"Home Stories", Source: Pandora Film, DFF, © Adrian Campean, Trimafilm
Frida Hornemann

Neu im Kino: Etwas ganz Besonderes

Wer bin ich – und was macht mich aus? Mit dieser scheinbar einfachen Frage schickt Eva Trobisch ihre junge Hauptfigur in "Etwas ganz Besonderes" auf eine ebenso berührende wie überraschende Suche nach der eigenen Identität. Nach den vielfach gefeierten Filmen "Alles ist gut" und "Ivo" erzählt die Regisseurin diesmal von einer Familie im Umbruch und einer Jugendlichen, die ihren Platz in einer Welt finden muss, in der sich alles verändert: Die 17-jährige Lea wächst in einer thüringischen Kleinstadt auf. Ihre Eltern haben sich kürzlich getrennt, die Mutter erwartet ein Kind von einem neuen Partner, die Großeltern kämpfen um das Überleben ihrer abgelegenen Pension, und auch sonst scheint jede und jeder mit den eigenen Sorgen beschäftigt zu sein. Als Lea sich bei einer TV-Castingshow bewirbt und auf die Frage nach ihrer Besonderheit keine Antwort findet, beginnt sie, sich selbst neu zu erfinden – und stößt dabei auf die Widersprüche und Bruchstellen ihrer eigenen Familie. Mit großer Genauigkeit und feinem Humor beobachtet Eva Trobisch die Dynamiken einer Familie, deren Mitglieder einander nah sind und sich doch immer wieder fremd werden. So entsteht vor dem Hintergrund einer ostdeutschen Provinz zwischen Aufbruch und Stillstand ein Generationenporträt und eine Comig-of-Age-Erzählung über die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Die Hauptrolle spielt die beeindruckende Newcomerin Frida Hornemann, zum Ensemble gehören außerdem Max Riemelt und Eva Löbau.

Aktuelles

Maren Ade, Hüseyin Tabak und Maria Schrader sind unter den Regisseur*innen, deren neue Projekte von der Jury für Spielfilm gefördert wurden. Vier Spielfilme erhielten zusammen 1.950.000 Euro Produktionsförderung, bei drei weiteren Projekten wurde die Projektentwicklung mit 260.000 Euro gefördert. Insgesamt vergab die Jury somit 2.210.000 Euro an sieben Spielfilmprojekte.

Vom 5. bis 15. August 2026 wird Locarno erneut zum Treffpunkt der internationalen Filmwelt: Das traditionsreiche Locarno Film Festival feiert seine 79. Ausgabe und präsentiert aufstrebende Talente ebenso wie etablierte Filmschaffende aus aller Welt. Neun deutsche Produktionen und Koproduktionen sind in verschiedenen Wettbewerbssektionen vertreten. German Films arbeitet zudem erneut mit Locarno Pro im Rahmen des Programms "Match Me!" zusammen.

Im 15. Wettbewerbsjahr des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises (DMFP) wurden 371 Filme eingereicht. In einem mehrstufigen Sichtungs- und Bewertungsverfahren werden nun die "Besten der Besten" in den sechs Kategorien des DMFP ermittelt. 

"Nostalgie, Immersion und gemeinsames Erleben – das Kino ist nach wie vor mit starken positiven Bildern aufgeladen, gleichzeitig verzichteten 2025 jedoch mehr als zwei Drittel der in Deutschland lebenden Bevölkerung auf einen Kinobesuch," stellte Norina Lin-Hi, Leiterin der FFA-Abteilung Strategie und Analyse, am Nachmittag beim FFA-Seminar im Rahmen der CineHamburg fest.

Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung feiert das 100-jährige Jubiläum von Fritz Langs Meisterwerk mit Galaevents, Kinovorführungen und Diskussionsveranstaltungen.