Weitere Namen
Diane Heidkrüger (Geburtsname) Diane Krüger (Weiterer Name)
Darstellerin
Algermissen

Biografie

Diane Kruger, geboren am 15. Juli 1976 in Algermissen bei Hildesheim als Diane Heidkrüger, wollte zunächst Tänzerin werden und studierte am Royal Ballet in London, musste aber wegen einer Verletzung ihre Ballettlaufbahn aufgeben. Zurück in Deutschland arbeitete sie erfolgreich als Model, bevor sie 2001 eine Schauspielkariere einschlug. Ihr Kinodebüt gab sie an der Seite von Dennis Hopper und Christopher Lambert in dem Actionthriller "The Piano Player" (GB/DE/ES 2003). Seither drehte sie vor allem in Frankreich und den USA. Durch die Darstellung der Helena in Wolfgang Petersens "Troy" ("Troja", US 2004) sowie durch ihre Hauptrolle an der Seite von Nicholas Cage in dem Abenteuerfilm "National Treasure" ("Das Vermächtnis der Tempelritter", US 2004) und in der Fortsetzung "National Treasure: Book of Secrets" ("Das Vermächtnis des geheimen Buches", US 2007) erlangte sie internationale Bekanntheit.

Für die europäische Koproduktion "Merry Christmas" (FR/DE/GB/BE/RO 2005) von Christian Carion, die in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" für den Oscar nominiert war, drehte sie erstmals in Deutschland: Sie spielte in dem Erster-Weltkrieg-Drama eine Hauptrolle als große Liebe eines Tenors, der 1914 freiwillig in den Krieg zieht. In dem Historiendrama "Klang der Stille" (US/DE/HU 2006) von Agnieszka Holland gab sie eine Musikstudentin, die Ludwig van Beethoven in den letzten Monaten vor seinem Tod begleitet. Anschließend verkörperte Kruger in dem Apartheidsdrama "Goodbye Bafana" (BE/FR/DE/IT/GB/ZA 2007) die Frau von James Gregory (Joseph Fiennes), dem rassistischen Gefängniswärter Nelson Mandelas.

Im Jahr 2007 moderierte Diane Kruger die Eröffnungsveranstaltung und die Preisverleihung der 60. Filmfestspiele von Cannes. Im darauffolgenden Jahr wurde sie in die Jury der 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin berufen. Neben einer Vielzahl weiterer deutscher Schauspieler war sie in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" (DE/US 2009) zu sehen. Das Kriegsdrama wurde im Wettbewerb von Cannes uraufgeführt und war für zahlreiche Filmpreise nominiert, unter anderem für acht Oscars und drei Golden Globes (Christoph Waltz gewann beide Auszeichnungen). Kruger erhielt für ihre Darstellung einer deutschen Schauspielerin, die an einem Attentat auf Adolf Hitler beteiligt ist, unter anderem die "Goldene Kamera" in der Kategorie "Beste Schauspielerin International".

Neben Jared Leto war Kruger in der experimentellen Fantasy-Romanze "Mr. Nobody" (DE/BE/FR/CA 2009) zu sehen. In "Unknown Identity" (US/FR/DE 2011) spielte sie an der Seite von Liam Neeson die bosnische Taxifahrerin Gina. In dem Drama "Pieds nus sur les limaces" ("Barfuß auf Nacktschnecken", FR 2010) verkörperte sie eine Frau, die nach dem Tod ihrer Mutter von Paris aufs Land zieht und sich um ihre geistig zurückgebliebene Schwester kümmert.

In den Folgejahren war Kruger in weiteren französischen und US-amerikanischen Produktionen zu sehen, unter anderem als Marie Antoinette in "Les adieux à la reine" ("Leb wohl, meine Königin!", FR 2012) und als Stiefmutter des jungen Abraham Lincoln in "The Better Angels" (US 2014). In "Sky – Der Himmel in mir" (FR/DE 2015) von Fabienne Berthaud spielte sie eine junge Frau, die sich während einer Reise durch die USA von ihrem Ehemann lossagt und durch die Bekanntschaft mit einem mysteriösen Ranger zu sich selbst findet.

Neben ihren Kinoarbeiten wirkte Kruger in mehreren Fernsehserien mit. Nachdem sie im Jahr 2010 in einer Episodenrolle in der amerikanischen Mysteryserie "Fringe" ("Fringe – Grenzfälle des FBI") zu sehen war, spielte sie die Hauptrolle der Ermittlerin Sonya Cross in der Krimiserie "The Bridge – America" (US 2014). Eine wichtige Nebenrolle hatte sie in dem Kriminaldrama "The Infiltrator" (US 2016) als FBI-Agentin und angebliche Verlobte eines Undercover-Ermittlers.

Unter der Regie von Fatih Akin stand sie ab Oktober 2016 in Hamburg für das Drama "Aus dem Nichts" (Start: 2017) vor der Kamera. Der Film markierte die erste Rolle ihrer Karriere, bei der sie ausschließlich in deutscher Sprache drehte, und brachte ihr bei den 70. Filmfestspielen von Cannes im Mai 2017 die Auszeichnung als Beste Schauspielerin ein. Im folgenden Jahr wurde sie für diese Rolle auch für den Deutschen Filmpreis nominiert.

 

FILMOGRAFIE

2018/2019
  • Darsteller
2016/2017
  • Darsteller
2009-2011
  • Darsteller
2009
  • Sprecher
2009
  • Darsteller
2007-2009
  • Darsteller
2006/2007
  • Darsteller
2005/2006
  • Darsteller
2004/2005
  • Darsteller
2003/2004
  • Darsteller
2003
  • Darsteller