"Death Will Come", Source: W-film, DFF, © Heimatfilm, Amour Fou, Tarantula
Sophie Verbeeck

Neu im Kino: Der Tod wird kommen

Ein Gangsterboss, eine Profikillerin, eine offene Rechnung und ein immer schwerer zu durchschauendes Geflecht aus Intrigen und Verrat: Das ist der Stoff, aus dem klassische Gangsterfilme gemacht sind. Christoph Hochhäusler, der bereits in Filmen wie "Bis ans Ende der Nacht" oder "Die Lügen der Sieger" sein Talent für Genre bewiesen hat, verbeugt sich in seinem neuen Werk vor allem vor französischen Gangster-Klassikern, setzt aber auch eigene, moderne Akzente. Stimmigerweise ist "Der Tod wird kommen" auf Französisch gedreht, sein Schauplatz Brüssel jedoch ist ungewöhnlich und überzeugt mit Szenerien zwischen betonierter Anonymität und dem morbiden Charme des Verfalls. Hier soll die erfahrene Auftragsmörderin Tez für den alternden Gangster Charles Mahr den Mord an einem seiner Kuriere rächen. Bald deutet sich ein Komplott zwischen einem engen Vertrauten Mahrs und seinem Erzrivalen De Boer an – doch dann nehmen die Dinge eine überraschende Wendung, und Tez selbst ist plötzlich nicht mehr Jägerin, sondern selbst die Gejagte… In atmosphärischen Bildern, mit unterkühlter Spannung und Lust an finsteren Typen und bizarren Details steuert "Der Tod wird kommen" auf einen heftigen Showdown zu. Und Hauptdarstellerin Sophie Verbeeck, als Tez zuvor enigmatisch-distanziert, glänzt am Ende auch als zupackende Actionheldin.

Aktuelles

Das 41. DOK.fest München feiert am 6. Mai im Deutschen Theater Eröffnung mit "Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war". Der hybride Film von Regina Schilling verbindet Spielszenen und dokumentarische Elemente. Die vielfach preisgekrönte Schauspielerin Sandra Hüller verkörpert die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926 – 1973). 

In ihrer 72. Ausgabe zeigen die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen (28. April – 3. Mai 2026) vier Profile, Werkschauen, in denen auf ganz unterschiedliche Arten die Möglichkeiten des Films – ästhetisch, technisch, politisch – ausgelotet werden.

Die Jurys des 62. Grimme-Preises haben sich entschieden. Am 24. April 2026 werden im Marler Theater insgesamt sechzehn Grimme-Preise sowie drei Sonderpreise vergeben. Durch die Preisverleihung führt in diesem Jahr Linda Zervakis, musikalisch begleitet wird sie durch Helmut Zerlett und Band.

Ende April werden "Brainiac"-Darsteller Lars Eidinger, Nachrichten-Ikone Claus Kleber und die frühere Bundespräsidentschaftskandidatin Gesine Schwan in Frankfurt zu Gast sein. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren prominenten Gästen aus Film, Kultur, Medien, Politik und Wissenschaft kommen sie vom 28. April bis 3. Mai zum LICHTER Filmfest, um Filme zu zeigen, Filme zu sehen und im Kontext der Filmkultur aktuelle gesellschaftliche Fragen zu diskutieren.

Am gestrigen Montagvormittag wurden die 20. SchulKinoWochen Hessen feierlich im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum eröffnet. 1092 Kinovorstellungen finden in den kommenden zwei Wochen überall in Hessen statt. Die SchulKinoWochen sind ein Projekt von VISION KINO, das in Hessen vom DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum organisiert wird.