Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken

Deutschland 2007 Spielfilm

Inhalt

Geschlechter-Satire nach dem Bestseller von Allan & Barbara Pease: Jan und Katrin sind ein Traumpaar. Er ein attraktiver, durchtrainierter und beruflich erfolgreicher Frauenschwarm, sie eine nicht minder attraktive, ebenso erfolgreiche Power-Frau. Und doch zeigen sich immer wieder gravierende Unterschiede zwischen den beiden. So reagiert etwa der sonst so smarte Jan auf die simpelsten sexuellen Schlüsselreize, während Katrin sich trotz ihrer unfassbar hohen Intelligenz von den plumpen Avancen das Machos Jonathan einlullen lässt. Haben Evolution und Emanzipation die Menschen vielleicht doch nicht so weit vorangebracht, wie man bislang immer glauben wollte?

 

Kommentare

Sie haben diesen Film gesehen? Dann freuen wir uns auf Ihren Beitrag!

Heinz17herne
Heinz17herne
Playboy Jan ist als erfolgreicher Jurist klar den Jägern zuzuordnen, die ständig in der Weltgeschichte herumbaggern – gerade aktuell bei der attraktiven Melanie. Was ihn nicht daran hindert, bei erstbester Gelegenheit das Schaufelrad herumzureißen. In Richtung Katrin etwa, obwohl er sich zunächst schwarz geärgert hat über diese wunderschöne Frau, die zu den Geschlechtsgenossinnen gehört, welche schlecht einparken können. Weshalb Jans Cabrio nun „angekratzt“ ist. Was seine, geschlechtsspezifisch gesehen, erstaunliche Multitasking-Fähigkeit jedoch nur noch stärker herauszufordern scheint und ihn zugleich zum Sammler werden lässt: Zu Melanie kommt jetzt auch Katrin und weil seine Sekretärin Riedel (Steffi Kühnert) gerade eine Babypause angetreten ist, dürfte ihre Nachfolgerin, das blonde Gift Angie, bald „sein“ Trio komplettieren.

Melanie studiert nicht nur Kommunikationswissenschaften, sondern ist auch außerordentlich kontaktfreudig – und lässt sich gern von Jans Mitbewohner Rüdiger in die höhere Mathematik der Versicherungswirtschaft einführen. Mit Folgen: „Ich war im ganzen Leben noch sie so glücklich – und noch nie so schwanger“, bekennt Melanie offenherzig ihrer Nachfolgerin Katrin – und zieht mit Rüdiger vor den Traualtar. Jan und Katrin sind noch lange nicht so weit, zumal die gefragte Verlagslektorin gerade mit einem harten Brocken zu kämpfen hat, der auch Jan bald schwer im Magen legt: Jonathan Armbruster. Dem berühmten Weltumsegler und Buchautor („Wir liebten uns mit der Unschuld wilder Tiere“) liegen alle Frauen zu Füßen, Katrin eingeschlossen. Und weil Männer einfach nicht zuhören können, zumal wenn gerade im Fernsehen ein Bundesliga-Spiel der Berliner Hertha übertragen wird, stimmt Jan zu, dass Katrin dieses Schwyzerdütsch radebrechende Alphamännchen drei Monate nach Südamerika begleiten darf...

Nicht nur der gleichnamige Sachbuch-Bestseller des Ehepaars Allen und Barbara Pease, dessen Untertitel „Ganz natürliche Erklärungen für eigentlich unerklärliche Schwächen“ auch auf den Regisseur dieses Films gemünzt sein könnte, sondern auch Rob Beckers Broadway-Dauerbrenner „Caveman“ standen Pate für Leander Haußmanns Komödie „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“, die mit einem dollen Cast aufwarten kann, darunter etwa Lars Rudolph als Rettungssanitäter Udo („Nicht schwul, sondern irgendwann zur Vernunft gekommen“), Florentine Lahme und Peter Lohmeyer als notgeile Cockpit-Besatzung, Uwe Dag Berlin als Lack&Leder-Nachtclubboy und Lilo Wanders als sie selbst (alias Ernie Reinhardt).

Alles wäre zu ertragen gewesen, die simplen Sprüche und die noch simpleren Weisheiten dahinter, die exaltierten Figuren und ihre noch exaltierteren Slapstick-Darsteller, auch die flotte Kaufhaus-Dudelmusik von James Last. Keinesfalls jedoch Leander Haußmanns Erzähler-Stimme aus dem Off im Ton eines frühen Oswald Kolle-Aufklärungsfilms. Von Inhalten ganz zu schweigen wie der Feststellung, Männer seinen moderne Nacktaffen, deren Gehirne die Evolution unverändert überlebt haben. Soll das ironisch sein, witzig gar? Das geht so gerade noch auf dem Boulevard, aber auf der Leinwand sind solche Hirnlosigkeiten auf Dauer nicht zu ertragen, und 103 Minuten lang schon gar nicht. Weshalb es auch mit natürlichen Erklärungen für Leander Haußmanns Leinwand-Schwäche nach „Sonnenallee“ und „Herr Lehmann“ hapert.

Pitt Herrmann

Credits

Alle Credits

Regie-Assistenz

Kamera-Assistenz

2. Kamera

Optische Spezialeffekte

Standfotos

Titelgrafik

Kostüme

Schnitt

Ton-Assistenz

Casting

Musik

Herstellungsleitung

Produktionsleitung

Aufnahmeleitung

Post-Production

Dreharbeiten

    • 31.01.2007 - 31.03.2007
Länge:
2810 m, 103 min
Format:
35mm, 1:2,35
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 06.09.2007, 111378, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 27.11.2007, Berlin, CineMaxx;
Kinostart (DE): 29.11.2007;
TV-Erstsendung (DE): 02.09.2010, Sat.1

Titel

  • Originaltitel (DE) Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken

Fassungen

Original

Länge:
2810 m, 103 min
Format:
35mm, 1:2,35
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 06.09.2007, 111378, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 27.11.2007, Berlin, CineMaxx;
Kinostart (DE): 29.11.2007;
TV-Erstsendung (DE): 02.09.2010, Sat.1