- und Kinopreise verliehen. Als bester Spielfilm, dotiert mit 25.000 Euro, wurde "Arthur & Claire" von Miguel Alexandre ausgezeichnet.

Die beiden Gremien um Hans Joachim Mendig, Geschäftsführer der HessenFilm, haben getagt. Für den Bereich Produktionsförderung vergab Gremium 1 Fördergelder in Höhe von insgesamt 1.755.000 Euro an vier Projekte. Gremium 2 vergab rund 1,3 Millionen Euro an 18 Projekte für die Bereiche Produktion, Produktionsvorbereitung, Drehbuch, Postproduktion und Verleihförderung.

Das Medienboard Berlin-Brandenburg fördert in der Herbstsitzung mit rund 7,5 Mio. Euro 38 Projekte, darunter die neuen Filme von Julia von Heinz, Ildikó Enyedi, Marco Kreuzpaintner, Leander Haußmann und Dominik Graf. Zur Top-Besetzung gehören Elyas M'Barek, Léa Seydoux und Tom Schilling.

Im Rahmen des Besuches von Staatspräsident Sebastián Piñera in Deutschland wurde gestern ein Filmabkommen zwischen Deutschland und Chile unterzeichnet.