Requiem
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Inspiriert von einer wahren Begebenheit, erzählt der Film die Geschichte von Michaela Klingler, einer jungen Frau. Zerrissen zwischen Familie, Glaube und Krankheit, wird sie noch Anfang der 70er Jahre Opfer eines Exorzismus. In einem streng katholischen Elternhaus aufgewachsen, zieht sie mit 21 Jahren nach Tübingen, um dort Pädagogik zu studieren. Während sie in ihrem Vater einen Verbündeten hat, der ihr den Rücken stärkt, sieht die besorgte Mutter, die ihre an Epilepsie erkrankte Tochter in einen engen Kokon aus Verboten und Vorsichtsmaßnahmen einzuspinnen versucht, dem Studium mit gemischten Gefühlen entgegen.
Glücklich, das kleinbürgerliche Umfeld hinter sich gelassen zu haben, genießt Michaela die neue Freiheit und findet in Hanna und Stefan schnell Freunde an der Uni. Doch Michaela wird von ihrer Vergangenheit eingeholt: Trotz ärztlicher Behandlung hat sie immer öfter mit epileptischen Anfällen und Wahnvorstellungen zu kämpfen. Sie hört Stimmen und glaubt, von Dämonen besessen zu sein. Als Hanna sie eines Morgens bewusstlos zwischen umgestoßenen Möbeln im Zimmer ihres Studentenwohnheims findet, kann Michaela ihrer Freundin die schwierige Vergangenheit, die sie hinter sich lassen wollte, nicht länger verheimlichen.
In ihrer Verzweiflung sucht Michaela dort Hilfe, wo sie es gewohnt ist: in der Kirche ihres Heimatortes und bei ihrem Vertrauten, dem Dorfpfarrer Landauer. Landauer macht sie mit einem Kollegen bekannt. Nach anfänglichem Misstrauen lässt sich Michaela auf ein langes Gespräch mit dem jungen Priester Martin Borchert ein. Anschließend geht es Michaela besser, sie fühlt sich leicht und beschwingt.
Doch als sie die Weihnachtsferien bei den Eltern verbringt, verschlechtert sich ihr Gesundheitszustand erneut. Zunächst kommt es zu einem offenen Streit mit der Mutter, dann erlebt Michaela einen schlimmen Anfall. Die Eltern wissen sich keinen anderen Rat, der zunehmend aggressiven Tochter zu helfen, als die Priester zu verständigen. Nach Gesprächen im Familienkreis und einem gemeinsamen Gebet stimmt Michaela schließlich einem Exorzismus zu.
Quelle: 56. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)
Credits
| Regie: | Hans-Christian Schmid |
| Drehbuch: | Bernd Lange |
| Kamera: | Bogumil Godfrejow |
| Schnitt: | Hansjörg Weißbrich, Bernd Schlegel |
| Darsteller: | |
| Sandra Hüller | Michaela Klingler |
| Burghart Klaußner | Karl Klingler |
| Imogen Kogge | Marianne Klingler |
| Friederike Adolph | Helga Klingler |
| Anna Blomeier | Hanna Imhof |
| Nicholas Reinke | Stefan Weiser |
| Jens Harzer | Martin Borchert |
| Walter Schmidinger | Gerhard Landauer |
| Irene Kugler | Heimleiterin |
| Johann Adam Oest | Professor Schneider |
| Produktionsfirma: | 23/5 Filmproduktion GmbH (Berlin) |
| Produzent: | Hans-Christian Schmid |
Alle Credits
Titel
| Originaltitel (DE) Requiem |
Fassungen
Original | |
| Länge: | 2520 m, 92 min |
| Format: | 35mm, Cinemascope |
| Bild/Ton: | Farbe, Dolby Digital |
| Prüfung/Zensur: | FSK-Prüfung: 25.01.2006, 104104, ab 12 Jahre / feiertagsfrei |
| Aufführung: | Uraufführung: 17.02.2006, Berlin, IFF - Wettbewerb; Kinostart: 02.03.2006; TV-Erstsendung (DE FR): 06.02.2009, Arte |
Auszeichnungen
| Preis der deutschen Filmkritik 2007 |
| Beste Darstellerin |
| Bester Spielfilm |
| Tallin Black Nights Festival 2006 |
| Darstellerinnenpreis |
| Montageforum Film+ 2006 |
| Schnitt-Preis in der Kategorie Spielfilm |
| IFF Sitges 2006 |
| Beste Darstellerin |
| Bester Film |
| Premi de la Crítica José Luis Guarner |
| Deutscher Filmpreis 2006 |
| Lola, Beste Nebendarstellerin |
| Lola in Silber (ex aequo >Knallhart<), Bester Spielfilm |
| Lola, Bestes Kostümbild |
| Lola, Beste Tongestaltung |
| Lola, Beste Darstellerin |
| Jury der evangelischen Filmarbeit 2006 |
| Film des Monats |
| IFF Berlin 2006 |
| Silberner Bär, Beste Darstellerin |
| FIPRESCI-Preis |
| FBW 2006 |
| Prädikat: besonders wertvoll |
| Bayerischer Filmpreis 2006 |
| Beste Nachwuchsdarstellerin |
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